Deutsche Tageszeitung - Amazon investiert weitere Milliarden in KI-Unternehmen Anthropic

Amazon investiert weitere Milliarden in KI-Unternehmen Anthropic


Amazon investiert weitere Milliarden in KI-Unternehmen Anthropic
Amazon investiert weitere Milliarden in KI-Unternehmen Anthropic / Foto: © GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP/Archiv

Der US-Konzern Amazon hat am Montag weitere Investitionen in Höhe von fünf Milliarden Dollar (4,2 Milliarden Euro) in das US-Unternehmen für künstliche Intelligenz (KI), Anthropic, bekanntgegeben. Amazon kündigte beim Erreichen bestimmter Leistungsziele weitere Investitionen in Höhe von 20 Milliarden Dollar in Anthropic an. Anthropic verpflichtete sich derweil, in den kommenden zehn Jahren mehr als 100 Milliarden Dollar für Technologie von Amazon Web Services (AWS) auszugeben.

Textgröße ändern:

Die fünf Milliarden Dollar bauen auf bereits investierten acht Milliarden Dollar auf, die Amazon in den Konzern um den Chatbot Claude gesteckt hat, wie beide Unternehmen mitteilten. "Wir müssen die Infrastruktur aufbauen, um mit der schnell wachsenden Nachfrage Schritt zu halten", erklärte Anthropic-Chef Dario Amodei. "Unsere Zusammenarbeit mit Amazon wird es uns ermöglichen, die KI-Forschung weiter voranzutreiben und Claude gleichzeitig an unsere Kunden zu liefern", fügte er hinzu.

Anthropic hatte Anfang April erklärt, es habe seine annualisierten Quartalsumsätze im Vergleich zum vorangegangenen Quartal auf über 30 Milliarden Dollar verdreifacht. Damit übertraf das Unternehmen erstmals den ChatGPT-Entwickler OpenAI.

Zuletzt war außerdem ein Streit zwischen dem KI-Unternehmen und der US-Regierung eskaliert. Der Konzern hatte dem Pentagon die uneingeschränkte militärische Nutzung seiner Technologie verweigert. Das Pentagon stufte Anthropic daraufhin in einem beispiellosen Schritt als "Sicherheitsrisiko in der Lieferkette" ein. In der vergangenen Woche hatten beide Seiten nach einem Treffen versöhnlichere Töne angeschlagen.

(L.Svenson--DTZ)

Empfohlen

65 Jahre Mauerbau: Warnungen vor DDR-Verklärung und Gefährung der Demokratie

Aufforderungen zur Verteidigung der Demokratie und Warnungen vor einer Verklärung der DDR-Geschichte haben am Donnerstag das Gedenken zum 65. Jahrestag des Mauerbaus geprägt. "Die Lektion der Mauer bleibt: Freiheit und Demokratie sind nicht selbstverständlich. Wir müssen immer dafür kämpfen", schrieb Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) auf X. Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) warnte vor "Gleichgültigkeit und Desinteresse" gegenüber den aktuellen Gefahrdungen der Demokratie.

Klöckner weist zu Jahrestag des Mauerbaus auf Spaltungen zwischen Ost und West hin

Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) hat zum 65. Jahrestag des Baus der Berliner Mauer auf fortbestehende Spaltungen zwischen Ost und West hingewiesen. "Die Mauer hat in Deutschland Spuren gezogen, die unsere Wege heute noch beeinflussen", sagte Klöckner am Donnerstag in ihrer Ansprache bei der Gedenkveranstaltung in Berlin. Selbst bei denen, die erst nach dem Mauerfall geboren wurden, wirke sie nach.

Sonnenfinsternis legt Verkehr in Bremen lahm: Polizei erfasst rund hundert Verstöße

Die Sonnenfinsternis vom Mittwochabend hat in Bremen teils den Verkehr lahm gelegt und einen größeren Polizeieinsatz ausgelöst. Rund um einen beliebten Aussichtspunkt im Norden der Stadt staute sich der Verkehr zeitweise bis auf die Autobahn 27 zurück, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Teils seien Fahrzeuge auf der Autobahn geparkt worden. Insgesamt erfasste die Polizei 110 Verkehrsverstöße.

65 Jahre Mauerbau: Opferbeauftragte warnt vor Verklärung der DDR

Zum 65. Jahrestag des Mauerbaus hat die SED-Opferbeauftragte Evelyn Zupke vor einer zunehmenden Verklärung der DDR gewarnt. "Einigen erscheint die DDR zunehmend schöner, je länger sie zurückliegt", sagte Zupke der "Rheinischen Post" (Donnerstagsausgabe). "Dabei wird ausgeblendet, wie das Leben in der DDR tatsächlich war."

Textgröße ändern: