Deutsche Tageszeitung - Überraschender Deal: KI-Unternehmen Anthropic nutzt Rechenzentrum von SpaceX

Überraschender Deal: KI-Unternehmen Anthropic nutzt Rechenzentrum von SpaceX


Überraschender Deal: KI-Unternehmen Anthropic nutzt Rechenzentrum von SpaceX
Überraschender Deal: KI-Unternehmen Anthropic nutzt Rechenzentrum von SpaceX / Foto: © AFP

Das KI-Unternehmen Anthropic hat überraschend eine Vereinbarung mit dem Raumfahrtunternehmen SpaceX von Elon Musk zur Nutzung eines Rechenzentrums geschlossen. Die gesamte Leistung des riesigen Rechenzentrums Colossus 1 im US-Bundesstaat Tennessee wird dem Entwickler des KI-Chatbots Claude zur Verfügung gestellt, wie Anthropic am Mittwoch mitteilte. Colossus 1 war eigentlich gebaut worden, um Musks eigenes KI-Unternehmen xAI mit Rechenleistung zu versorgen.

Textgröße ändern:

Anthropic ist mit Claude höchst erfolgreich, das Startup hat jedoch Schwierigkeiten, die nötige Rechenleistung aufzubringen, um die Nachfrage nach seinen KI-Anwendungen zu bedienen. Durch die Vereinbarung mit SpaceX erhält Anthropic innerhalb eines Monats Zugang zu mehr als 300 Megawatt Rechenleistung, die von über 220.000 Nvidia-KI-Chips bereitgestellt wird. Dies komme direkt den Abonnenten seiner Tarife "Claude Pro" und "Claude Max" zugute, erklärte es.

Die Partnerschaft von SpaceX und Anthropic ist überraschend, weil deren Chefs in der Vergangenheit öffentlich im Clinch lagen. Erst im Februar schrieb Musk, dass Anthropic "die westliche Zivilisation hasst". Es gebe wohl kein "heuchlerischeres Unternehmen als Anthropic".

Anthropic-Chef Dario Amodei war zuletzt mit öffentlichen Warnungen vor den Gefahren von KI aufgefallen. Mit der US-Regierung geriet er aneinander, nachdem das Pentagon Anthropic Anfang des Jahres als Risiko für die Lieferkette eingestuft hatte - ein Schritt, den Anthropic als verfassungswidrige Vergeltungsmaßnahme für sein Engagement für KI-Sicherheit bezeichnete.

Am Mittwoch änderte Musk jedoch seinen Ton: Er habe in der vergangenen Woche Zeit mit leitenden Mitarbeitern von Anthropic verbracht und sei "beeindruckt" gewesen, erklärte er. "Alle, die ich getroffen habe, waren äußerst kompetent und legten großen Wert darauf, das Richtige zu tun."

(I.Beryonev--DTZ)

Empfohlen

65 Jahre Mauerbau: Warnungen vor DDR-Verklärung und Gefährung der Demokratie

Aufforderungen zur Verteidigung der Demokratie und Warnungen vor einer Verklärung der DDR-Geschichte haben am Donnerstag das Gedenken zum 65. Jahrestag des Mauerbaus geprägt. "Die Lektion der Mauer bleibt: Freiheit und Demokratie sind nicht selbstverständlich. Wir müssen immer dafür kämpfen", schrieb Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) auf X. Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) warnte vor "Gleichgültigkeit und Desinteresse" gegenüber den aktuellen Gefahrdungen der Demokratie.

Klöckner weist zu Jahrestag des Mauerbaus auf Spaltungen zwischen Ost und West hin

Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) hat zum 65. Jahrestag des Baus der Berliner Mauer auf fortbestehende Spaltungen zwischen Ost und West hingewiesen. "Die Mauer hat in Deutschland Spuren gezogen, die unsere Wege heute noch beeinflussen", sagte Klöckner am Donnerstag in ihrer Ansprache bei der Gedenkveranstaltung in Berlin. Selbst bei denen, die erst nach dem Mauerfall geboren wurden, wirke sie nach.

Sonnenfinsternis legt Verkehr in Bremen lahm: Polizei erfasst rund hundert Verstöße

Die Sonnenfinsternis vom Mittwochabend hat in Bremen teils den Verkehr lahm gelegt und einen größeren Polizeieinsatz ausgelöst. Rund um einen beliebten Aussichtspunkt im Norden der Stadt staute sich der Verkehr zeitweise bis auf die Autobahn 27 zurück, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Teils seien Fahrzeuge auf der Autobahn geparkt worden. Insgesamt erfasste die Polizei 110 Verkehrsverstöße.

65 Jahre Mauerbau: Opferbeauftragte warnt vor Verklärung der DDR

Zum 65. Jahrestag des Mauerbaus hat die SED-Opferbeauftragte Evelyn Zupke vor einer zunehmenden Verklärung der DDR gewarnt. "Einigen erscheint die DDR zunehmend schöner, je länger sie zurückliegt", sagte Zupke der "Rheinischen Post" (Donnerstagsausgabe). "Dabei wird ausgeblendet, wie das Leben in der DDR tatsächlich war."

Textgröße ändern: