Deutsche Tageszeitung - Umweltministerin Lemke spricht mit polnischer Kollegin über Schutz der Oder

Umweltministerin Lemke spricht mit polnischer Kollegin über Schutz der Oder


Umweltministerin Lemke spricht mit polnischer Kollegin über Schutz der Oder
Umweltministerin Lemke spricht mit polnischer Kollegin über Schutz der Oder / Foto: © AFP/Archiv

Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) spricht am Mittwoch mit ihrer polnischen Kollegin Anna Moskwa über mögliche Maßnahmen zur Verhinderung einer weiteren Umweltkatastrophe an der Oder (11.00 Uhr, Pk. 16.30 Uhr). Das Treffen der beiden Ministerinnen findet im polnischen Slubice unweit der Grenze zu Deutschland statt.

Textgröße ändern:

Am Dienstag hatte Lemke bei einer Konferenz zum Schutz der Oder im brandenburgischen Schwedt Polen aufgerufen, mehr gegen Salzeinleitungen in den Fluss zu unternehmen. Anderenfalls bestehe die Gefahr, dass sich das katastrophale Fischsterben des vergangenen Jahres wiederhole. Damals trieben hunderte Tonnen toter Fische und anderer Lebewesen in dem Grenzfluss, das Ökosystem gilt weiterhin als schwer geschädigt. Moskwa hatte eine Teilnahme an der Oder-Konferenz in Schwedt aus Termingründen abgesagt.

(Y.Ignatiev--DTZ)

Empfohlen

Suche nach atomarem Endlager: Nur fünf Prozent der Bundesfläche geeignet

Bei der Suche nach einem Standort für ein Atommüll-Endlager in Deutschland kommen weniger als fünf Prozent des Bundesgebietes in Frage. Das ist das Ergebnis eines am Dienstag veröffentlichten Zwischenberichts der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) in Peine. Demnach befinden sich die weiter in Betracht kommenden Gebiete sowohl im Süden als auch Osten sowie Norden und Nordwesten der Bundesrepublik. Im Jahr 2025 war noch etwa ein Viertel der Fläche Deutschlands im Rennen.

Bis zu drei Grad heißer: EU-Kommission dringt auf Anpassung an den Klimawandel

Angesichts der Aussicht auf einen weltweit kaum aufzuhaltenden Temperaturanstieg dringt die EU-Kommission auf eine Vorbereitung auf Dürren, Hitzewellen und Überschwemmungen. Nationale Regierungen, Länder und Kommunen sollten in Zukunft "in allen großen Politikbereichen" auf die Anpassung an den Klimawandel achten, forderte die Kommission am Dienstag. Die Bemühungen um einen geringeren Treibhausgasausstoß reichten nicht mehr aus.

Oxfam: Superreiche verursachen mit Privatjets und Investitionen enorme Klimaschäden

In Sekunden so viel klimaschädliches CO2 verursachen wie deutlich ärmere Menschen in einem ganzen Jahr - das machen laut einem Bericht der Entwicklungsorganisation Oxfam die Privatjets von Superreichen. 2025 hätten Privatjets weltweit in nur zwei Sekunden mehr CO2 verursacht als ein Mensch aus den ärmsten 50 Prozent der Weltbevölkerung im gesamten Jahr, heißt es in dem am Dienstag vorgelegten Bericht. Knapp zwei Wochen vor der Weltklimakonferenz forderte Oxfam daher eine höhere Besteuerung von Superreichen.

EU-Fischereiverbote: Rainer pocht auf Ausnahme für deutsche Ostsee-Fischer

In den EU-Verhandlungen über Fischereiverbote in der Ostsee pocht Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) auf eine Beibehaltung der Ausnahmen für deutsche Küstenfischer. Ein vollständiges Fangverbot für Hering würde wahrscheinlich viele die Existenz kosten, sagte Rainer beim Treffen der EU-Agrarminister am Montag in Luxemburg. Derzeit dürfen kleine Ostsee-Betriebe noch Hering fischen, obwohl der Bestand stark bedroht ist.

Textgröße ändern: