Deutsche Tageszeitung - Macron beglückwünscht Katar zur Organisation der Fußballweltmeisterschaft

Macron beglückwünscht Katar zur Organisation der Fußballweltmeisterschaft


Macron beglückwünscht Katar zur Organisation der Fußballweltmeisterschaft
Macron beglückwünscht Katar zur Organisation der Fußballweltmeisterschaft / Foto: © POOL/AFP

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat das viel kritisierte WM-Gastgeberland Katar ausdrücklich für die Organisation der Fußballweltmeisterschaft gelobt. "Es war die erste Weltmeisterschaft in einem arabischen Land in Katar, und dazu beglückwünsche ich sie", sagte Macron am Rande einer Unterstützungskonferenz für den Irak am Dienstag im jordanischen Ort Sweimeh am Toten Meer.

Textgröße ändern:

Macron hatte bereits mit seiner zweifachen Reise nach Katar zum Halbfinale und Finale der WM Kritik ausgelöst. Menschenrechtsorganisationen weisen darauf hin, dass Katar bei der Vorbereitung der WM zahlreiche Gastarbeiter unter unwürdigen Bedingungen eingesetzt hatte. Umweltschützer verweisen auf die katastrophale Klimabilanz der WM. Zudem steht Katar im Verdacht, in großem Umfang Schmiergeld an EU-Parlamentarier gezahlt zu haben.

Macron sprach auch dem ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi ein Kompliment zur Organisation der jüngsten Klimakonferenz aus. "Ich beglückwünsche meinen Freund, den Präsidenten Sisi, der es geschafft hat, alle Welt zu vereinen und zum Teil Lösungen zum Thema Verluste und Schäden (durch den Klimawandel) gefunden hat", sagte Macron. Die Klimakonferenz COP27 hatte mit einem umstrittenen Text geendet, der keine neuen Ziele zur Minderung der Treibhausgas-Emissionen enthält.

(G.Khurtin--DTZ)

Empfohlen

Oxfam: Superreiche verursachen mit Privatjets und Investitionen enorme Klimaschäden

In Sekunden so viel klimaschädliches CO2 verursachen wie deutlich ärmere Menschen in einem ganzen Jahr - das machen laut einem Bericht der Entwicklungsorganisation Oxfam die Privatjets von Superreichen. 2025 hätten Privatjets weltweit in nur zwei Sekunden mehr CO2 verursacht als ein Mensch aus den ärmsten 50 Prozent der Weltbevölkerung im gesamten Jahr, heißt es in dem am Dienstag vorgelegten Bericht. Knapp zwei Wochen vor der Weltklimakonferenz forderte Oxfam daher eine höhere Besteuerung von Superreichen.

EU-Fischereiverbote: Rainer pocht auf Ausnahme für deutsche Ostsee-Fischer

In den EU-Verhandlungen über Fischereiverbote in der Ostsee pocht Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) auf eine Beibehaltung der Ausnahmen für deutsche Küstenfischer. Ein vollständiges Fangverbot für Hering würde wahrscheinlich viele die Existenz kosten, sagte Rainer beim Treffen der EU-Agrarminister am Montag in Luxemburg. Derzeit dürfen kleine Ostsee-Betriebe noch Hering fischen, obwohl der Bestand stark bedroht ist.

Minister Schneider schaltet sich in Verhandlungen bei UN-Biodiversitätskonferenz ein

Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) schaltet sich ab Montag in Eriwan in die Verhandlungen bei der UN-Biodiversitätskonferenz ein. Schneider bleibt nach Angaben seines Ministeriums bis Freitag in der armenischen Hauptstadt, um die deutsche Delegation bei der Weltnaturkonferenz bis zum Schluss zu leiten. Bei der Ankündigung von Schneiders Reise verglich sein Ministerium die Bedeutung der Verhandlungen zum weltweiten Schutz der biologischen Vielfalt mit derjenigen der UN-Klimakonferenzen zur Bekämpfung der Erderwärmung.

Deutscher Umweltpreis für Ingenieur und Juristin

Der Deutsche Umweltpreis geht in diesem Jahr an den Membranfilter-Ingenieur Klaus Vossenkaul und die Umweltjuristin Roda Verheyen. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird den beiden die mit insgesamt 500.000 Euro dotierte Auszeichnung am Mittag in Aachen überreichen, wie die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) am Sonntag mitteilte. Vossenkaul wird demnach für "innovative Lösungen" in der Abwasserreinigung ausgezeichnet, Verheyen für ihren juristischen Einsatz für den Klima- und Umweltschutz.

Textgröße ändern: