Deutsche Tageszeitung - Nach KI-Hackerangriff: OpenAI kündigt stärkere interne Kontrollen an

Nach KI-Hackerangriff: OpenAI kündigt stärkere interne Kontrollen an


Nach KI-Hackerangriff: OpenAI kündigt stärkere interne Kontrollen an
Nach KI-Hackerangriff: OpenAI kündigt stärkere interne Kontrollen an / Foto: © AFP

Nach dem unkontrollierten Hackerangriff durch Künstliche Intelligenz (KI) Mitte Juli hat das US-Unternehmen OpenAI stärkere interne Kontrollen angekündigt. Der geplante größte Testlauf eines KI-Modells in der Unternehmensgeschichte werde verschoben, teilte der Konzern am Dienstag (Ortszeit) mit. Vorher solle überprüft werden, ob sich das Modell wie geplant verhalte.

Textgröße ändern:

"Wir haben immer gesagt, dass wir handeln würden, wenn wir den Eindruck haben, dass die Fähigkeiten der Modelle das Tempo von Sicherheit und Anpassung überholen", erklärte OpenAI-Chef Sam Altman.

Das Unternehmen hatte im Juli bekannt gegeben, dass sich ein KI-Agent während eines Sicherheitstests selbständig mit dem Internet verbunden und einen Hackerangriff auf die Programmierplattform Hugging Face unternommen habe. Es habe sich um einen "nie dagewesenen Cybervorfall" gehandelt, erklärte das Unternehmen.

Der Vorfall ereignete sich laut OpenAI bei einem Testlauf mehrerer leistungsfähiger KI-Modelle. Zur Sicherheit war bei dem Test der Internetzugang eingeschränkt - doch dem Agenten gelang es, eigenständig ins Netz zu gelangen und den Cyberangriff zu starten.

OpenAI setzte nach dem Angriff das Training seiner neuesten Modelle für zwei Wochen aus und fuhr anschließend unter strengeren Auflagen fort. Ein Großteil der Arbeiten an "Astra" - dem nächsten großen Modell des Unternehmens - bleibt ausgesetzt. OpenAI hatte Anfang August festgestellt, dass das Modell unter Umständen selbstständig Hackerangriffe starten könnte. Die internen Regeln im Unternehmen sehen in diesem Fall vor, dass stärkere Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden.

OpenAI teilte am Dienstag außerdem mit, dass es ein neues System entwickele, um Einblicke in die internen Prozesse der Modelle zu gewinnen. Im Fall von Auffälligkeiten soll innerhalb von 30 Minuten die menschliche Aufsicht eingeschaltet werden. Allerdings führt dies zu 20 Prozent mehr benötigter Rechenleistung.

Zudem zeigen eigene Untersuchungen des Unternehmens aus dem Jahr 2025 die Grenzen dieses Ansatzes auf: Ein Modell, das weiß, dass es überwacht wird, kann lernen, seine Absichten zu verbergen.

OpenAI hat einen detaillierten technischen Bericht zum Hugging-Face-Vorfall versprochen. Am Dienstag erklärte es, dieser werde "in den kommenden Wochen" veröffentlicht.

(I.Beryonev--DTZ)

Empfohlen

Kehlsteinhaus am Obersalzberg abgebrannt: Verdächtiger festgenommen

Das für Adolf Hitler gebaute Kehlsteinhaus im früheren Nazi-Sperrgebiet Obersalzberg in Berchtesgaden ist niedergebrannt. Die Ermittler gehen von Brandstiftung aus. Ein 33-jähriger Verdächtiger wurde festgenommen und soll in einer Psychiatrie untergebracht werden, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Die Löscharbeiten gestalteten sich aufgrund des in rund 1800 Metern Höhe liegenden Brandorts und des Wetters als äußerst schwierig, sie dauerten am Samstagnachmittag noch an. Verletzt wurde aber niemand.

GA-ASI geht Partnerschaft mit Spirit Defense zur Produktion des FQ-42-CCA ein

SAN DIEGO, KALIFORNIEN / ACCESS Newswire / 23. Oktober 2026 / General Atomics Aeronautical Systems, Inc. (GA-ASI), der weltweit führende Anbieter von unbemannten Flugsystemen (UAS), gibt heute seine Partnerschaft mit Spirit Defense, einem Unternehmen der Boeing Company, bekannt, um die Produktion der Flugzeugzelle des neuen Collaborative Combat Aircraft (CCA) vom Typ FQ-42 Vengeance zu unterstützen. Im Juni erhielt GA-ASI von der U.S. Air Force (USAF) den Auftrag zur Produktion des FQ-42. In seiner Rolle als Partner für die Konstruktion und den Bau des Rumpfs bündelt Spirit Defense seine Kompetenzen in den Bereichen Engineering und fortschrittliche Fertigung, um das Programm vom Entwurf bis zur Produktion zu unterstützen.

Meta fährt im dritten Quartal Gewinn ein - Belastung aber durch Rechtsstreitigkeiten

Der US-Tech-Konzern Meta hat im dritten Quartal einen deutlichen Gewinn eingefahren und damit die Erwartungen der Analysten übertroffen. Der Nettoerlös der Facebook-Mutter lag zwischen Juli und September überraschend bei 9,86 Milliarden Dollar (8,78 Milliarden Euro), wie das Unternehmen von Mark Zuckerberg am Mittwoch mitteilte. Allerdings wird das Plus demnach von einer hohen Rückstellung von 9,9 Milliarden Dollar wegen Rechtsstreitigkeiten belastet.

P&G, Nestlé, Mars, AstraZeneca, ITC und Bekaert gewinnen die OMP Supply Chain Awards

Die Auszeichnungen würdigen Innovationen in der Supply Chain, langfristige Partnerschaften und Community-Engagement im Rahmen der OMP-Konferenzen in Singapur und Shanghai

Textgröße ändern: