Deutsche Tageszeitung - Neues Monitoringzentrum soll für besseren Bodenschutz sorgen

Neues Monitoringzentrum soll für besseren Bodenschutz sorgen


Neues Monitoringzentrum soll für besseren Bodenschutz sorgen
Neues Monitoringzentrum soll für besseren Bodenschutz sorgen / Foto: © POOL/AFP/Archiv

Ein neues Nationales Bodenmonitoringzentrum soll zu einem besseren Schutz der Böden in Deutschland beitragen. "Nur mit gesunden Böden können wir den Herausforderungen der Zukunft wirkungsvoll begegnen", erklärte Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) bei der Eröffnung des Zentrums am Montag in Dessau-Roßlau. Dieses soll in Deutschland erhobene Daten zum Zustand der Böden von einem zentralen Ort aus verfügbar machen, um deren Nutzbarkeit zu erhöhen.

Textgröße ändern:

Das Monitoringzentrum entsteht aus einer Zusammenarbeit von Bundes- und Länderbehörden, die Daten zu Böden erfassen und auswerten, zum Beispiel zu Humus oder Bodenbiodiversität. "Gesunde Böden, die Wasser filtern, Kohlenstoff speichern und Lebensraum für unzählige Arten bieten, sind unsere Lebensgrundlage", betonte Lemke. Dies gelte "für die Natur selbst genauso wie für uns Menschen".

Koordiniert werden soll die Arbeit des Bodenmonitoringzentrums durch das Umweltbundesamt (Uba) gemeinsam mit weiteren Institutionen. "Mit der Schaffung des Nationalen Bodenmonitoringzentrums bringen wir alle wichtigen Akteure in diesem Bereich zusammen", erklärte Uba-Präsident Dirk Messner. Damit würden "politische Strategien wissenschaftlich noch fundierter, Maßnahmen erfolgreich und überprüfbar". "Boden ist Leben, Wasser und Nahrung. Nur sein Schutz erhält unsere Lebensqualität", betonte auch Messner. Die von dem Zentrum erfassten Daten sollen auch europaweit genutzt werden können.

(Y.Leyard--DTZ)

Empfohlen

Australischer Junge schwimmt vier Stunden im Meer und rettet abgetriebene Familie

In Australien ist ein Teenager vier Stunden lang vom offenen Meer an die Küste geschwommen, um seine Familie zu retten. Der 13-jährige Austin Appelbee legte vier Kilometer im Meer zurück, nachdem er mit seiner Mutter und seinen beiden jüngeren Geschwistern vor der Südwestküste Australiens abgetrieben worden war. Am Strand alarmierte er dann die Rettungskräfte. Nach der erfolgreichen Rettungsaktion lobten diese am Dienstag die "übermenschlichen" Überlebensinstinkte des Jungen.

Für weniger Importe aus China: USA legen Rohstoffreserve an

Die USA wollen eine Rohstoffreserve für die Industrie aufbauen und damit unabhängiger von China werden. Dafür sei eine Anschubfinanzierung von fast zwölf Milliarden Dollar (rund zehn Milliarden Euro) geplant, teilte das Weiße Haus am Montag mit. Präsident Donald Trump wollte den Plan demnach in Kürze verkünden.

Bundesrat gibt grünes Licht für mehr Verbraucherschutz

In seiner ersten Sitzung in diesem Jahr hat der Bundesrat grünes Licht für eine Reihe von Verbesserungen beim Verbraucherschutz gegeben. So sollen Verbraucherinnen und Verbraucher künftig einen im Internet geschlossenen Vertrag einfach per Mausklick auf einen Button widerrufen können. Ein weiteres am Freitag von der Länderkammer gebilligtes Gesetz sieht strengere Regeln für Unternehmen vor, die ihre Produkte als "umweltfreundlich" vermarkten. Zudem stimmte der Bundesrat einem Gesetz zu mehr Produktsicherheit etwa bei Spielzeug zu.

Bundesrat billigt strengere Regeln für Werbung mit Umweltaussagen

Die neuen Regeln zur Verhinderung des so genannten Greenwashing können in Kraft treten. Der Bundesrat billigte in seiner Sitzung am Freitag ein Gesetz, das es Unternehmen erschweren soll, ihre Produkte irreführend oder missbräuchlich als "umweltfreundlich" oder "klimaneutral" zu vermarkten. Mit der bereits vom Bundestag verabschiedeten Gesetzesänderung setzt Deutschland entsprechende EU-Vorgaben um.

Textgröße ändern: