Deutsche Tageszeitung - Zweites Opfer nach Doppelmord im brasilianischen Amazonasgebiet identifiziert

Zweites Opfer nach Doppelmord im brasilianischen Amazonasgebiet identifiziert


Zweites Opfer nach Doppelmord im brasilianischen Amazonasgebiet identifiziert
Zweites Opfer nach Doppelmord im brasilianischen Amazonasgebiet identifiziert / Foto: © AFP

Nach den Morden an dem Journalisten Dom Phillips und dem Indigenen-Experten Bruno Pereira im brasilianischen Amazonas-Gebiet hat die Polizei auch die Identität des zweiten Opfers offiziell bestätigt. Es handele sich um Pereira, teilte die brasilianische Bundespolizei am Samstag mit. Beide Männer seien mit Schusswaffen getötet worden. Bereits am Freitag hatte die Polizei erklärt, einer der Toten sei von Forensikern eindeutig als der britische Journalist Phillips identifiziert worden.

Textgröße ändern:

Den Angaben vom Samstag zufolge wurde Pereira von drei Schüssen getroffen, darunter von einem in den Kopf. Phillips sei von einer Kugel in den Brustkorb getroffen worden.

Nach bereits zwei erfolgten Festnahmen stellte sich ein dritter Verdächtiger am Samstag der Polizei in Atalaia do Norte, wie die Polizei mitteilte. Es handele sich um einen "Gesetzlosen". Laut Beweisen und Zeugenaussagen sei er am Tatort gewesen und habe "aktiv an dem Doppelmord teilgenommen". Medienberichten zufolge sucht die Polizei nach einem vierten Verdächtigen.

Phillips und Pereira waren am 5. Juni bei einer Exkursion im Amazonas-Gebiet verschwunden. Zehn Tage später führte ein Verdächtiger die Polizei zu einem Ort, wo er nach eigenen Angaben ihre Leichen vergraben hatte. An der Stelle ausgegrabene menschliche Überreste wurden am Donnerstag zur Identifizierung nach Brasília gebracht.

(T.W.Lukyanenko--DTZ)

Empfohlen

Australien: Zyklon sorgt für Ausfälle an drei großen LNG-Anlagen

Der Zyklon "Narelle" vor der Westküste Australiens hat nach Angaben der Energiekonzerne Chevron und Woodside für Ausfälle an drei großen Anlagen für Flüssigerdgas (LNG) gesorgt. "Chevron Australien arbeitet daran, die Produktion in den Gasanlagen Gorgon und Wheatstone nach Produktionsausfällen wiederherzustellen", erklärte der US-Energieriese Chevron am Freitag. Später teilte das australische Energieunternehmen Woodside mit, die LNG-Anlage Karratha sei aufgrund des herrannahenden Zyklons von einer "Produktionsunterbrechung" betroffen.

Hohe Spritpreise: Umwelthilfe schlägt autofreie Sonntage vor

Angesichts der derzeit hohen Spritpreise hat die Deutsche Umwelthilfe (DUH) autofreie Sonntage ins Spiel gebracht. "Autofreier Sonntag, das vermittelt sicher seltene Momente einer ganz neuen Begegnung im Straßenraum, sei es unbeschwertes Flanieren und Radeln im Stadtraum oder Rollschuhlaufen auf der Autobahn", sagte die DUH-Verkehrsexpertin Dorothee Saar der "Rheinischen Post" (Freitagsausgabe). "An diesen Sonntagen wird den Menschen auffallen, wie dominant der Straßenverkehr den Alltag prägt, auch durch Lärm und dreckige Luft", fügte Saar hinzu.

WTO-Chefin sieht schlimmste Störungen des globalen Handelssysstems seit 80 Jahren

Das globale Handelssystem ist nach Einschätzung von WTO-Chefin Ngozi Okonjo-Iweala derzeit mit den schwersten Turbulenzen seit dem Zweiten Weltkrieg konfrontiert. "Das Welthandelssystem erlebt die schlimmsten Störungen seit 80 Jahren", sagte die Chefin der Welthandelsorganisation (WTO) am Donnerstag auf der Ministerkonferenz der Organisation in Kameruns Hauptstadt Jaunde.

Klimaschutzprogramm soll CO2-Ausstoß verringern - Umwelthilfe kündigt Klimaklage an

Energie-Wende für Industrie und Landwirtschaft, mehr Windkraft und Ausbau der Elektromobilität: Mit einem umfangreichen Maßnahmenpaket will die Bundesregierung die deutschen Klimaziele erreichen. Dazu beschloss das Bundeskabinett am Mittwoch ein neues Klimaschutzprogramm, das Deutschland auch unabhängiger von fossilen Energieträgern machen soll. Umweltverbänden geht das Paket nicht weit genug. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) kündigte eine neue Klimaklage an.

Textgröße ändern: