Deutsche Tageszeitung - Regierung setzt auf koordinierten Ausbau der Offshore-Windenergie in Europa

Regierung setzt auf koordinierten Ausbau der Offshore-Windenergie in Europa


Regierung setzt auf koordinierten Ausbau der Offshore-Windenergie in Europa
Regierung setzt auf koordinierten Ausbau der Offshore-Windenergie in Europa / Foto: © AFP

Die Bundesregierung setzt auf eine europäische Kooperation beim Ausbau der Windenergie auf See. Es würden nun "die ersten europäischen Kraftwerke entstehen", sagte Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) am Mittwoch im ZDF mit Blick auf den Nordsee-Gipfel im dänischen Esbjerg. Dort trafen sich am Nachmittag Vertreter der EU sowie von Nordsee-Anrainerstaaten, um über einen stärkeren Ausbau der Offshore-Windenergie zu beraten.

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Das Thema erhält vor dem Hintergrund des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine besondere Brisanz. Seit mehreren Wochen bemüht sich nicht nur Deutschland um eine schrittweise Reduzierung der Abhängigkeit von russischen Energielieferungen. Daher geht es nun um gesamteuropäische Ziele, bei denen Dänemark mit seiner fortschrittlichen Windenergiepolitik eine besondere Rolle zukommt.

"Die Projekte sollen gemeinsam entwickelt, gemeinsam finanziert und der Strom gemeinsam verteilt werden", sagte Habeck. Ziel sei es, "dass nicht mehr jedes Land seinen eigenen Kram macht, sondern dass man das wirklich kooperativ angeht".

Die EU plant, ihre Offshore-Kapazitäten bis 2050 auf 300 Gigawatt zu verzwanzigfachen. Deutschland wolle seine Kapazitäten bis 2030 auf 35 Gigawatt erhöhen, sagte Habeck. 2045 sollen nach den Plänen der Bundesregierung dann mindestens 70 Gigawatt erzeugt werden.

Neben Habeck reiste Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) zum Nordsee-Gipfel in Esbjerg, der auf Einladung der dänischen Regierungschefin Mette Frederiksen stattfindet. Auch Belgiens Regierungschef Alexander De Croo und sein niederländischer Kollege Mark Rutte waren in Esbjerg, ebenso EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, die Wirtschaftsministerinnen und -minister der jeweiligen Länder und die EU-Kommissarin für Energie, Kadri Simson.

(V.Sørensen--DTZ)

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