Deutsche Tageszeitung - Energiekonzern Uniper erprobt Speicherung von Wasserstoff in altem Erdgasspeicher

Energiekonzern Uniper erprobt Speicherung von Wasserstoff in altem Erdgasspeicher


Energiekonzern Uniper erprobt Speicherung von Wasserstoff in altem Erdgasspeicher
Energiekonzern Uniper erprobt Speicherung von Wasserstoff in altem Erdgasspeicher

Der Energiekonzern Uniper will in einem alten Erdgasspeicher im niedersächsischen Krummhörn die Speicherung von grünem Wasserstoff testen. "Unser Ziel ist es, eine Speicherlösung für grünen Wasserstoff in kommerziellem Maßstab zu entwickeln und später am Markt anzubieten", erklärte der Vorsitzende für das Energiespeichergeschäft bei Uniper, Doug Waters, am Montag. Die bestehenden Gasspeicher in Deutschland seien auf Erdgas ausgerichtet, für die Verwendung von Wasserstoff müssten sie umgerüstet werden.

Textgröße ändern:

Nach eigenen Angaben investiert der deutsche Energiekonzern zehn Millionen Euro in das Projekt, bis 2024 soll der Speicher in Betrieb gehen. Mit dem Projekt will Uniper einen Speicher mit einer Kapazität von 250.000 Kubikmeter Wasserstoff schaffen.

Durch die geographische Nähe zu Wilhelmshaven könne das Projekt zudem mit dem Uniper Projekt "Green Ludwigshaven" zusammengeführt werden, wie der Konzern weiter erklärte. Dort arbeitet der Energiekonzern an zwei Projekten für grünen Wasserstoff. Dazu gehören ein Importterminal für Ammoniak und eine Großelektrolyse, die mit einer Leistung von bis zu 1000 Megawatt grünen Wasserstoff erzeugen soll.

"Die Speicherfähigkeit von grünem Strom ist eines der Kernthemen der Energiewende und ein wesentlicher Baustein für eine CO2-freie Zukunft", erklärte Waters weiter. Mit dem Forschungsprojekt sollten "die Technologie und die Prozesse möglichst schnell" erprobt werden.

(L.Barsayjeva--DTZ)

Empfohlen

Australischer Junge schwimmt vier Stunden im Meer und rettet abgetriebene Familie

In Australien ist ein Teenager vier Stunden lang vom offenen Meer an die Küste geschwommen, um seine Familie zu retten. Der 13-jährige Austin Appelbee legte vier Kilometer im Meer zurück, nachdem er mit seiner Mutter und seinen beiden jüngeren Geschwistern vor der Südwestküste Australiens abgetrieben worden war. Am Strand alarmierte er dann die Rettungskräfte. Nach der erfolgreichen Rettungsaktion lobten diese am Dienstag die "übermenschlichen" Überlebensinstinkte des Jungen.

Für weniger Importe aus China: USA legen Rohstoffreserve an

Die USA wollen eine Rohstoffreserve für die Industrie aufbauen und damit unabhängiger von China werden. Dafür sei eine Anschubfinanzierung von fast zwölf Milliarden Dollar (rund zehn Milliarden Euro) geplant, teilte das Weiße Haus am Montag mit. Präsident Donald Trump wollte den Plan demnach in Kürze verkünden.

Bundesrat gibt grünes Licht für mehr Verbraucherschutz

In seiner ersten Sitzung in diesem Jahr hat der Bundesrat grünes Licht für eine Reihe von Verbesserungen beim Verbraucherschutz gegeben. So sollen Verbraucherinnen und Verbraucher künftig einen im Internet geschlossenen Vertrag einfach per Mausklick auf einen Button widerrufen können. Ein weiteres am Freitag von der Länderkammer gebilligtes Gesetz sieht strengere Regeln für Unternehmen vor, die ihre Produkte als "umweltfreundlich" vermarkten. Zudem stimmte der Bundesrat einem Gesetz zu mehr Produktsicherheit etwa bei Spielzeug zu.

Bundesrat billigt strengere Regeln für Werbung mit Umweltaussagen

Die neuen Regeln zur Verhinderung des so genannten Greenwashing können in Kraft treten. Der Bundesrat billigte in seiner Sitzung am Freitag ein Gesetz, das es Unternehmen erschweren soll, ihre Produkte irreführend oder missbräuchlich als "umweltfreundlich" oder "klimaneutral" zu vermarkten. Mit der bereits vom Bundestag verabschiedeten Gesetzesänderung setzt Deutschland entsprechende EU-Vorgaben um.

Textgröße ändern: