Deutsche Tageszeitung - KfW: Bestand an Elektroautos wächst dreimal stärker als Anzahl der Ladestationen

KfW: Bestand an Elektroautos wächst dreimal stärker als Anzahl der Ladestationen


KfW: Bestand an Elektroautos wächst dreimal stärker als Anzahl der Ladestationen
KfW: Bestand an Elektroautos wächst dreimal stärker als Anzahl der Ladestationen / Foto: © AFP

Der Bestand an Elektroautos in Deutschland ist nach Angaben der Förderbank KfW in den vergangenen zwei Jahren dreimal stärker gewachsen als die Anzahl der Ladepunkte. "Setzt sich dieser Trend fort, könnte dies für die Praxistauglichkeit der Elektromobilität zum Problem werden", warnte KfW-Chefvolkswirtin Fritzi Köhler-Geib am Donnerstag. Fehlende Ladeinfrastruktur sei für viele Menschen ein entscheidendes Argument gegen ein Elektroauto.

Textgröße ändern:

Laut KfW-Energiewendebarometer 2021 - eine Befragung von rund 4000 Haushalten - gab mehr als die Hälfte der Befragten an, sich die Anschaffung eines Elektroautos aufgrund der fehlenden Ladepunkte nicht vorstellen zu können. Der Ausbau der Ladeinfrastruktur sei "eine zentrale Stellschraube für die flächendeckende Akzeptanz und Nutzung der Elektromobilität", mahnte Köhler-Geib. Der Staat müsse den Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur weiter vorantreiben.

(V.Korablyov--DTZ)

Empfohlen

Australien: Zyklon sorgt für Ausfälle an drei großen LNG-Anlagen

Der Zyklon "Narelle" vor der Westküste Australiens hat nach Angaben der Energiekonzerne Chevron und Woodside für Ausfälle an drei großen Anlagen für Flüssigerdgas (LNG) gesorgt. "Chevron Australien arbeitet daran, die Produktion in den Gasanlagen Gorgon und Wheatstone nach Produktionsausfällen wiederherzustellen", erklärte der US-Energieriese Chevron am Freitag. Später teilte das australische Energieunternehmen Woodside mit, die LNG-Anlage Karratha sei aufgrund des herrannahenden Zyklons von einer "Produktionsunterbrechung" betroffen.

Hohe Spritpreise: Umwelthilfe schlägt autofreie Sonntage vor

Angesichts der derzeit hohen Spritpreise hat die Deutsche Umwelthilfe (DUH) autofreie Sonntage ins Spiel gebracht. "Autofreier Sonntag, das vermittelt sicher seltene Momente einer ganz neuen Begegnung im Straßenraum, sei es unbeschwertes Flanieren und Radeln im Stadtraum oder Rollschuhlaufen auf der Autobahn", sagte die DUH-Verkehrsexpertin Dorothee Saar der "Rheinischen Post" (Freitagsausgabe). "An diesen Sonntagen wird den Menschen auffallen, wie dominant der Straßenverkehr den Alltag prägt, auch durch Lärm und dreckige Luft", fügte Saar hinzu.

WTO-Chefin sieht schlimmste Störungen des globalen Handelssysstems seit 80 Jahren

Das globale Handelssystem ist nach Einschätzung von WTO-Chefin Ngozi Okonjo-Iweala derzeit mit den schwersten Turbulenzen seit dem Zweiten Weltkrieg konfrontiert. "Das Welthandelssystem erlebt die schlimmsten Störungen seit 80 Jahren", sagte die Chefin der Welthandelsorganisation (WTO) am Donnerstag auf der Ministerkonferenz der Organisation in Kameruns Hauptstadt Jaunde.

Klimaschutzprogramm soll CO2-Ausstoß verringern - Umwelthilfe kündigt Klimaklage an

Energie-Wende für Industrie und Landwirtschaft, mehr Windkraft und Ausbau der Elektromobilität: Mit einem umfangreichen Maßnahmenpaket will die Bundesregierung die deutschen Klimaziele erreichen. Dazu beschloss das Bundeskabinett am Mittwoch ein neues Klimaschutzprogramm, das Deutschland auch unabhängiger von fossilen Energieträgern machen soll. Umweltverbänden geht das Paket nicht weit genug. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) kündigte eine neue Klimaklage an.

Textgröße ändern: