Deutsche Tageszeitung - Opfer politischer Verfolgung in DDR sollen besser entschädigt werden

Opfer politischer Verfolgung in DDR sollen besser entschädigt werden


Opfer politischer Verfolgung in DDR sollen besser entschädigt werden
Opfer politischer Verfolgung in DDR sollen besser entschädigt werden / Foto: © AFP/Archiv

Opfer von politischer Verfolgung in der früheren DDR sollen besser entschädigt werden. Der Bundesrat stimmte am Freitag einem Gesetz zu, das unter anderem eine höhere Opferrente und eine Entschädigung für Zwangsumsiedlungen vorsieht. Die monatliche Opferrente soll von bisher 330 Euro auf 400 Euro steigen.

Textgröße ändern:

Nach der Erhöhung ist eine Dynamisierung der Rentensätze vorgesehen, die Zahlung soll zudem nicht mehr an eine Bedürftigkeit gekoppelt sein. Nach Angaben der Bundesregierung beziehen derzeit rund 38.000 Menschen diese Opferrente.

Das neue Gesetz sieht außerdem vor, dass Opfer von Zwangsaussiedlung aus dem Gebiet der früheren innerdeutschen Grenze der DDR Anspruch auf eine Einmalzahlung von 7500 Euro haben. Die Bundesregierung geht hier von etwa 400 bis 800 Berechtigten aus.

Vereinfacht werden soll die Anerkennung gesundheitlicher Folgeschäden bei SED-Opfern. Liegen bei ihnen bestimmte Schädigungen vor, soll von einem ursächlichen Zusammenhang ausgegangen werden.

Vorgesehen ist zudem, dass die Stiftung für ehemalige politische Verfolgte Leistungen aus einem geplanten Härtefallfonds beziehen kann. Hintergrund ist, dass die Möbelhauskette Ikea angekündigt hatte, diesem Fonds sechs Millionen Euro zur Verfügung zu stellen. Eine unabhängige Untersuchung hatte ergeben, dass in der DDR politische Häftlinge und Strafgefangene unter Zwang Möbel für den Konzern herstellen mussten.

(W.Budayev--DTZ)

Empfohlen

Anthropics KI-Modell Claude gab US-Polizei falschen Hinweis zu Mordfall

Eine Künstliche Intelligenz (KI) des Unternehmens Anthropic hat der US-Polizei einen falschen Hinweis zu einem Mordfall gegeben. Der gefälschte Tipp sei im Juli auf der Website PhillyUnsolvedMurders.com eingegangen, berichtete die Polizei in Philadelphia am Freitag (Ortszeit). Die Behörde warf Anthropic vor, sie erst mit zwei Monaten Verspätung über den Vorfall informiert zu haben.

IROS 2026 | PaXini präsentiert seine umfassende taktile Strategie für physische KI

PITTSBURGH, PA / ACCESS Newswire / 8. Oktober 2026 / Während sich Forscher und Branchenführer aus aller Welt in Pittsburgh zur IROS 2026 (27. September bis 1. Oktober) versammelten, um sich mit der Skalierung physischer KI auseinanderzusetzen, stand PaXini AI im Mittelpunkt: Das Unternehmen präsentierte sein umfassendes (Full-Stack) Produktportfolio - von Chips bis hin zu humanoiden Robotern - und veranstaltete die GEEN 2026 · IROS, die „Global Embodied Ecosystem Night". Die Veranstaltung war nicht nur ein Austausch, sondern ein Branchentreffen mit Schwerpunkt auf dem Einsatz verkörperter Intelligenz.

Spiegelmoleküle: Nobelpreis für Chemie geht an Forscher aus Frankreich und Japan

Der diesjährige Nobelpreis für Chemie geht an den französischen Forscher Henri Kagan und seinen japanischen Kollegen Kenso Soai. Mit der Auszeichnung solle die Forschung der beiden 95 und 76 Jahre alten Wissenschaftler zur "asymmetrischen organischen Synthese" gewürdigt werden, teilte das das Nobelkomitee am Mittwoch in Stockholm mit. Ihre Erkenntnisse spielten etwa für die Pharmaindustrie eine bedeutende Rolle.

Nobelpreis für Chemie geht an Forscher aus Frankreich und Japan

Der diesjährige Nobelpreis für Chemie geht an den französischen Forscher Henri Kagan und seinen japanischen Kollegen Kenso Soai. Dies gab das Nobelkomitee am Mittwoch in Stockholm bekannt. Mit der Auszeichnung solle die Forschung der beiden Wissenschaftler zur "asymmetrischen organischen Synthese" gewürdigt werden. Ihre Erkenntnisse spielten etwa für die Pharmaindustrie eine bedeutende Rolle.

Textgröße ändern: