Deutsche Tageszeitung - Trump meidet bei Abflug vom Nato-Gipfel Air Force One aus Katar

Trump meidet bei Abflug vom Nato-Gipfel Air Force One aus Katar


Trump meidet bei Abflug vom Nato-Gipfel Air Force One aus Katar
Trump meidet bei Abflug vom Nato-Gipfel Air Force One aus Katar / Foto: © AFP

US-Präsident Donald Trump hat bei seinem Abflug vom Nato-Gipfel in der Türkei überraschend auf den neuen Luxusflieger aus Katar verzichtet, mit dem er angereist war. Stattdessen hob Trump am Mittwoch mit einer Ausweichmaschine seiner alten Air-Force-One-Flotte aus Ankara ab. Diese landete später für einen Zwischenstopp in Großbritannien. Dort stieg Trump in die Katar-Maschine um. Begleitet wurde dies von Spekulationen, der katarische Flieger habe Sicherheitsmängel und könne zum Ziel eines iranischen Angriffs werden.

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Die "New York Times" berichtete am Mittwochabend, dass das unübliche Prozedere auf Wunsch des US-Geheimdienstes "als Sicherheitsvorkehrung" erfolgt sei. Der neuen Maschine fehlten bestimmte Fähigkeiten des alten Flugzeugs. Der Austausch sei jedoch nicht aufgrund einer konkreten Bedrohung vorgenommen worden, berichtete die Zeitung.

Trump selbst hatte am Rande des Nato-Gipfels in Ankara gesagt, der Iran trachte ihm nach dem Leben. "Ich bin Nummer eins auf der Todesliste", sagte er zu Journalisten, die ihn fragten, ob er wegen der Drohungen auf den neuen Präsidentenflieger verzichte.

"Wir wollen den Kopf von Trump", hatten regimetreue Iraner erst am Montag bei dem Trauerzug für den obersten Anführer Ayatollah Ali Chamenei gerufen, der zu Beginn der US-israelischen Angriffe auf Teheran Ende Februar getötet worden war. Trump seinerseits nannte die neue iranische Führung am Rande des Nato-Gipfels "Abschaum" und erklärte die Waffenruhe für beendet.

Über das Flugzeug-Geschenk Katars im Wert von 400 Millionen Dollar wird in den Vereinigten Staaten diskutiert, seit es im Mai 2025 bekannt wurde. Trump nutzte die luxuriös ausgestattete Boeing 747 beim Hinflug zum Nato-Gipfel erstmals auf einer Auslandsreise. Anfang Juli hatte er sie auf einem Inlandsflug in den USA in Dienst genommen.

Von Anfang an hatte es Sicherheitsbedenken gegeben, weil Katar in der Vergangenheit islamistische Gruppen wie die Hamas unterstützte, die Opposition warf Trump zudem Bestechlichkeit vor. Der Präsident wischte die Kritik jedoch zur Seite und bezeichnete die Maschine als "fliegendes Weißes Haus" und als "das luxuriöseste Flugzeug der Welt". Vor der Inbetriebnahme durch Trump war der Flieger nach seinen Worten sicherheitstechnisch "auf präsidiales Niveau" aufgerüstet worden.

(V.Sørensen--DTZ)

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