Deutsche Tageszeitung - Primaten: Meist keine klare Dominanz von Männchen oder Weibchen

Primaten: Meist keine klare Dominanz von Männchen oder Weibchen


Primaten: Meist keine klare Dominanz von Männchen oder Weibchen
Primaten: Meist keine klare Dominanz von Männchen oder Weibchen / Foto: © AFP/Archiv

Die Machtverhältnisse zwischen Männchen und Weibchen bei Primaten sind nicht so eindeutig wie gedacht. Forscher und Forscherinnen fanden bei der Analyse von mehr als 120 Affenarten heraus, dass in den meisten Fällen keines der Geschlechter eine klare Dominanz über das andere hat, wie das Max-Planck-Institut (MPI) für evolutionäre Anthropologie in Leipzig am Montag berichtete.

Textgröße ändern:

Lange war angenommen worden, dass Macht bei Primaten tendenziell bei Männchen liegt und Weibchen nur in Ausnahmen dominieren. Die Studie von Forschenden der Universität Montpellier, des MPI in Leipzig und des Deutschen Primatenzentrums in Göttingen hinterfragte dies nun.

Demnach bestimmen evolutionäre Faktoren, wer in welchen Situationen Macht hat. Männchen dominieren, wenn sie sich mit mehreren Weibchen paaren, sich vor allem auf dem Boden bewegen, physisch stärker sind und größere Zähne haben.

Weibliche Macht wird demnach vor allem bei Arten beobachtet, bei denen die Weibchen monogam sind, eine ähnliche Körpergröße wie die Männchen haben oder hauptsächlich in Bäumen nach Nahrung suchen. Zudem wird weibliche Dominanz in Situationen begünstigt, in denen Weibchen einem intensiven Wettbewerb um Ressourcen ausgesetzt sind.

Während Primatenmännchen ihre Macht durch körperliche Gewalt und Zwang erlangen, beruht die Macht der Weibchen den Forschenden zufolge auf alternativen Wegen. Dazu gehören Fortpflanzungstrategien, etwa die Entscheidung, ob sie sich mit einem bestimmten Männchen paaren wollen oder nicht.

Der Mensch ähnelt dem Bericht zufolge dagegen Arten, bei denen die Beziehungen differenzierter sind und Individuen beider Geschlechter Macht erlangen können. Die Beziehung zwischen den Geschlechtern beim Menschen beruht demnach vor allem auf kulturellen Faktoren und ist kein Erbe der Evolution.

(Y.Ignatiev--DTZ)

Empfohlen

Nach PHP-Sicherheitslücke: Wildberger sieht "neues Zeitalter der Cybersicherheit" 

Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) hat sich für einen stärkeren Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) ausgesprochen, um Sicherheitslücken bei Internetseiten zu schließen. "Wir stehen am Beginn eines neuen Zeitalters der Cybersicherheit", sagte Wildberger dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Montagsausgabe). KI-basierte Tools könnten dabei helfen, "Schwachstellen schneller und präziser aufzuspüren als je zuvor". Im digitalen Raum gehe es jetzt um Geschwindigkeit, um Sicherheitslücken rechtzeitig zu schließen.

Kehlsteinhaus am Obersalzberg abgebrannt: Verdächtiger festgenommen

Das für Adolf Hitler gebaute Kehlsteinhaus im früheren Nazi-Sperrgebiet Obersalzberg in Berchtesgaden ist niedergebrannt. Die Ermittler gehen von Brandstiftung aus. Ein 33-jähriger Verdächtiger wurde festgenommen und soll in einer Psychiatrie untergebracht werden, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Die Löscharbeiten gestalteten sich aufgrund des in rund 1800 Metern Höhe liegenden Brandorts und des Wetters als äußerst schwierig, sie dauerten am Samstagnachmittag noch an. Verletzt wurde aber niemand.

HotelKey gibt strategische Veränderungen in der Führungsspitze bekannt, um die globale Präsenz auszubauen und die operative Exzellenz voranzutreiben

Strategische Ernennungen in den Bereichen Finanzen, internationale Geschäftstätigkeit und Marketing bereiten den Marktführer im Bereich Hospitality-Technologie auf seine nächste Phase des weltweiten Wachstums vor.

GA-ASI geht Partnerschaft mit Spirit Defense zur Produktion des FQ-42-CCA ein

SAN DIEGO, KALIFORNIEN / ACCESS Newswire / 23. Oktober 2026 / General Atomics Aeronautical Systems, Inc. (GA-ASI), der weltweit führende Anbieter von unbemannten Flugsystemen (UAS), gibt heute seine Partnerschaft mit Spirit Defense, einem Unternehmen der Boeing Company, bekannt, um die Produktion der Flugzeugzelle des neuen Collaborative Combat Aircraft (CCA) vom Typ FQ-42 Vengeance zu unterstützen. Im Juni erhielt GA-ASI von der U.S. Air Force (USAF) den Auftrag zur Produktion des FQ-42. In seiner Rolle als Partner für die Konstruktion und den Bau des Rumpfs bündelt Spirit Defense seine Kompetenzen in den Bereichen Engineering und fortschrittliche Fertigung, um das Programm vom Entwurf bis zur Produktion zu unterstützen.

Textgröße ändern: