Deutsche Tageszeitung - Biden unterzeichnet Investitionspaket für heimische Halbleiterindustrie

Biden unterzeichnet Investitionspaket für heimische Halbleiterindustrie


Biden unterzeichnet Investitionspaket für heimische Halbleiterindustrie
Biden unterzeichnet Investitionspaket für heimische Halbleiterindustrie / Foto: © AFP

US-Präsident Joe Biden hat am Dienstag das Gesetz für eine dutzende Milliarden Dollar umfassende Investitionsoffensive unterzeichnet, mit der heimische Schlüsselindustrien im Wettbewerb mit China gestärkt werden sollen. So könnten die USA "den Wirtschaftswettbewerb im 21. Jahrhundert" gewinnen, erklärte er. Der Kongress hatte das Gesetz Ende Juli verabschiedet, für den Präsidenten ist das ein wichtiger Sieg mit Blick auf die Zwischenwahlen im November.

Textgröße ändern:

Mit 52 Milliarden Dollar (knapp 51 Milliarden Euro) soll dem Gesetz zufolge die Produktion von Halbleitern in den USA angekurbelt werden. Ein großer Teil des Geldes fließt demnach auch in die Forschung und Entwicklung.

Der US-Hardware-Hersteller Micron kündigte kurz vor der Unterzeichnung des Gesetzes Investitionen in Höhe von 40 Milliarden Dollar in die Halbleiterproduktion in den USA an. Standorte für neue Werke nannte das Unternehmen zunächst nicht. Es plane aber, "in der zweiten Hälfte des Jahrzehnts mit der Produktion zu beginnen".

Biden begrüßte die Ankündigung. "Zwei weitere Unternehmen, GlobalFoundries und Qualcomm, haben gestern eine Partnerschaft im Wert von vier Milliarden Dollar angekündigt, um in den USA Halbleiter zu produzieren, die sonst ins Ausland gegangen wären", betonte er zudem.

Die Nachfrage nach Halbleitern war während der Corona-Pandemie stark gestiegen, was - verschärft durch Werksschließungen in China wegen dortiger Lockdowns - zu weltweiten Engpässen führte. Die US-Wirtschaft, deren Anteil an der weltweiten Halbleiterproduktion in den vergangenen Jahren zugunsten Asiens stark zurückgegangen war, litt darunter besonders.

(B.Izyumov--DTZ)

Empfohlen

65 Jahre Mauerbau: Warnungen vor DDR-Verklärung und Gefährung der Demokratie

Aufforderungen zur Verteidigung der Demokratie und Warnungen vor einer Verklärung der DDR-Geschichte haben am Donnerstag das Gedenken zum 65. Jahrestag des Mauerbaus geprägt. "Die Lektion der Mauer bleibt: Freiheit und Demokratie sind nicht selbstverständlich. Wir müssen immer dafür kämpfen", schrieb Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) auf X. Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) warnte vor "Gleichgültigkeit und Desinteresse" gegenüber den aktuellen Gefahrdungen der Demokratie.

Klöckner weist zu Jahrestag des Mauerbaus auf Spaltungen zwischen Ost und West hin

Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) hat zum 65. Jahrestag des Baus der Berliner Mauer auf fortbestehende Spaltungen zwischen Ost und West hingewiesen. "Die Mauer hat in Deutschland Spuren gezogen, die unsere Wege heute noch beeinflussen", sagte Klöckner am Donnerstag in ihrer Ansprache bei der Gedenkveranstaltung in Berlin. Selbst bei denen, die erst nach dem Mauerfall geboren wurden, wirke sie nach.

Sonnenfinsternis legt Verkehr in Bremen lahm: Polizei erfasst rund hundert Verstöße

Die Sonnenfinsternis vom Mittwochabend hat in Bremen teils den Verkehr lahm gelegt und einen größeren Polizeieinsatz ausgelöst. Rund um einen beliebten Aussichtspunkt im Norden der Stadt staute sich der Verkehr zeitweise bis auf die Autobahn 27 zurück, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Teils seien Fahrzeuge auf der Autobahn geparkt worden. Insgesamt erfasste die Polizei 110 Verkehrsverstöße.

65 Jahre Mauerbau: Opferbeauftragte warnt vor Verklärung der DDR

Zum 65. Jahrestag des Mauerbaus hat die SED-Opferbeauftragte Evelyn Zupke vor einer zunehmenden Verklärung der DDR gewarnt. "Einigen erscheint die DDR zunehmend schöner, je länger sie zurückliegt", sagte Zupke der "Rheinischen Post" (Donnerstagsausgabe). "Dabei wird ausgeblendet, wie das Leben in der DDR tatsächlich war."

Textgröße ändern: