Deutsche Tageszeitung - Artemis-Astronauten sehen Mond wie kein Mensch vor ihnen

Artemis-Astronauten sehen Mond wie kein Mensch vor ihnen


Artemis-Astronauten sehen Mond wie kein Mensch vor ihnen
Artemis-Astronauten sehen Mond wie kein Mensch vor ihnen / Foto: © NASA/AFP

Die Astronauten der Artemis-2-Mission haben den Mond aus einer Perspektive gesehen, wie sie nie zuvor ein Mensch auf den Erdtrabanten hatte. Dies berichteten die Crew-Mitglieder am Sonntag per Video, zu diesem Moment hatte ihr Raumschiff etwa zwei Drittel der Reise Richtung Mond zurückgelegt. Die Nasa veröffentlichte ein von den Astronauten gemachtes Foto, auf dem das sogenannte Orientale-Becken des Mondes zu sehen ist. "Diese Mission markiert das erste Mal, dass das gesamte Becken mit bloßem Auge sichtbar ist", erklärte die US-Raumfahrtbehörde.

Textgröße ändern:

"Wir konnten zum ersten Mal die Rückseite des Mondes sehen, und es war einfach spektakulär", sagte US-Astronautin Christina Koch. Der dabei fotografierte Orientale-Krater wird auch als "Grand Canyon" des Mondes bezeichnet. "Es ist ein ganz besonderes Kratergebiet, und bis heute hatte es tatsächlich noch kein Mensch gesehen", sagte Koch in einer Sendung für Kinder in Kanada. "Wir hatten das Privileg, es zu sehen", die gesamte Crew sei darüber begeistert gewesen.

Als die Astronauten am frühen Sonntagmorgen - nach dem vierten Tag ihrer zehntägigen Mission - zu Bett gingen, befanden sie sich laut Nasa mehr als 320.000 Kilometer von der Erde und rund 132.000 Kilometer vom Mond entfernt.

Der nächste wichtige Meilenstein wird in der Nacht zum Montag erwartet. Dann soll die Orion-Raumkapsel in die "Einflusssphäre des Mondes" eintreten, wo die Schwerkraft des Mondes stärker auf das Raumschiff wirkt als die der Erde. Wenn alles planmäßig läuft, umkreisen die Astronauten den Mond und stellen dabei einen neuen Rekord auf, indem sie sich dabei weiter von der Erde entfernen als je ein Mensch zuvor.

(U.Beriyev--DTZ)

Empfohlen

65 Jahre Mauerbau: Warnungen vor DDR-Verklärung und Gefährung der Demokratie

Aufforderungen zur Verteidigung der Demokratie und Warnungen vor einer Verklärung der DDR-Geschichte haben am Donnerstag das Gedenken zum 65. Jahrestag des Mauerbaus geprägt. "Die Lektion der Mauer bleibt: Freiheit und Demokratie sind nicht selbstverständlich. Wir müssen immer dafür kämpfen", schrieb Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) auf X. Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) warnte vor "Gleichgültigkeit und Desinteresse" gegenüber den aktuellen Gefahrdungen der Demokratie.

Klöckner weist zu Jahrestag des Mauerbaus auf Spaltungen zwischen Ost und West hin

Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) hat zum 65. Jahrestag des Baus der Berliner Mauer auf fortbestehende Spaltungen zwischen Ost und West hingewiesen. "Die Mauer hat in Deutschland Spuren gezogen, die unsere Wege heute noch beeinflussen", sagte Klöckner am Donnerstag in ihrer Ansprache bei der Gedenkveranstaltung in Berlin. Selbst bei denen, die erst nach dem Mauerfall geboren wurden, wirke sie nach.

Sonnenfinsternis legt Verkehr in Bremen lahm: Polizei erfasst rund hundert Verstöße

Die Sonnenfinsternis vom Mittwochabend hat in Bremen teils den Verkehr lahm gelegt und einen größeren Polizeieinsatz ausgelöst. Rund um einen beliebten Aussichtspunkt im Norden der Stadt staute sich der Verkehr zeitweise bis auf die Autobahn 27 zurück, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Teils seien Fahrzeuge auf der Autobahn geparkt worden. Insgesamt erfasste die Polizei 110 Verkehrsverstöße.

65 Jahre Mauerbau: Opferbeauftragte warnt vor Verklärung der DDR

Zum 65. Jahrestag des Mauerbaus hat die SED-Opferbeauftragte Evelyn Zupke vor einer zunehmenden Verklärung der DDR gewarnt. "Einigen erscheint die DDR zunehmend schöner, je länger sie zurückliegt", sagte Zupke der "Rheinischen Post" (Donnerstagsausgabe). "Dabei wird ausgeblendet, wie das Leben in der DDR tatsächlich war."

Textgröße ändern: