Deutsche Tageszeitung - Fluchtgefahr: Ex-Ingenieur von OpenAI bleibt nach Abhörvorwürfen in Untersuchungshaft

Fluchtgefahr: Ex-Ingenieur von OpenAI bleibt nach Abhörvorwürfen in Untersuchungshaft


Fluchtgefahr: Ex-Ingenieur von OpenAI bleibt nach Abhörvorwürfen in Untersuchungshaft
Fluchtgefahr: Ex-Ingenieur von OpenAI bleibt nach Abhörvorwürfen in Untersuchungshaft / Foto: © AFP/Archiv

Ein früherer saudiarabischer Angestellter des US-Unternehmens OpenAI, der ein Aufnahmegerät in einem Konferenzraum des Konzerns in San Francisco installiert haben soll, bleibt nach US-Justizangaben wegen Fluchtgefahr in Untersuchungshaft. US-Bezirksrichter Alex Tse wies am Montag einen Antrag der Anwälte von Abdulrahman Alfozan auf Freilassung zurück. Es bestehe ein "erhebliches" Risiko, dass der Festgenommene nicht erneut vor Gericht erscheinen werde.

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Der 35-jährige Alfozan äußerte sich bei einer einstündigen Gerichtsanhörung am Montag nicht. Staatsanwälte verwiesen auf Alfozans wiederholte Kontakte zu einem namentlich nicht genannten Mitglied der saudiarabischen Königsfamilie, die aus ihrer Sicht einer Freilassung Alfozans entgegenstünden. Geheimdienstdirektor Jay Clayton hatte vergangene Woche angedeutet, dass der Fall im Zusammenhang mit der nationalen Sicherheit stehe.

Der frühere Ingenieur des ChatGPT-Entwicklers OpenAI soll ein Aufnahmegerät in einem Konferenzraum der Unternehmensführung installiert haben. In dem Raum wurde nach Angaben der Ermittler regelmäßig über streng vertrauliche Themen beraten. Alfozan wird laut US-Justizministerium das unerlaubte Abhören von Kommunikation vorgeworfen. Er war demnach am 9. Oktober festgenommen worden und wurde nach Unternehmensangaben am selben Tag entlassen. Im Fall einer Verurteilung drohen ihm bis zu fünf Jahre Haft.

(V.Sørensen--DTZ)

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