Deutsche Tageszeitung - Experten: E-Lkw überholen ab 2035 bei Neuzulassungen konventionelle Fahrzeuge

Experten: E-Lkw überholen ab 2035 bei Neuzulassungen konventionelle Fahrzeuge


Experten: E-Lkw überholen ab 2035 bei Neuzulassungen konventionelle Fahrzeuge
Experten: E-Lkw überholen ab 2035 bei Neuzulassungen konventionelle Fahrzeuge / Foto: © Nikola Motor/AFP/Archiv

Im Jahr 2035 werden mehr als die Hälfte der neuzugelassenen Lkw in Europa, den USA und China nach Einschätzung der Beratungsfirma McKinsey elektrisch betrieben sein. "Die Nutzfahrzeugindustrie steht in den Startlöchern, was die Dekarbonisierung ihrer Fahrzeuge angeht", erklärte der Ko-Autor der am Montag vorgestellten Studie, Bernd Heid. Bereits ab 2030 werden demnach CO2-arme Nutzfahrzeuge kostengünstiger sein als solche mit Verbrennermotor.

Textgröße ändern:

Die Untersuchung geht davon aus, dass bis 2040 der Anteil der E-Nutzfahrzeuge auf über 85 Prozent der Neuzulassungen steigt. Die Umstellung der gesamten Lkw-Flotte auf Batterie- oder Brennstoffzellenbetrieb werde aber deutlich langsamer verlaufen, erklärte Ko-Autor Heid: Es sei davon auszugehen, dass 2030 auf der Straße immer noch neun von zehn Lkws konventionell angetrieben würden, 2040 immer noch sechs von zehn.

"Die Gesamtbetriebskosten sind aus Nutzersicht der wichtigste Parameter bei der Auswahl eines Nutzfahrzeugs", erklärten die Experten. Und ab 2030 würden "batterieelektrische und brennstoffzellenbetriebene Lkw in fast allen Segmenten" kostengünstiger sein als dieselbetriebene Trucks. Bio- oder synthetische Kraftstoffe werden demnach wegen der höheren Kosten eventuell in bestimmten Nischen Anwendung finden.

Die McKinsey-Experten unterstreichen, dass auf Käuferseite großes Interesse an der geplanten Umstellung bestehe. So hätten einer weltweiten Umfrage unter mehr als 400 Flottenbetreibern im Frühjahr 2022 zufolge rund 60 Prozent konkrete Dekarbonisierungsziele festgelegt. Dafür bestehe allerdings weiterhin ein massiver Investitionsbedarf in Produktionskapazitäten und Infrastruktur. Alleine für den Aufbau von Ladestationen und Wasserstofftankstellen seien 450 Milliarden Dollar nötig.

Die Unternehmensberatung McKinsey stellte die Untersuchung zum Beginn der Nutzfahrzeugmesse IAA Transportation am Dienstag in Hannover vor.

(I.Beryonev--DTZ)

Empfohlen

Brand in historischer Burg in Thüringen: Tierbisse an Stromkabel mögliche Ursache

Der Brand der mehr als 800 Jahre alten Runneburg in Thüringen ist nach ersten Erkenntnissen womöglich durch Tierbisse an einer Stromleitung verursacht worden. Wie die Polizei in Erfurt am Freitag mitteilte, lokalisierten Brandermittler die wahrscheinliche Ursache in einem ungenutzten Lagerraum. Dort habe es einen technischen Defekt an einer Stromleitung gegeben, die zuvor wohl von einem "Schadnager" angenagt worden sei.

Lange verschollener Hut von Napoleon erstmals öffentlich zu sehen

Ein mehr als hundert Jahre lang verschollener Hut des französischen Kaisers Napoleon Bonaparte ist ab Juni erstmals öffentlich in Frankreich zu sehen: Der Zweispitz ist das Herzstück einer Ausstellung über Napoleons Schwester Caroline Murat in Chantilly nördlich von Paris. Es handle sich um ein "absolut einmaliges" Stück, schwärmte sein Wiederentdecker Jean-Guillaume Parich vom Pariser Musée de l'Armée am Donnerstag bei der Präsentation des Hutes.

Brand in historischer Runneburg in Thüringen verursacht massiven Schaden

Ein Brand hat die mehr als 800 Jahre alte Runneburg in Thüringen schwer beschädigt. Wie die Polizei in Erfurt mitteilte, brach das Großfeuer am späteren Mittwochabend in der mittelalterlichen Burganlage in der Gemeinde Weißensee aus und verursachte nach ersten Erkenntnissen mutmaßlich erheblichen Sachschaden. Die Löscharbeiten dauerten demnach Stunden. Verletzt wurde nach bisherigen Informationen offenbar niemand.

In den USA abgebaute und raffinierte Metalle sowie Seltenerdelemente sollen im Rahmen einer historischen Vereinbarung zwischen American Strategic Minerals und Datavault AI tokenisiert werden

Partnerschaft ebnet den Weg für die Einführung einer internationalen Rohstoffbörse auf Basis einer patentierten KI-PlattformDatavault AI und American Strategic Minerals starten mit der Prägung von bis zu 2 Milliarden $ an durch raffiniertes Antimon gedeckten Stablecoins; darauf folgt die strategische Entwicklung zukünftiger Projekte in den Bereichen Silber, Gold und anderen in den USA raffinierten Seltenen Erden, auf die die Unternehmen ihre Expansion ausgerichtet haben

Textgröße ändern: