Deutsche Tageszeitung - Nach drei Jahren auf dem Mars: Mini-Hubschrauber "Ingenuity" fliegt nicht mehr

Nach drei Jahren auf dem Mars: Mini-Hubschrauber "Ingenuity" fliegt nicht mehr


Nach drei Jahren auf dem Mars: Mini-Hubschrauber "Ingenuity" fliegt nicht mehr
Nach drei Jahren auf dem Mars: Mini-Hubschrauber "Ingenuity" fliegt nicht mehr / Foto: © NASA/AFP/Archiv

Der von der Nasa auf den Mars geschickte Mini-Hubschrauber "Ingenuity" fliegt nicht mehr. Das Fluggerät habe Schäden "an einem oder mehreren" Rotorblättern erlitten, teilte die US-Raumfahrtbehörde am Donnerstag mit. Nach 72 Flügen auf dem Roten Planeten sei "Ingenuity" nicht mehr in der Lage zu fliegen. Der Mini-Hubschrauber war im Februar 2021 zusammen mit dem Rover "Perseverance" auf dem Mars gelandet.

Textgröße ändern:

"Was 'Ingenuity' geleistet hat, übertrifft bei weitem alles, was wir für möglich gehalten haben", sagte Nasa-Chef Bill Nelson in einem Video. Mit dem Mini-Hubschrauber sei "der Weg geöffnet worden für künftige Flüge in unserem Sonnensystem".

"Ingenuity" hatte bei seinem letzten Flug in der vergangenen Woche eine Höhe von zwölf Metern erreicht - kurz vor seiner Landung brach der Kontakt des Mars-Rovers "Perseverance" zu dem Mini-Hubschrauber aber plötzlich ab. Den Nasa-Experten gelang es zwar, die Verbindung wieder herzustellen, aber fliegen kann "Ingenuity" nach ihren Erkenntnissen nun nicht mehr.

Der einer Drohne ähnelnde Hubschrauber war im Februar 2021 zusammen mit dem Rover "Perseverance" auf dem Roten Planeten gelandet und unterstützte diesen als "Aufklärer aus der Luft" bei der Suche nach Anzeichen für ein mögliches Leben auf dem Mars. Die von "Ingenuity" gesammelten Daten wurden von "Perseverance" zur Erde gesendet.

Zu Beginn der Mission wurde als ursprüngliches Ziel für den nur 1,8 Kilogramm schweren Hubschrauber ausgegeben, innerhalb von 30 Tagen auf dem Mars 50 Flüge zu absolvieren. Dies hat er mit seinen nunmehr 72 Flügen weit übertroffen. Insgesamt legte "Ingenuity" mehr als 17 Kilometer zurück und erreichte Höhen von bis zu 24 Metern.

(L.Barsayjeva--DTZ)

Empfohlen

65 Jahre Mauerbau: Warnungen vor DDR-Verklärung und Gefährung der Demokratie

Aufforderungen zur Verteidigung der Demokratie und Warnungen vor einer Verklärung der DDR-Geschichte haben am Donnerstag das Gedenken zum 65. Jahrestag des Mauerbaus geprägt. "Die Lektion der Mauer bleibt: Freiheit und Demokratie sind nicht selbstverständlich. Wir müssen immer dafür kämpfen", schrieb Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) auf X. Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) warnte vor "Gleichgültigkeit und Desinteresse" gegenüber den aktuellen Gefahrdungen der Demokratie.

Klöckner weist zu Jahrestag des Mauerbaus auf Spaltungen zwischen Ost und West hin

Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) hat zum 65. Jahrestag des Baus der Berliner Mauer auf fortbestehende Spaltungen zwischen Ost und West hingewiesen. "Die Mauer hat in Deutschland Spuren gezogen, die unsere Wege heute noch beeinflussen", sagte Klöckner am Donnerstag in ihrer Ansprache bei der Gedenkveranstaltung in Berlin. Selbst bei denen, die erst nach dem Mauerfall geboren wurden, wirke sie nach.

Sonnenfinsternis legt Verkehr in Bremen lahm: Polizei erfasst rund hundert Verstöße

Die Sonnenfinsternis vom Mittwochabend hat in Bremen teils den Verkehr lahm gelegt und einen größeren Polizeieinsatz ausgelöst. Rund um einen beliebten Aussichtspunkt im Norden der Stadt staute sich der Verkehr zeitweise bis auf die Autobahn 27 zurück, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Teils seien Fahrzeuge auf der Autobahn geparkt worden. Insgesamt erfasste die Polizei 110 Verkehrsverstöße.

65 Jahre Mauerbau: Opferbeauftragte warnt vor Verklärung der DDR

Zum 65. Jahrestag des Mauerbaus hat die SED-Opferbeauftragte Evelyn Zupke vor einer zunehmenden Verklärung der DDR gewarnt. "Einigen erscheint die DDR zunehmend schöner, je länger sie zurückliegt", sagte Zupke der "Rheinischen Post" (Donnerstagsausgabe). "Dabei wird ausgeblendet, wie das Leben in der DDR tatsächlich war."

Textgröße ändern: