Deutsche Tageszeitung - Hochschulen in Deutschland: Zahl der Promovierenden um vier Prozent gestiegen

Hochschulen in Deutschland: Zahl der Promovierenden um vier Prozent gestiegen


Hochschulen in Deutschland: Zahl der Promovierenden um vier Prozent gestiegen
Hochschulen in Deutschland: Zahl der Promovierenden um vier Prozent gestiegen / Foto: © AFP/Archiv

Die Zahl der Promovierenden an den deutschen Hochschulen ist im vergangenen Jahr um vier Prozent gestiegen. Im Jahr 2024 befanden sich 212.400 Menschen in einem laufenden Promotionsverfahren, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Der Frauenanteil blieb im Vergleich zum Vorjahr fast unverändert bei 49 Prozent. Wer 2024 an einer Doktorarbeit schrieb, war im Schnitt 31 Jahre alt.

Textgröße ändern:

Ein Viertel (25 Prozent) hatten eine ausländische Staatsangehörigkeit. Mehr als jede vierte Promotion entfiel auf den Bereich Humanmedizin/Gesundheitswissenschaften. Auf dem zweiten Platz folgte die Fächergruppe Mathematik und Naturwissenschaften mit 22 Prozent, dahinter lagen die Ingenieurswissenschaften mit 18 Prozent sowie die Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften mit 16 Prozent.

In den Fächergruppen gab es teils deutliche Unterschiede bei der Geschlechterverteilung. Drei von vier angehenden Doktoren in den Ingenieurswissenschaften waren Männer. Hingegen waren zwei Drittel der Promovierenden in der Gruppe Kunst und Kunstwissenschaften Frauen. Männer promovierten am häufigsten in der Gruppe Ingenieurswissenschaften, Frauen im Bereich Humanmedizin/Gesundheitswissenschaften.

17 Prozent aller Promovierenden entfielen auf gerade einmal vier Hochschulen. Auf dem ersten Platz landete mit fünf Prozent aller Promovierenden die Ludwig-Maximilians-Universität München. Dahinter folgten die Technische Universität München, die Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg und die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen mit jeweils vier Prozent.

(W.Budayev--DTZ)

Empfohlen

65 Jahre Mauerbau: Warnungen vor DDR-Verklärung und Gefährung der Demokratie

Aufforderungen zur Verteidigung der Demokratie und Warnungen vor einer Verklärung der DDR-Geschichte haben am Donnerstag das Gedenken zum 65. Jahrestag des Mauerbaus geprägt. "Die Lektion der Mauer bleibt: Freiheit und Demokratie sind nicht selbstverständlich. Wir müssen immer dafür kämpfen", schrieb Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) auf X. Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) warnte vor "Gleichgültigkeit und Desinteresse" gegenüber den aktuellen Gefahrdungen der Demokratie.

Klöckner weist zu Jahrestag des Mauerbaus auf Spaltungen zwischen Ost und West hin

Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) hat zum 65. Jahrestag des Baus der Berliner Mauer auf fortbestehende Spaltungen zwischen Ost und West hingewiesen. "Die Mauer hat in Deutschland Spuren gezogen, die unsere Wege heute noch beeinflussen", sagte Klöckner am Donnerstag in ihrer Ansprache bei der Gedenkveranstaltung in Berlin. Selbst bei denen, die erst nach dem Mauerfall geboren wurden, wirke sie nach.

Sonnenfinsternis legt Verkehr in Bremen lahm: Polizei erfasst rund hundert Verstöße

Die Sonnenfinsternis vom Mittwochabend hat in Bremen teils den Verkehr lahm gelegt und einen größeren Polizeieinsatz ausgelöst. Rund um einen beliebten Aussichtspunkt im Norden der Stadt staute sich der Verkehr zeitweise bis auf die Autobahn 27 zurück, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Teils seien Fahrzeuge auf der Autobahn geparkt worden. Insgesamt erfasste die Polizei 110 Verkehrsverstöße.

65 Jahre Mauerbau: Opferbeauftragte warnt vor Verklärung der DDR

Zum 65. Jahrestag des Mauerbaus hat die SED-Opferbeauftragte Evelyn Zupke vor einer zunehmenden Verklärung der DDR gewarnt. "Einigen erscheint die DDR zunehmend schöner, je länger sie zurückliegt", sagte Zupke der "Rheinischen Post" (Donnerstagsausgabe). "Dabei wird ausgeblendet, wie das Leben in der DDR tatsächlich war."

Textgröße ändern: