Deutsche Tageszeitung - Mit Hilfe von KI: Verstorbener Val Kilmer soll wieder auf die Leinwand kommen

Mit Hilfe von KI: Verstorbener Val Kilmer soll wieder auf die Leinwand kommen


Mit Hilfe von KI: Verstorbener Val Kilmer soll wieder auf die Leinwand kommen
Mit Hilfe von KI: Verstorbener Val Kilmer soll wieder auf die Leinwand kommen / Foto: © GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP/Archiv

Der im vergangenen Jahr verstorbene US-Filmstar Val Kilmer könnte bald wieder im Kino zu sehen sein - mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz (KI). Der Schauspieler habe es ihm erlaubt, ihn mit KI-Tools virtuell wieder zum Leben zu erwecken, sagte der Regisseur und Produzent Coerte Voorhees laut Medienberichten vom Mittwoch (Ortszeit).

Textgröße ändern:

Kilmer sollte in Voorhees Film "As Deep as the Grave" über eine bekannte Archäologin einen katholischen Priester spielen. "Er war der Schauspieler, den ich für diese Rolle wollte", sagte Voorhees dem Magazin "Variety". Später sei er aber zu krank geworden, um mit den Dreharbeiten zu beginnen. Kilmers Familie habe ihm Videobilder zur Verfügung gestellt, die für seine KI-Version verwendet werden sollen, führte Voorhees weiter aus.

Das Projekt dürfte bei vielen in Hollywood auf Argwohn stoßen - schließlich befürchten Schauspieler und Autoren seit langem, dass Künstliche Intelligenz viele ihrer Arbeitsplätze ersetzen könnte.

Bei Kilmer war bereits früher KI zum Einsatz gekommen. So hatte er zwar im Film "Top Gun: Maverick" aus dem Jahr 2022 mitgespielt. In Folge einer Kehlkopfkrebs-Erkrankung hatte er aber seine Stimme verloren, die damals mit Hilfe von KI in den Film eingefügt wurde.

(V.Varonivska--DTZ)

Empfohlen

Branchenverbände schlagen System zur Kennzeichnung von KI-erzeugter Musik vor

Mehrere Branchenverbände haben ein System zur Kennzeichnung von Musik vorgestellt, die ganz oder teilweise mit Künstlicher Intelligenz (KI) erschaffen wurde. "Die Fans wollen wissen, ob und wie generative KI genutzt wurde", erklärten der internationale Musikindustrie-Verband IFPI und der Verband der Musikindustrie in Amerika (RIAA) am Freitag. Der Initiative haben sich sechs weitere Vereinigungen angeschlossen.

Monopolkommission kritisiert "Labyrinth" bei Stromhilfen - und sieht KI-Defizite

Bei den Strompreisen in Deutschland ist nach Auffassung der Monopolkommission eine breite Entlastung sinnvoller als ein "Labyrinth der Sonderregeln". Die Bundesrepublik habe über die Jahre ein System aufgebaut, "das kaum noch zu überblicken ist und vor allem große Verbraucher begünstigt, während kleinere Unternehmen oft leer ausgehen", erklärte das unabhängige Expertengremium, das die Bundesregierung in Wettbewerbsfragen berät und am Donnerstag sein neues Hauptgutachten vorlegte.

Trump meidet bei Abflug vom Nato-Gipfel Air Force One aus Katar

US-Präsident Donald Trump hat bei seinem Abflug vom Nato-Gipfel in der Türkei überraschend auf den neuen Luxusflieger aus Katar verzichtet, mit dem er angereist war. Stattdessen hob Trump am Mittwoch mit einer Ausweichmaschine seiner alten Air-Force-One-Flotte aus Ankara ab. Diese landete später für einen Zwischenstopp in Großbritannien. Dort stieg Trump in die Katar-Maschine um. Begleitet wurde dies von Spekulationen, der katarische Flieger habe Sicherheitsmängel und könne zum Ziel eines iranischen Angriffs werden.

OpenAI gibt neues KI-Modell für breite Öffentlichkeit frei

Das US-Unternehmen OpenAI gibt am Donnerstag sein neues leistungsstarkes Modell für Künstliche Intelligenz (KI) für die breite Öffentlichkeit frei. GPT-5.6 soll dann frei zugänglich sein, wie das Unternehmen mitteilte. Auf Druck der US-Regierung hatte OpenAI das Analyse- und Programmiermodell zunächst nur einer begrenzten Zahl heimischer Unternehmen zur Verfügung gestellt.

Textgröße ändern: