Deutsche Tageszeitung - Künstliche Intelligenz: US-Botschafter für die EU fordert engere Zusammenarbeit

Künstliche Intelligenz: US-Botschafter für die EU fordert engere Zusammenarbeit


Künstliche Intelligenz: US-Botschafter für die EU fordert engere Zusammenarbeit
Künstliche Intelligenz: US-Botschafter für die EU fordert engere Zusammenarbeit / Foto: © AFP

Der US-Botschafter für die EU, Andrew Puzder, hat für die Entwicklung Künstlicher Intelligenz (KI) einen Abbau europäischer Hürden für US-Unternehmen gefordert. "Europa wird es nicht ins Rennen der KI-Wirtschaft schaffen, indem es andere nach unten zieht", warnte Puzder am Donnerstag im Interview mit der Nachrichtenagentur AFP. Er forderte eine engere Zusammenarbeit im Wettbewerb mit China.

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"Wir würden uns sehr wünschen, dass Europa mit uns zusammenarbeitet", sagte der US-Botschafter. Dafür brauche es in Europa aber mehr Rechenzentren und die entsprechende Hardware - am besten von US-Unternehmen. "Das sind amerikanische Unternehmen, die in Europa Geschäfte machen wollen. Europa will und braucht sie", betonte Puzder.

Er forderte Gespräche über bestehende Hürden für US-Unternehmen und kritisierte in diesem Zusammenhang die europäischen Vorgaben für Künstliche Intelligenz und zum Datenschutz. Solche Gespräche habe es bislang nicht gegeben. "Ich würde mir wünschen, dass wir aufhören, übereinander zu reden, und anfangen, miteinander zu sprechen", sagte Puzder.

Die EU-Kommission hat sich eigentlich zum Ziel gesetzt, Europa unabhängiger von US-Technologien zu machen und die eigene KI-Entwicklung zu fördern. Deshalb fließen Fördergelder in Rechenzentren und sogenannte Gigafabriken, wo KI-Modelle mit großen Datenmengen trainiert werden sollen. Die Investitionen in Künstliche Intelligenz sind in Europa jedoch bedeutend geringer als in den USA.

Bei Clouddiensten und im Finanzsektor mit den US-Diensten Visa, Mastercard und Paypal ist die EU bereits fast vollständig von den USA abhängig. Angesichts wiederholter Konflikte mit US-Präsident Donald Trump befürchtet die EU, die USA könnten den Stecker ziehen. EU-Digitalkommissarin Henna Virkkunen will deshalb in den kommenden Wochen ein weiteres Maßnahmenpaket zur Förderung der eigenen Industrie vorstellen.

(S.A.Dudajev--DTZ)

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