Deutsche Tageszeitung - Ausbau von Windenergieanlagen stockt wegen Preissteigerungen erheblich

Ausbau von Windenergieanlagen stockt wegen Preissteigerungen erheblich


Ausbau von Windenergieanlagen stockt wegen Preissteigerungen erheblich
Ausbau von Windenergieanlagen stockt wegen Preissteigerungen erheblich / Foto: © AFP

Der Ausbau von Windenergieanlagen und anderen erneuerbaren Energiequellen in Deutschland stockt merklich. Bei der aktuellen Gebotsrunde für Zuschläge der Ausschreibungen für Windenergieanlagen habe es unerwartet wenige Gebote gegeben, erklärte die Bundesnetzagentur am Mittwoch. Die Gründe dafür "sind signifikante Kostensteigerungen für Windenergieanlagen, Photovoltaik-Module und Netzanschlusstechnik", erklärte Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW).

Textgröße ändern:

Die Bundesnetzagentur hatte eine Menge von knapp 1320 Megawatt für neue Windanlagen ausgeschrieben. Es seien jedoch nur "87 Gebote mit einer Gebotsmenge von insgesamt rund 772 Megawatt eingereicht" worden. Diese "Unterzeichnung der Ausschreibung" sei nicht zu erwarten gewesen, denn es seien bedeutend mehr Genehmigungen für Windenergieprojekte erteilt worden.

Mit den mehrmals im Jahr stattfinden Ausschreibungen wird seit der Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes von 2018 die Vergütungshöhe für den eingespeisten Strom festgelegt. Die Bundesnetzagentur legt das Volumen fest, die Anlagenbetreiber melden an, zu welchem Preis sie welche Strommenge einspeisen können. Die Idee ist, dass wer am wenigsten für den Betrieb einer neuen Anlage zur Produktion erneuerbarer Energien verlangt, höhere Förderzuschläge erhält.

Nun haben jedoch "viele hundert Megawatt an genehmigten Windenergieprojekten" nicht an der Ausschreibung teilgenommen, erklärte der BDEW. "Der Druck auf die Rohstoffpreise als Folge des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine sowie die deutliche Erhöhung der Finanzierungskosten aufgrund gestiegener Zinsen wirken sich spürbar auf das Ausbautempo der Erneuerbaren Energien aus."

(O.Tatarinov--DTZ)

Empfohlen

Australischer Junge schwimmt vier Stunden im Meer und rettet abgetriebene Familie

In Australien ist ein Teenager vier Stunden lang vom offenen Meer an die Küste geschwommen, um seine Familie zu retten. Der 13-jährige Austin Appelbee legte vier Kilometer im Meer zurück, nachdem er mit seiner Mutter und seinen beiden jüngeren Geschwistern vor der Südwestküste Australiens abgetrieben worden war. Am Strand alarmierte er dann die Rettungskräfte. Nach der erfolgreichen Rettungsaktion lobten diese am Dienstag die "übermenschlichen" Überlebensinstinkte des Jungen.

Für weniger Importe aus China: USA legen Rohstoffreserve an

Die USA wollen eine Rohstoffreserve für die Industrie aufbauen und damit unabhängiger von China werden. Dafür sei eine Anschubfinanzierung von fast zwölf Milliarden Dollar (rund zehn Milliarden Euro) geplant, teilte das Weiße Haus am Montag mit. Präsident Donald Trump wollte den Plan demnach in Kürze verkünden.

Bundesrat gibt grünes Licht für mehr Verbraucherschutz

In seiner ersten Sitzung in diesem Jahr hat der Bundesrat grünes Licht für eine Reihe von Verbesserungen beim Verbraucherschutz gegeben. So sollen Verbraucherinnen und Verbraucher künftig einen im Internet geschlossenen Vertrag einfach per Mausklick auf einen Button widerrufen können. Ein weiteres am Freitag von der Länderkammer gebilligtes Gesetz sieht strengere Regeln für Unternehmen vor, die ihre Produkte als "umweltfreundlich" vermarkten. Zudem stimmte der Bundesrat einem Gesetz zu mehr Produktsicherheit etwa bei Spielzeug zu.

Bundesrat billigt strengere Regeln für Werbung mit Umweltaussagen

Die neuen Regeln zur Verhinderung des so genannten Greenwashing können in Kraft treten. Der Bundesrat billigte in seiner Sitzung am Freitag ein Gesetz, das es Unternehmen erschweren soll, ihre Produkte irreführend oder missbräuchlich als "umweltfreundlich" oder "klimaneutral" zu vermarkten. Mit der bereits vom Bundestag verabschiedeten Gesetzesänderung setzt Deutschland entsprechende EU-Vorgaben um.

Textgröße ändern: