Deutsche Tageszeitung - Primatenforscherin Jane Goodall im Alter von 91 Jahren gestorben

Primatenforscherin Jane Goodall im Alter von 91 Jahren gestorben


Primatenforscherin Jane Goodall im Alter von 91 Jahren gestorben
Primatenforscherin Jane Goodall im Alter von 91 Jahren gestorben / Foto: © DDP/AFP/Archiv

Die britische Primatenforscherin und Umweltaktivistin Jane Goodall ist tot. Wie ihr Institut am Mittwoch mitteilte, starb sie im Alter von 91 Jahren im US-Bundesstaat Kalifornien. Goodall sei während einer Vortragsreise durch die USA "eines natürlichen Todes gestorben", erklärte das Institut.

Textgröße ändern:

Goodall hatte im Alter von 26 Jahren mit der Erforschung von Schimpansen begonnen. Jahrelang lebte sie bei den Menschenaffen im Gombe-Park im Westen Tansanias. 1977 gründete sie das Jane-Goodall-Institut, zu dessen Zielen der Schutz der Biodiversität und die Förderung nachhaltiger Entwicklung zählen.

Goodall war die erste Forscherin, die den Schimpansen Namen statt Nummern gab. Während ihrer Forschungen ahmte sie die Schimpansen nach, saß mit ihnen auf Bäumen und teilte ihre Bananen. Sie war auch die erste Wissenschaftlerin, die beobachtete, dass Menschenaffen wie Menschen Werkzeuge benutzen und Gefühle empfinden.

Ihr Kollege und Freund, der Naturforscher David Attenborough, sagte 2010 gegenüber der britischen Zeitung "Daily Telegraph", Goodall sei "eine Frau, die die Welt der Zoologie auf den Kopf gestellt hat".

Goodall ist auch Autorin zahlreicher Bücher. 2010 wurde ihrem Lebenswerk der Dokumentarfilm "Rückkehr nach Gombe" gewidmet. 2021 wurde sie für ihr Lebenswerk mit dem Preis der John-Templeton-Stiftung ausgezeichnet.

(U.Beriyev--DTZ)

Empfohlen

Wissenschaftler: Intensität der derzeitigen Hitzewelle hängt "eindeutig" mit Klimawandel zusammen

Die Intensität der derzeitigen Hitzewelle in Europa hängt nach Einschätzung einer Wissenschaftlergruppe mit dem Klimawandel zusammen. "Der Klimawandel ist eindeutig dafür verantwortlich", heißt es in einer am Freitag veröffentlichten Studie der internationalen Forschungsgruppe World Weather Attribution (WWA). Die natürliche Wärmephase durch das Wetterphänomen El Niño spiele hingegen "keine Rolle bei der Steigerung der Hitze". Die derzeitigen extrem hohen Temperaturen am Tag und in der Nacht wären den Forschern zufolge zu diesem Zeitpunkt im Jahr vor 50 Jahren "praktisch unmöglich" gewesen.

Wenn Daten das Bauchgefühl schlagen

Was Unternehmen vom größten Sportdatenprojekt der Fußballgeschichte lernen können

Tusk ruft Polen und Ukrainer zu "gegenseitigem Respekt" angesichts der Geschichte auf

Angesichts des jüngsten Streits um die Weltkriegsvergangenheit hat der polnische Ministerpräsident Donald Tusk seine Landsleute und die Ukrainer zu "gegenseitigem Respekt" aufgerufen. "Wir können die Zukunft nur auf der Wahrheit, dem gegenseitigen Repekt und dem Verständnis der Geschichte aufbauen", sagte Tusk am Donnerstag bei der Eröffnung der Ukraine-Wiederaufbaukonferenz in Danzig.

Zahl der vergebenen Deutschlandstipendien leicht gestiegen

Die Zahl der mit einem Deutschlandstipendium geförderten Stipendiatinnen und Stipendiaten ist leicht um 1,5 Prozent gestiegen. 2025 erhielten 33.500 Studierende ein solches Stipendium, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Ihr Anteil an allen Studierenden lag im Wintersemester 2025/2026 voraussichtlich bei 1,2 Prozent. Mit dem Deutschlandstipendium werden seit 2011 Studierende gefördert, deren Werdegang herausragende Leistungen im Studium und Beruf erwarten lassen.

Textgröße ändern: