Deutsche Tageszeitung - Protest gegen Microsoft-Rechenzentrum im Elsass: Energieverbrauch angeprangert

Protest gegen Microsoft-Rechenzentrum im Elsass: Energieverbrauch angeprangert


Protest gegen Microsoft-Rechenzentrum im Elsass: Energieverbrauch angeprangert
Protest gegen Microsoft-Rechenzentrum im Elsass: Energieverbrauch angeprangert / Foto: © AFP

Im ostfranzösischen Elsass stößt der geplante Bau eines energieintensiven Rechenzentrums auf Widerstand in der Bevölkerung. Rund 80 Menschen protestierten am Montag gegen den von Microsoft geplanten Bau, wie AFP-Reporter berichteten. Das Rechenzentrum soll von 2029 an in zwei Dörfern östlich von Mülhausen, an der Grenze zu Deutschland, entstehen. Die Kritiker verweisen auf den immensen Energieverbrauch des Rechenzentrums und weitere Folgen für die Umwelt.

Textgröße ändern:

Nach dem Bericht einer regionalen Kommission würde das Rechenzentrum etwa 1500 Gigawattstunden im Jahr verbrauchen. Dies entspricht dem Stromverbrauch von 80 Prozent der Haushalte im Département Haut-Rhin.

Das Rechenzentrum soll sich über 36 Hektar erstrecken, die derzeit landwirtschaftlich genutzt werden. Etwa zehn Hektar werden derzeit für biologische Landwirtschaft genutzt.

Microsoft will etwa zwei Milliarden Euro investieren und 150 bis 200 Arbeitsplätze schaffen. Das Vorhaben war 2024 auf dem Investorentreffen "Choose France" angekündigt worden, zu dem Frankreichs Präsident Emmanuel Macron jährlich ausländische Investoren nach Frankreich einlädt.

Macron will zahlreiche Rechenzentren nach Frankreich holen, sie sollen die Atomenergie nutzen. Umweltschützer kritisieren den Ausbau der Rechenzentren, weil diese extrem viel Energie brauchen und Wärme produzieren, wofür dann wiederum Kühlwasser benötigt wird. Zudem entstehen bei Rechenzentren mit Blick auf die genutzte Fläche im Vergleich relativ wenige Arbeitsplätze.

(M.Dylatov--DTZ)

Empfohlen

65 Jahre Mauerbau: Warnungen vor DDR-Verklärung und Gefährung der Demokratie

Aufforderungen zur Verteidigung der Demokratie und Warnungen vor einer Verklärung der DDR-Geschichte haben am Donnerstag das Gedenken zum 65. Jahrestag des Mauerbaus geprägt. "Die Lektion der Mauer bleibt: Freiheit und Demokratie sind nicht selbstverständlich. Wir müssen immer dafür kämpfen", schrieb Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) auf X. Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) warnte vor "Gleichgültigkeit und Desinteresse" gegenüber den aktuellen Gefahrdungen der Demokratie.

Klöckner weist zu Jahrestag des Mauerbaus auf Spaltungen zwischen Ost und West hin

Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) hat zum 65. Jahrestag des Baus der Berliner Mauer auf fortbestehende Spaltungen zwischen Ost und West hingewiesen. "Die Mauer hat in Deutschland Spuren gezogen, die unsere Wege heute noch beeinflussen", sagte Klöckner am Donnerstag in ihrer Ansprache bei der Gedenkveranstaltung in Berlin. Selbst bei denen, die erst nach dem Mauerfall geboren wurden, wirke sie nach.

Sonnenfinsternis legt Verkehr in Bremen lahm: Polizei erfasst rund hundert Verstöße

Die Sonnenfinsternis vom Mittwochabend hat in Bremen teils den Verkehr lahm gelegt und einen größeren Polizeieinsatz ausgelöst. Rund um einen beliebten Aussichtspunkt im Norden der Stadt staute sich der Verkehr zeitweise bis auf die Autobahn 27 zurück, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Teils seien Fahrzeuge auf der Autobahn geparkt worden. Insgesamt erfasste die Polizei 110 Verkehrsverstöße.

65 Jahre Mauerbau: Opferbeauftragte warnt vor Verklärung der DDR

Zum 65. Jahrestag des Mauerbaus hat die SED-Opferbeauftragte Evelyn Zupke vor einer zunehmenden Verklärung der DDR gewarnt. "Einigen erscheint die DDR zunehmend schöner, je länger sie zurückliegt", sagte Zupke der "Rheinischen Post" (Donnerstagsausgabe). "Dabei wird ausgeblendet, wie das Leben in der DDR tatsächlich war."

Textgröße ändern: