Deutsche Tageszeitung - Chiphersteller TSMC plant Baubeginn von Fabrik in Dresden in diesem Jahr

Chiphersteller TSMC plant Baubeginn von Fabrik in Dresden in diesem Jahr


Chiphersteller TSMC plant Baubeginn von Fabrik in Dresden in diesem Jahr
Chiphersteller TSMC plant Baubeginn von Fabrik in Dresden in diesem Jahr / Foto: © AFP

Der taiwanische Chiphersteller TSMC will noch in diesem Jahr mit dem Bau seines Werkes in Dresden beginnen. Das Projekt "startet planmäßig im vierten Quartal dieses Jahres", sagte Konzernchef Mark Liu am Donnerstag bei der Vorstellung der Quartalszahlen in Taipeh. Er gab zugleich die Eröffnung eines neuen Werks in Japan am 24. Februar bekannt. Ein weiteres Projekt in den USA verzögert sich demnach hingegen.

Textgröße ändern:

Für die Ansiedlung in Dresden hat der Konzern milliardenschwere finanzielle Unterstützung mit dem Bundeswirtschaftsministerium vereinbart. Daran hielt das Ministerium auch nach dem Haushaltsurteil zum Klima- und Transformationsfonds - aus dem die Subventionen zur Unternehmensansiedlung ursprünglich bezahlt werden sollten - fest.

TSMC ist einer der wichtigsten Hersteller von Halbleitern weltweit und produzierte bislang fast ausschließlich in Taiwan. Auch vor dem Hintergrund von Spannungen mit China, das Taiwan als abtrünnige Region ansieht, hatte der Konzern begonnen zu expandieren. Die Expansion "basiert auf den Bedürfnissen unserer Kunden und einem notwendigen Maß an staatlichen Subventionen", sagte Liu dazu.

Auch das Werk auf der japanischen Insel Kumamoto wird massiv öffentlich gefördert. Die japanische Regierung hatte im vergangenen Jahr angekündigt, 13 Milliarden Dollar für den Ausbau heimischer Produktion von Halbleitern bereit zu stellen, ein Teil davon geht an TSMC. Zu einem zweiten Werk in Japan laufen noch Verhandlungen zwischen der Regierung und dem Unternehmen.

Eine Fertigungsanlage im US-Bundesstaat Arizona ist laut Liu "auf dem richtigen Weg zur Massenproduktion" in der ersten Hälfte des Jahres 2025. Finanzvorstand Wendell Huang sagte später jedoch, dass ein zweites in Arizona geplantes Werk sich bis 2027 oder 2028 verzögern werde. Das ist ein Rückschlag für US-Präsident Joe Biden, der sich vor dem Hintergrund der geopolitischen Spannungen zwischen Washington und Peking um die Ansiedlung weiterer Produktionsstätten von TSMC bemüht hatte.

(A.Nikiforov--DTZ)

Empfohlen

Chief Executive Officer und President von Datavault AI veröffentlicht einen Brief an die Aktionäre, in dem er die Erfolge des Jahres 2025 und den Ausblick für 2026 hervorhebt

Datavault AI hat im vierten Quartal 2025 Tokenisierungs- und Technologielizenzvereinbarungen im Wert von 49 Mio. Dollar unterzeichnet, die sich auf den Umsatz der Geschäftsjahre 2025 und 2026 auswirken.Umsatz: Datavault AI erwartet für das Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von mindestens 30 Mio. Dollar, verglichen mit 2,7 Mio. Dollar im Geschäftsjahr 2024. Dies entspricht einer Steigerung unseres Umsatzes um mehr als 1.000 % gegenüber 2024.Das Unternehmen expandiert weiter, um kurz- und langfristig einen erheblichen Anstieg unseres Cashflows und unserer Erträge zu erzielen, mit einem Umsatzziel von mindestens 200 Mio. Dollar für 2026.

Infineon stockt Investitionen in neue Halbleiterfabrik wegen KI-Booms auf

Wegen des Booms bei Rechenzentren für Künstliche Intelligenz (KI) stockt der Halbleiterhersteller Infineon seine Investitionen deutlich auf. Wie Infineon am Mittwoch ankündigte, sind im laufenden Geschäftsjahr bis Ende September in diesem Bereich nun Investitionen in Höhe von rund 2,7 Milliarden Euro vorgesehen - eine halbe Milliarde Euro mehr als bisher geplant. Ein großer Teil davon soll demnach auf einen "schnelleren Hochlauf" der Halbleiterfabrik "Smart Power Fab" in Dresden entfallen.

Telekom eröffnet mit Nvidia ausgebautes KI-Rechenzentrum in München

Die Deutsche Telekom nimmt am Mittwoch in München eine der nach ihren Angaben "größten KI-Fabriken in Europa" in Betrieb. An der Eröffnungszeremonie nimmt auch Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) teil und hält um 15.00 Uhr eine Rede. Die Telekom baute die Rechenfabrik zusammen mit dem US-Chiphersteller Nvidia aus, maßgeblich beteiligt ist zudem der SAP-Konzern, der Softwarelösungen beisteuert.

Immuntherapie von Axon Neuroscience für eine bahnbrechende klinische Studie zur Kombinationstherapie bei Alzheimer in den USA ausgewählt, die mit einer Förderung in Höhe von 151 Mio. USD unterstützt wird

Die aktive Tau-Immuntherapie AADvac1 von Axon Neuroscience wurde als erste auf Tau ausgerichtete Therapie für eine bahnbrechende klinische Phase-2-Studie zu Alzheimer in den USA (unterstützt durch eine Förderung in Höhe von 151 Mio. USD) und gleichzeitig für eine neue Plattformstudie zur progressiven supranukleären Lähmung (PSP) (unterstützt durch eine Förderung in Höhe von 75 Mio. USD) ausgewählt

Textgröße ändern: