Deutsche Tageszeitung - Sicherheitsfirma hackt mit Anthropic-Software OpenAI-System

Sicherheitsfirma hackt mit Anthropic-Software OpenAI-System


Sicherheitsfirma hackt mit Anthropic-Software OpenAI-System
Sicherheitsfirma hackt mit Anthropic-Software OpenAI-System / Foto: © AFP

Einer Cybersicherheitsfirma ist es nach eigenen Angaben gelungen, mit Hilfe einer Anthropic-Software in die Systeme des KI-Unternehmens OpenAI einzudringen. Die Mitarbeiter der Firma Hacktron erklärten am Freitag, sie hätten eine Sicherheitslücke im Hilfsforum von OpenAI aufgespürt. Darüber hätten sie die Kontrolle über mehrere Konten von OpenAI-Mitarbeitern für den Chatbot ChatGPT erlangt.

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Hacktron erklärte, die Schwachstelle sei Ende Juli "umgehend" an OpenAI gemeldet worden. Die Cybersicherheitsfirma habe mit OpenAI bei der Problemlösung zusammengearbeitet, hieß es in einem Blogbeitrag von Hacktron.

OpenAI erklärte, die Sicherheitslücke sei binnen 14 Stunden nach der Meldung geschlossen worden. Das Unternehmen unter Leitung von Sam Altman zahlte den Hacktron-Mitarbeitern eine Belohnung in Höhe von 6500 Dollar für ihre Hinweise. "Wir danken den Forschern dafür, dass sie uns kontaktiert und ihre Erkenntnisse mit uns geteilt haben", erklärte OpenAI.

Hacktron nutzte nach eigenen Angaben das KI-Modell Claude Opus 5 von Anthropic, das innerhalb von rund drei Stunden die OpenAI-Seite hackte. Inzwischen hat Anthropic mit Mythos ein noch deutlich leistungsfähigeres KI-Modell veröffentlicht. Mythos steht bisher aber nur einem beschränkten Kreis von Cyberabwehr-Organisationen zur Verfügung.

Hacktron zufolge ist die nun aufgespürte Sicherheitslücke in der Software vieler Unternehmen vorhanden. Darunter seien etwa Slack und Meta.

Wegen der Risiken von Künstlicher Intelligenz hatten sich mehrere Chefs großer KI-Unternehmen kürzlich für eine verlangsamte Entwicklung der Technologie aufgerufen. Darunter sind Anthropic-Chef Dario Amodei und OpenAI-Chef Altman.

Ungeachtet der Risiken lehnt US-Präsident Donald Trump eine Regulierung der KI-Branche ab. Die USA müssten ihren technologischen Vorsprung gegen China aufrecht erhalten, erklärte der 80-Jährige. KI-Skeptiker verunglimpfte Trump als "Verschwörungstheoretiker" und "Verräter".

(V.Varonivska--DTZ)

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