Deutsche Tageszeitung - Schweden schafft Abgabe auf Plastiktüten wieder ab

Schweden schafft Abgabe auf Plastiktüten wieder ab


Schweden schafft Abgabe auf Plastiktüten wieder ab
Schweden schafft Abgabe auf Plastiktüten wieder ab / Foto: © TT News Agency/AFP

In Schweden wird die erst 2020 eingeführte Abgabe auf Plastiktüten wieder abgeschafft. "Wir sind davon überzeugt, dass die Schweden Plastiktüten in ihrem Alltag sinnvoll verwenden und es keinen Grund gibt, warum sie teurer sein sollten", sagte Umweltministerin Romina Pourmokhtari am Mittwoch dem Sender SVT. Die Abgabe führe zudem zu unnötigen Kosten und erhöhe den Verbrauch von Alternativprodukten. Sie soll nun ab November 2024 nicht mehr gelten.

Textgröße ändern:

2020 hatte die damals sozialdemokratische Regierung die Abgabe von drei Kronen (0,25 Euro) pro Tüte eingeführt, um EU-Vorgaben für den Verbrauch von Einwegplastik zu erfüllen. Der Tütenverbrauch ging tatsächlich deutlich zurück: 2019 lag er noch bei 74 Plastiktüten im Jahr pro Einwohner, 2022 waren es nur noch 17. Die EU strebt 40 Tüten pro Kopf an.

Seit vergangenem Jahr regieren in Stockholm die Konservativen mit Unterstützung der rechtspopulistischen Schwedendemokraten. Vergangene Woche hatte die Regierung bereits mit der Ankündigung, die Steuern auf Diesel und Benzin zu senken, bei Umweltschützern und der Opposition für Kritik gesorgt.

(V.Korablyov--DTZ)

Empfohlen

Region Ulm scheidet aus der engeren Endlagersuche aus

Region Ulm scheidet aus der engeren Endlagersuche aus. Die Region Ulm ist aus der Suche nach einem potenziellen Standort für ein Atommüllendlager ausgeschieden.

Fünf Bundesländer scheiden aus der Suche nach einem Atommüllendlager aus

Fünf Bundesländer scheiden aus der Suche nach einem Atommüllendlager aus. Peine (dpa) - Die Bundesländer Rheinland-Pfalz, Hessen, Berlin, Sachsen und das Saarland sind nicht mehr Teil der laufenden Suche nach einem Endlager für hoch radioaktiven Atommüll.

Suche nach atomarem Endlager: Nur fünf Prozent der Bundesfläche geeignet

Bei der Suche nach einem Standort für ein Atommüll-Endlager in Deutschland kommen weniger als fünf Prozent des Bundesgebietes in Frage. Das ist das Ergebnis eines am Dienstag veröffentlichten Zwischenberichts der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) in Peine. Demnach befinden sich die weiter in Betracht kommenden Gebiete sowohl im Süden als auch Osten sowie Norden und Nordwesten der Bundesrepublik. Im Jahr 2025 war noch etwa ein Viertel der Fläche Deutschlands im Rennen.

Bis zu drei Grad heißer: EU-Kommission dringt auf Anpassung an den Klimawandel

Angesichts der Aussicht auf einen weltweit kaum aufzuhaltenden Temperaturanstieg dringt die EU-Kommission auf eine Vorbereitung auf Dürren, Hitzewellen und Überschwemmungen. Nationale Regierungen, Länder und Kommunen sollten in Zukunft "in allen großen Politikbereichen" auf die Anpassung an den Klimawandel achten, forderte die Kommission am Dienstag. Die Bemühungen um einen geringeren Treibhausgasausstoß reichten nicht mehr aus.

Textgröße ändern: