Deutsche Tageszeitung - Selenskyj wirft Russland zum Weltkriegs-Jahrestag Geschichtsvergessenheit vor

Selenskyj wirft Russland zum Weltkriegs-Jahrestag Geschichtsvergessenheit vor


Selenskyj wirft Russland zum Weltkriegs-Jahrestag Geschichtsvergessenheit vor
Selenskyj wirft Russland zum Weltkriegs-Jahrestag Geschichtsvergessenheit vor / Foto: © AFP/Archiv

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat kurz vor den Feierlichkeiten zum Ende des Zweiten Weltkriegs in Moskau seinem russischen Kollegen Wladimir Putin Geschichtsvergessenheit vorgeworfen. "Russland hat alles vergessen, was den Siegern des Zweiten Weltkriegs wichtig war", sagte er am Sonntagabend in einer Videobotschaft. Jahrzehnte nach dem Zweiten Weltkrieg sei das "Böse zurück, in einer anderen Uniform, aber mit demselben Ziel."

Textgröße ändern:

Russland feiert am 9. Mai den Sieg der Sowjetunion über Nazi-Deutschland. Am Samstag hielt das Militär in Moskau die Generalprobe für die Militärparade zum 77. Jahrestag ab. Am Montag werden tausende Soldaten über den Roten Platz marschieren, gefolgt von Panzern, gepanzerten Fahrzeugen und Raketenwerfern und begleitet von einer Flugshow.

Kreml-Chef Putin wird eine mit Spannung erwartete Rede halten. Mit Blick auf die Ukraine zeigte er sich bereits am Sonntag siegessicher. "Wie 1945 wird der Sieg unser sein", sagte Putin. "Heute kämpfen unsere Soldaten wie ihre Vorfahren Schulter an Schulter für die Befreiung ihrer Heimat vom Nazidreck."

Selenskyj entgegnete: "Ich bin sicher, dass die Ukraine heute gezeigt hat, dass wir bereits ein vollwertiger Teil der freien Welt und eines vereinten Europas sind."

(G.Khurtin--DTZ)

Empfohlen

Debatte über eine KI-Abgabe stößt auf praktische Steuerfragen

Digitalminister Karsten Wildberger hat eine Besteuerung hoher KI-Umsätze angeregt, um Veränderungen am Arbeitsmarkt zu finanzieren. Der Vorschlag wirft jedoch grundlegende Abgrenzungsfragen auf.

Deutsche Technik an Bord: Japanische Raumsonde Richtung Marsmonde gestartet

Start einer historischen Weltraummission mit deutscher Technik an Bord: Eine japanische Trägerrakete hat erfolgreich eine Sonde im All ausgesetzt, mit der erstmals Material in der Marsregion eingesammelt und zur Erde gebracht werden soll. An Bord war der deutsch-französische Rover Idefix - der nach dem kleinen Hund des Comic-Helden Obelix benannt ist und Bodenproben sammeln soll.

Merz preist Industriedaten als "enormen Vorteil" für KI-Aufbau in Deutschland an

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat die Bedeutung von Industriedaten für den Hochlauf der Künstlichen Intelligenz (KI) in der deutschen Wirtschaft hervorgehoben. "Wir verfügen über einen enormen Vorteil: Unsere Industrien haben wertvolle Daten gesammelt, und wir sind entschlossen, diese selbst zu nutzen", sagte Merz am Dienstag beim internationalen Investitionsgipfel in Berlin. Er wies auf den "rasanten technologischen Wandel" insbesondere im KI-Bereich hin.

Ministerin Bär wirbt für Deutschland als Technologie-Standort

Anlässlich des internationalen Investitionsgipfels in Berlin hat Bundesforschungsministerien Dorothee Bär (CSU) für Deutschland als Technologie-Standort geworben. "Deutschland kann auch heute noch Spitzen-Technologie, wir brauchen uns nicht zu verstecken", sagte die für Technologie zuständige Ministerin der "Augsburger Allgemeinen" (Dienstagausgabe).

Textgröße ändern: