Deutsche Tageszeitung - Bayern und Baden-Württemberg sowie Bremen fordern mehr Investitionen in Raumfahrt

Bayern und Baden-Württemberg sowie Bremen fordern mehr Investitionen in Raumfahrt


Bayern und Baden-Württemberg sowie Bremen fordern mehr Investitionen in Raumfahrt
Bayern und Baden-Württemberg sowie Bremen fordern mehr Investitionen in Raumfahrt / Foto: © AFP/Archiv

Die Bundesländer Bayern, Baden-Württemberg und Bremen haben in einer gemeinsamen Initiative mehr Investitionen Deutschlands in die deutsche Raumfahrt und die Europäische Weltraumorganisation ESA gefordert. Für die ESA sollten im Zeitraum 2026 bis 2028 jährlich zwei Milliarden Euro fließen, für das nationale Raumfahrtprogramm solle es pro Jahr eine Milliarde Euro sein, forderten Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU), Baden-Württembergs Regierungschef Winfried Kretschmann (Grüne) und Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) am Donnerstag gemeinsam in Berlin.

Textgröße ändern:

Kretschmann sagte: "Wenn wir heute die Bundesregierung auffordern, mehr Geld für die ESA und das nationale Raumfahrtprogramm bereitzustellen, dann fordern wir Investitionen, die sich mehrfach auszahlen - und zwar für alle." Die Investitionen seien für die Sicherheit notwendig, aber das moderne Leben funktioniere auch insgesamt nicht ohne Raumfahrt.

Söder sagte, global gesehen gebe es derzeit "riesige Investitionsschübe". "Der Wettbewerb ist knallhart." Deshalb müssten die Investitionen massiv hochgefahren werden. Davon würden alle Bundesländer profitieren, nicht nur die drei an der Initiative beteiligten Länder.

Bovenschulte sagte, Raumfahrt sei "Treiber für Wachstum für Forschung und Innovation". Sie sei auch ein Eckpfeiler der europäischen und nationalen Souveränität und habe viel praktischen Nutzen - ohne Raumfahrt gebe es keine vernünftige Erdbeobachtung.

Bovenschulte verwies auf die im November in Bremen stattfindende europäische Raumfahrtkonferenz. Dort werde sich entscheiden, ob Deutschland im Fahrersitz bei der weiteren Entwicklung der Raumfahrt sitzen wolle oder im Beifahrersitz. Die drei Ministerpräsidenten seien "sehr dafür, dass wir das Thema deutlich voranbringen".

Besorgt zeigten sich die drei Länderchefs zur Entwicklung der US-Raumfahrtbehörde Nasa. Bovenschulte sagte, es sei "keine gute Nachricht", dass deren Budget gekürzt werden solle. Auch sein Bundesland könne wegen bestehender Kooperationen davon betroffen sein. Söder sagte: "Eine Nasa, die abgewickelt wird, das würde das Weltbild von mir sehr erschüttern." Auch das sei ein Grund dafür, dass die europäische Raumfahrtbehörde jetzt sehr viel stärker werde - diese könne auch andere Kooperationen suchen.

(M.Dorokhin--DTZ)

Empfohlen

Infineon stockt Investitionen in neue Halbleiterfabrik wegen KI-Booms auf

Wegen des Booms bei Rechenzentren für Künstliche Intelligenz (KI) stockt der Halbleiterhersteller Infineon seine Investitionen deutlich auf. Wie Infineon am Mittwoch ankündigte, sind im laufenden Geschäftsjahr bis Ende September in diesem Bereich nun Investitionen in Höhe von rund 2,7 Milliarden Euro vorgesehen - eine halbe Milliarde Euro mehr als bisher geplant. Ein großer Teil davon soll demnach auf einen "schnelleren Hochlauf" der Halbleiterfabrik "Smart Power Fab" in Dresden entfallen.

Telekom eröffnet mit Nvidia ausgebautes KI-Rechenzentrum in München

Die Deutsche Telekom nimmt am Mittwoch in München eine der nach ihren Angaben "größten KI-Fabriken in Europa" in Betrieb. An der Eröffnungszeremonie nimmt auch Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) teil und hält um 15.00 Uhr eine Rede. Die Telekom baute die Rechenfabrik zusammen mit dem US-Chiphersteller Nvidia aus, maßgeblich beteiligt ist zudem der SAP-Konzern, der Softwarelösungen beisteuert.

Immuntherapie von Axon Neuroscience für eine bahnbrechende klinische Studie zur Kombinationstherapie bei Alzheimer in den USA ausgewählt, die mit einer Förderung in Höhe von 151 Mio. USD unterstützt wird

Die aktive Tau-Immuntherapie AADvac1 von Axon Neuroscience wurde als erste auf Tau ausgerichtete Therapie für eine bahnbrechende klinische Phase-2-Studie zu Alzheimer in den USA (unterstützt durch eine Förderung in Höhe von 151 Mio. USD) und gleichzeitig für eine neue Plattformstudie zur progressiven supranukleären Lähmung (PSP) (unterstützt durch eine Förderung in Höhe von 75 Mio. USD) ausgewählt

Fusion von KI-Firma xAI mit SpaceX: Musk will Datenzentren im Weltall schaffen

Der Milliardär Elon Musk will Datenzentren im Weltall schaffen und hat dafür zwei seiner Unternehmen zusammengelegt: Das US-Raumfahrtunternehmen SpaceX übernahm die Firma xAI, die sich mit Künstlicher Intelligenz (KI) beschäftigt. SpaceX plane, Satelliten im Weltraum als Datenzentren einzusetzen und mit ihrer Hilfe Solarenergie zu produzieren, um den wachsenden Energiebedarf der KI-Infrastruktur auf der Erde abzudecken, erklärte Musk am Montag. Das Projekt sei "der ehrgeizigste Innovationsmotor auf (und über) der Erde".

Textgröße ändern: