Deutsche Tageszeitung - Der Sommer 2022 war laut Copernicus der heißeste überhaupt

Der Sommer 2022 war laut Copernicus der heißeste überhaupt


Der Sommer 2022 war laut Copernicus der heißeste überhaupt
Der Sommer 2022 war laut Copernicus der heißeste überhaupt / Foto: © AFP/Archiv

So heiß wie in diesem Sommer war es in Europa bisher noch nie: In den Monaten Juni bis August haben die Durchschnittstemperaturen den bisherigen Rekord aus dem Jahr 2021 nochmals um 0,4 Prozent überschritten, wie das europäische Erdbeobachtungsprogramm Copernicus am Donnerstag mitteilte.

Textgröße ändern:

Die Durchschnittstemperatur in den drei Monaten war laut Copernicus 1,34 Grad höher als in den Jahren 1991 bis 2020. Der Monat August war demnach mit Abstand der heißeste überhaupt: Die Durchschnittstemperatur lag 1,72 Grad höher als in den Jahren 1991 bis 2020.

"Eine Reihe heftiger Hitzewellen in ganz Europa und eine außergewöhnliche Trockenheit haben zu einem Extremsommer mit Höchstwerten bei Temperaturen, Trockenheit und Bränden geführt", betonte die Copernicus-Expertin Freja Vamborg. Sie wies nochmals ausdrücklich darauf hin, dass es bereits der zweite Rekordsommer in Folge gewesen sei.

(B.Izyumov--DTZ)

Empfohlen

Oxfam: Superreiche verursachen mit Privatjets und Investitionen enorme Klimaschäden

In Sekunden so viel klimaschädliches CO2 verursachen wie deutlich ärmere Menschen in einem ganzen Jahr - das machen laut einem Bericht der Entwicklungsorganisation Oxfam die Privatjets von Superreichen. 2025 hätten Privatjets weltweit in nur zwei Sekunden mehr CO2 verursacht als ein Mensch aus den ärmsten 50 Prozent der Weltbevölkerung im gesamten Jahr, heißt es in dem am Dienstag vorgelegten Bericht. Knapp zwei Wochen vor der Weltklimakonferenz forderte Oxfam daher eine höhere Besteuerung von Superreichen.

EU-Fischereiverbote: Rainer pocht auf Ausnahme für deutsche Ostsee-Fischer

In den EU-Verhandlungen über Fischereiverbote in der Ostsee pocht Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) auf eine Beibehaltung der Ausnahmen für deutsche Küstenfischer. Ein vollständiges Fangverbot für Hering würde wahrscheinlich viele die Existenz kosten, sagte Rainer beim Treffen der EU-Agrarminister am Montag in Luxemburg. Derzeit dürfen kleine Ostsee-Betriebe noch Hering fischen, obwohl der Bestand stark bedroht ist.

Minister Schneider schaltet sich in Verhandlungen bei UN-Biodiversitätskonferenz ein

Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) schaltet sich ab Montag in Eriwan in die Verhandlungen bei der UN-Biodiversitätskonferenz ein. Schneider bleibt nach Angaben seines Ministeriums bis Freitag in der armenischen Hauptstadt, um die deutsche Delegation bei der Weltnaturkonferenz bis zum Schluss zu leiten. Bei der Ankündigung von Schneiders Reise verglich sein Ministerium die Bedeutung der Verhandlungen zum weltweiten Schutz der biologischen Vielfalt mit derjenigen der UN-Klimakonferenzen zur Bekämpfung der Erderwärmung.

Deutscher Umweltpreis für Ingenieur und Juristin

Der Deutsche Umweltpreis geht in diesem Jahr an den Membranfilter-Ingenieur Klaus Vossenkaul und die Umweltjuristin Roda Verheyen. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird den beiden die mit insgesamt 500.000 Euro dotierte Auszeichnung am Mittag in Aachen überreichen, wie die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) am Sonntag mitteilte. Vossenkaul wird demnach für "innovative Lösungen" in der Abwasserreinigung ausgezeichnet, Verheyen für ihren juristischen Einsatz für den Klima- und Umweltschutz.

Textgröße ändern: