Deutsche Tageszeitung - Studie: Zehn Prozent mehr Bus und Bahn statt Auto spart 19 Milliarden Euro ein

Studie: Zehn Prozent mehr Bus und Bahn statt Auto spart 19 Milliarden Euro ein


Studie: Zehn Prozent mehr Bus und Bahn statt Auto spart 19 Milliarden Euro ein
Studie: Zehn Prozent mehr Bus und Bahn statt Auto spart 19 Milliarden Euro ein / Foto: © AFP

Die Verlagerung von zehn Prozent des Verkehrs in Deutschland vom Auto auf Bus und Bahn könnte einer Studie zufolge 19 Milliarden Euro einsparen. "Jeder mit den Öffentlichen zurückgelegte Kilometer nützt der gesamten Gesellschaft und spart bares Geld", erklärte die politische Geschäftsleitung der Klima-Allianz Deutschland, Stefanie Langkamp. Massive Auswirkungen hätte das auch auf die CO2-Emissionen in Deutschland.

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Die Studie war von der Klima-Allianz, dem Bundesverband der Arbeiterwohlfahrt (Awo) und dem Verkehrsclub VCD beim Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft in Auftrag gegeben worden. Demnach würde die Verschiebung von zehn Prozent des Verkehrs nicht nur finanzielle Einsparungen mit sich bringen, sondern auch die CO2-Emissionen um 5,8 Millionen Tonnen reduzieren.

Der motorisierte Individualverkehr ist laut den Studienautoren für 96 Prozent der externen Kosten des Verkehrs verantwortlich, der öffentliche Verkehr lediglich für vier Prozent. Dabei handelt es ich um Kosten, die zwar von Verkehrsteilnehmern verursacht, aber von der Gemeinschaft in Form von Krankenkassenbeiträgen und Steuern getragen werden.

"Hohe gesellschaftliche Kosten entstehen insbesondere durch Autounfälle, Abgase und Lärm sowie durch Natur- und Klimaschäden", erklärten die Verbände. Das widerspreche dem Verursacherprinzip, da die gesamte Gesellschaft für die externen Schäden des Autoverkehrs hafte.

"Besonders besorgniserregend" ist nach Einschätzung der Verbände, dass ärmere Haushalte und ungeschützte Verkehrsteilnehmende einen unverhältnismäßig hohen Anteil dieser Kosten tragen. "Der Verbund aus öffentlichen Verkehrsmitteln, Rad- und Fußverkehr ist insgesamt deutlich günstiger, gesünder und nachhaltiger für alle", erklärte Awo-Präsident Michael Groß. Er forderte eine bezahlbare Mobilitätsgarantie und die Verlagerung von Gütern auf die Schiene.

(U.Kabuchyn--DTZ)

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