Deutsche Tageszeitung - Elf Todesurteile in Tansania wegen Mordes an prominentem Umweltaktivisten

Elf Todesurteile in Tansania wegen Mordes an prominentem Umweltaktivisten


Elf Todesurteile in Tansania wegen Mordes an prominentem Umweltaktivisten
Elf Todesurteile in Tansania wegen Mordes an prominentem Umweltaktivisten / Foto: © AFP/Archiv

Ein Gericht in Tansania hat am Freitag elf Verdächtige wegen des Mordes an dem prominenten Umweltschützer Wayne Lotter zum Tode verurteilt. Der Prozess habe "ohne jeden Zweifel" die Anschuldigungen gegen die elf Angeklagten, darunter zwei burundische Staatsbürger, bewiesen, sagte die Richterin Laila Mgonya in Daressalam. "Die vorgelegten Beweise waren stark genug, um sie zu verurteilen", sagte sie.

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Lotter, ein 51-jähriger Südafrikaner mit Wohnsitz in Tansania, hatte sich dem Kampf gegen die Elefanten-Wilderei und den illegalen Elfenbein-Handel verschrieben. 2017 war der Gründer des tansanischen Zweigs der Naturschutzstiftung Pams in Daressalaam in einem Taxi auf dem Rückweg vom Flughafen erschossen worden. Seinen Mitarbeitern zufolge bezahlte Lotter den Kampf für den Schutz der Elefanten mit seinem Leben.

Tansania ist eines der Länder mit dem größten Elefantenbestand auf dem afrikanischen Kontinent - und eines der am stärksten von Wilderei betroffenen Länder. Offiziellen Angaben zufolge ging der Bestand der Dickhäuter zwischen 2009 und 2014 um 60 Prozent zurück. Danach erholte er sich leicht - von 43.000 im Jahr 2014 auf 60.000 im Jahr 2018. Dies ist vor allem auf den Bemühungen der Behörden zu verdanken, die spezielle Einheiten zur Wilderei-Bekämpfung der geschaffen haben.

Todesurteile sind in Tansania nicht ungewöhnlich, werden aber in der Regel in lebenslange Haft umgewandelt. Die letzte Hinrichtung fand 1994 statt.

(L.Barsayjeva--DTZ)

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