Deutsche Tageszeitung - US-Chipriese Nvidia investiert in Arzttermin-Plattform Doctolib

US-Chipriese Nvidia investiert in Arzttermin-Plattform Doctolib


US-Chipriese Nvidia investiert in Arzttermin-Plattform Doctolib
US-Chipriese Nvidia investiert in Arzttermin-Plattform Doctolib / Foto: © AFP/Archiv

Der US-Chipriese Nvidia investiert in die französische Arzttermin-Plattform Doctolib. Diese Beteiligung solle "die Revolution der Künstlichen Intelligenz in Europa einläuten", erklärte Nvidia-Chef Jensen Huang am Dienstag bei einer Veranstaltung in Paris. Huang verkündete zudem Investitionen in das US-französische Startup Genesis AI und die beiden französischen Startups Pigment und Entalpic. Allerdings machte der US-Konzern keine Angaben über die Höhe seiner Investitionen.

Textgröße ändern:

Nvidia werde als Minderheitsaktionär bei Doctolib einsteigen und keinen Sitz im Verwaltungsrat der Plattform haben, sagte Doctolib-Chef Stanislas Niox-Château der Nachrichtenagentur AFP. Mit dem von Nvidia investierten Kapital werde Doctolib die "Personalrekrutierung beschleunigen" und die Entwicklung seiner eigenen KI-Lösungen vorantreiben.

Alle Gesundheitsdaten blieben "in der Europäischen Union und Großbritannien" und unter der "alleinigen Kontrolle" von Doctolib, erklärte das Unternehmen in einer Pressemitteilung. "Das gilt auch für die KI-Modelle."

Im vergangenen Jahr habe Nvidia mindestens acht Milliarden Dollar in Europa investiert und plane, in diesem Jahr weitere zwei Milliarden Dollar auszugeben, sagte Huang in einem Gespräch mit Journalisten. "Wir haben in Europa enorm in jede Ebene der Infrastruktur für Künstliche Intelligenz investiert", fuhr der Nvidia-Chef fort, der nach seinem Besuch in Paris auch in London, Stockholm und Berlin erwartet wird.

(I.Beryonev--DTZ)

Empfohlen

Google stellt seine KI-Modelle ausgewählten europäischen Forschern zur Verfügung

Google will seine fortschrittlichsten KI-Modelle 200 ausgewählten europäischen Forschern zur Verfügung stellen. "Durch die direkte Bereitstellung wichtiger Rechenkapazitäten und modernster Werkzeuge für Forschungsteams soll diese Initiative das Tempo der europäischen Innovation erhöhen und die wissenschaftliche Wettbewerbsfähigkeit des Kontinents stärken", teilte der US-Tech-Riese am Mittwoch bei einem Gipfel für Künstliche Intelligenz (KI) in Dublin mit.

Nach Cyberangriff auf Supermärkte in Frankreich: BSI rät dringend zur Absicherung

Der Cyberangriff auf französische Supermarktketten mit dem weitreichenden Ausfall von Kühlanlagen alarmiert auch das deutsche Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). "Die Vorfälle in Frankreich zeigen deutlich, wie Cyberangriffe unseren Alltag beeinflussen und stören können", erklärte BSI-Präsidentin Claudia Plattner am Dienstag. "Dieser Angriff hätte jedes Land treffen können und kann auch jetzt jederzeit Nachahmer finden", warnte sie.

MI5-Chef: KI könnte die Lage im Bereich der Biowaffen ändern

Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) könnte nach Ansicht des Chefs des britischen Inlandsgeheimdienstes MI5 erhebliche Auswirkungen im Bereich der Biowaffen haben. KI habe "das Potenzial, die Lage in Bezug auf bestehende oder sogar neue Biowaffen grundlegend zu verändern", sagte MI5-Chef Ken McCallum in seiner jährlichen Rede zur Bedrohungslage in London. Bereits jetzt "befeuert KI massiv den Cyber-Sicherheitswettlauf".

Medien wie AFP und "New York Times" treten Bündnis für Ansprüche gegen KI-Dienste bei

Die Nachrichtenagentur AFP, die "New York Times" und zahlreiche andere Medien schließen sich einem internationalen Bündnis für eine faire Abgeltung der massenhaften Nutzung ihrer Angebote durch Künstliche Intelligenz (KI) an. Zu den rund 40 Neuzugängen, durch die die Mitgliederzahl der Initiative auf mehr als 80 wächst, gehören auch die britischen Zeitungen "The Economist" und "The Observer", das US-Magazin "The Atlantic" sowie Zeitungsverlage aus Argentinien, Brasilien, Kolumbien und Japan.

Textgröße ändern: