Deutsche Tageszeitung - König Charles III. fordert von UN-Klimakonferenz "entscheidende Wende"

König Charles III. fordert von UN-Klimakonferenz "entscheidende Wende"


König Charles III. fordert von UN-Klimakonferenz "entscheidende Wende"
König Charles III. fordert von UN-Klimakonferenz "entscheidende Wende" / Foto: © AFP

Der britische König Charles III. hat sich mit einem eindringlichen Appell an die UN-Klimakonferenz gewandt. Charles sprach am Freitag in Dubai vor den dort versammelten Staats- und Regierungschefs von einer "entscheidenden Wende im Kampf gegen die Erderwärmung", die auf der Konferenz erreicht werden müsse. Er "bete darum mit meinem ganzen Herzen".

Textgröße ändern:

Zwar seien Fortschritte erreicht worden, es gebe aber auch gefährliche Rückkopplungseffekte, durch die die Erwärmung zusätzlich angeheizt werde, sagte der König. Er verwies etwa auf zunehmende Waldbrände, durch die noch mehr Treibhausgase freigesetzt würden. Die Welt sei bei der Senkung der Emissionen bislang "nicht auf einem guten Weg". warnte Charles. Derzeit seien die Temperaturen weltweit so hoch wie noch nie, rief er zum Handeln auf.

An diesem Freitag und Samstag nehmen mehr als 140 Staats- und Regierungschefs an Beratungen in Dubai teil, um der Klimakonferenz zusätzlichen Schwung zu verleihen. Offiziell findet der Gipfel (World Climate Action Summit) parallel zu den eigentlichen Konferenzberatungen statt. Deutschland wird durch Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) vertreten. Er will mit anderen Staats- und Regierungschefs den neuen Klimaclub voranbringen. Darin wollen sich mehr als 30 Staaten zusammenschließen, die sich zu einer Vorreiterrolle beim Klimaschutz verpflichten.

(W.Uljanov--DTZ)

Empfohlen

Region Ulm scheidet aus der engeren Endlagersuche aus

Region Ulm scheidet aus der engeren Endlagersuche aus. Die Region Ulm ist aus der Suche nach einem potenziellen Standort für ein Atommüllendlager ausgeschieden.

Fünf Bundesländer scheiden aus der Suche nach einem Atommüllendlager aus

Fünf Bundesländer scheiden aus der Suche nach einem Atommüllendlager aus. Peine (dpa) - Die Bundesländer Rheinland-Pfalz, Hessen, Berlin, Sachsen und das Saarland sind nicht mehr Teil der laufenden Suche nach einem Endlager für hoch radioaktiven Atommüll.

Suche nach atomarem Endlager: Nur fünf Prozent der Bundesfläche geeignet

Bei der Suche nach einem Standort für ein Atommüll-Endlager in Deutschland kommen weniger als fünf Prozent des Bundesgebietes in Frage. Das ist das Ergebnis eines am Dienstag veröffentlichten Zwischenberichts der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) in Peine. Demnach befinden sich die weiter in Betracht kommenden Gebiete sowohl im Süden als auch Osten sowie Norden und Nordwesten der Bundesrepublik. Im Jahr 2025 war noch etwa ein Viertel der Fläche Deutschlands im Rennen.

Bis zu drei Grad heißer: EU-Kommission dringt auf Anpassung an den Klimawandel

Angesichts der Aussicht auf einen weltweit kaum aufzuhaltenden Temperaturanstieg dringt die EU-Kommission auf eine Vorbereitung auf Dürren, Hitzewellen und Überschwemmungen. Nationale Regierungen, Länder und Kommunen sollten in Zukunft "in allen großen Politikbereichen" auf die Anpassung an den Klimawandel achten, forderte die Kommission am Dienstag. Die Bemühungen um einen geringeren Treibhausgasausstoß reichten nicht mehr aus.

Textgröße ändern: