Drei Pleiten - und nun die Bayern: FSV trifft "harter Schlag"
Nach drei Pflichtspielpleiten binnen sechs Tagen war Niko Bungert schon restlos bedient - und nun kommen auch noch die Bayern. "Wenn wir weiter solche Spiele abliefern wie in den vergangenen Tagen, werden wir wenig Bundesligapunkte holen", schimpfte der Sportdirektor des FSV Mainz 05 nach dem 1:4 (0:3) zum Auftakt des 8. Spieltags beim Neuling SV Elversberg.
Im Südwest-Duell der Pokal-Verlierer zeigten die Mainzer eine ganz schwache Leistung. Dabei hatte der FSV zuvor als einzige Mannschaft in der Eliteklasse alle Partien in der Fremde gewonnen - saisonübergreifend waren es sogar fünf Auswärtssiege in Folge. Nun steht aber nach dem 2:3 in der Liga gegen Werder Bremen und der Pokalpleite beim Zweitligisten VfL Bochum (0:2) eine Niederlagenserie zu Buche.
"Das war schon sehr enttäuschend, was wir in der Woche gezeigt haben", sagte Bungert bei Sky: "Das ist eine Sache des Kopfes, da müssen wir ansetzen." Die mentale Arbeit sollte zügig Früchte tragen, denn am kommenden Spieltag kommt Rekordmeister Bayern München nach Mainz.
"Wir haben kein Selbstvertrauen im Moment, das sieht man in fast jeder Aktion", sagte FSV-Stammtorwart Robin Zentner, der nach überstandener Handverletzung ein unglückliches Comeback verkraften musste: "Wir müssen das erstmal verdauen. Das war ein harter Schlag und fühlt sich beschissen an. Da fällt der Blick auf die Bayern schwer."
Urs Fischer war derart sauer, dass er vorsichtig formulierte. "Da fehlen mir ein bisschen die Worte nach einem solchen Spiel. Man muss vorsichtig sein, dass man nichts Falsches sagt", äußerte der FSV-Trainer: "Wir haben den Gegner zu Toren eingeladen. Jetzt geht es darum, wieder aufzustehen. Wir werden im Heimspiel gegen die Bayern versuchen, es besser zu machen."
(O.Zhukova--DTZ)