Deutsche Tageszeitung - Drogeriekette dm verzichtet endgültig auf Werbung mit Begriff "klimaneutral"

Drogeriekette dm verzichtet endgültig auf Werbung mit Begriff "klimaneutral"


Drogeriekette dm verzichtet endgültig auf Werbung mit Begriff "klimaneutral"
Drogeriekette dm verzichtet endgültig auf Werbung mit Begriff "klimaneutral" / Foto: © AFP/Archiv

Die Drogeriekette dm wird Produkte auch künftig nicht mehr mit der Bezeichnung "klimaneutral" bewerben. Das Unternehmen kündigte am Montag an, gegen ein entsprechendes Urteil des Landgerichts Karlsruhe nicht in Berufung zu gehen. dm will demnach aber weiter dafür kämpfen, den Begriff "umweltneutral" nutzen zu dürfen.

Textgröße ändern:

Die Organisation Deutsche Umwelthilfe (DUH) hatte dm und weitere Unternehmen verklagt. Das Landgericht Karlsruhe entschied im Juli im Sinne der Umweltschützer: dm könne das Versprechen klimaneutraler Produkte wie Flüssigseife oder Sonnenmilch nicht einlösen. Das Gericht hielt die Kompensation von CO2-Emissionen bei der Produktion durch Projekte etwa zum Waldschutz nicht für ausreichend.

dm habe bereits im Oktober 2022 entschieden, das Label "klimaneutral" künftig nicht mehr zu verwenden, erklärte das Unternehmen nun. Juristische Fragen zur Verwendung des Labels würden derzeit auch in anderen Verfahren geklärt, daher "besteht aus unserer Sicht kein Grund, die Justiz bei unserem Verfahren weiter damit zu beschäftigen".

Das Karlsruher Gericht hatte auch die Verwendung des Begriffs "umweltneutral" untersagt, da die entsprechenden Produkte keine ausgeglichene Umweltbilanz aufwiesen. Gegen diese Entscheidung will sich dm weiterhin wehren. "Wir sind fest davon überzeugt, dass unser auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basierter Ansatz ganzheitlich und wegweisend ist", erklärte das Unternehmen.

(P.Tomczyk--DTZ)

Empfohlen

Region Ulm scheidet aus der engeren Endlagersuche aus

Region Ulm scheidet aus der engeren Endlagersuche aus. Die Region Ulm ist aus der Suche nach einem potenziellen Standort für ein Atommüllendlager ausgeschieden.

Fünf Bundesländer scheiden aus der Suche nach einem Atommüllendlager aus

Fünf Bundesländer scheiden aus der Suche nach einem Atommüllendlager aus. Peine (dpa) - Die Bundesländer Rheinland-Pfalz, Hessen, Berlin, Sachsen und das Saarland sind nicht mehr Teil der laufenden Suche nach einem Endlager für hoch radioaktiven Atommüll.

Suche nach atomarem Endlager: Nur fünf Prozent der Bundesfläche geeignet

Bei der Suche nach einem Standort für ein Atommüll-Endlager in Deutschland kommen weniger als fünf Prozent des Bundesgebietes in Frage. Das ist das Ergebnis eines am Dienstag veröffentlichten Zwischenberichts der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) in Peine. Demnach befinden sich die weiter in Betracht kommenden Gebiete sowohl im Süden als auch Osten sowie Norden und Nordwesten der Bundesrepublik. Im Jahr 2025 war noch etwa ein Viertel der Fläche Deutschlands im Rennen.

Bis zu drei Grad heißer: EU-Kommission dringt auf Anpassung an den Klimawandel

Angesichts der Aussicht auf einen weltweit kaum aufzuhaltenden Temperaturanstieg dringt die EU-Kommission auf eine Vorbereitung auf Dürren, Hitzewellen und Überschwemmungen. Nationale Regierungen, Länder und Kommunen sollten in Zukunft "in allen großen Politikbereichen" auf die Anpassung an den Klimawandel achten, forderte die Kommission am Dienstag. Die Bemühungen um einen geringeren Treibhausgasausstoß reichten nicht mehr aus.

Textgröße ändern: