Deutsche Tageszeitung - Studie: Umbau zu Wasserstoff hierzulande besonders kostenintensiv

Studie: Umbau zu Wasserstoff hierzulande besonders kostenintensiv


Studie: Umbau zu Wasserstoff hierzulande besonders kostenintensiv
Studie: Umbau zu Wasserstoff hierzulande besonders kostenintensiv / Foto: © AFP

Der Umbau der deutschen Industrie zur Nutzung von grünem Wasserstoff dürfte einer Studie zufolge in Deutschland besonders kostenintensiv werden. Der "Spiegel" zitierte am Freitag aus einer Untersuchung des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung und sieben weiteren Einrichtungen, wonach der Energieträger, der mit überschüssigem Ökostrom erzeugt wird, "kurz- bis mittelfristig noch knapp und in Deutschland auch längerfristig noch teuer sein" werde.

Textgröße ändern:

Die Institute legten demnach den sogenannten Wasserstoff-Potenzialatlas vor. Danach muss Deutschland "innerhalb der EU und weltweit mit den höchsten Wasserstoffpreisen rechnen". In einem Modell prognostizierten die Forschenden für 2050 Großhandelspreise von 132 Euro pro Megawattstunde grünen Wasserstoff in Deutschland und 139 Euro in den Niederlanden. In Großbritannien dürften es hingegen 70 Euro und in Spanien 74 Euro sein. Zum Vergleich: Erdgas kostet im Großhandel in diesem Jahr etwa 34 Euro pro Megawattstunde, wie es weiter hieß.

Gründe für den hohen Preis sind laut Studie eine hohe Nachfrage aus energieintensiven Industrien wie der Stahl- und Chemiebranche sowie ein begrenztes Potenzial erneuerbarer Energiequellen in Deutschland.

Wasserstoff, insbesondere, wenn er mit Strom aus erneuerbaren Energien hergestellt wird, könnte auf dem Weg zur Klimaneutralität bis 2045 eine wichtige Rolle spielen. Grüner Wasserstoff soll unter anderem Erdgas in Kraftwerken ersetzen und auch in besonders energieintensiven Industrien zum Einsatz kommen. Neben der begrenzten Verfügbarkeit ist auch die Frage der Speicherung noch ein Problem - sie wird derzeit in verschiedenen Projekten erprobt.

(O.Tatarinov--DTZ)

Empfohlen

Prognose für Wal vor Wismar "deutlich verschlechtert"

Es gibt nur noch wenig Hoffnung für den in der Ostsee gestrandeten Buckelwal: "Die Prognose sieht insgesamt nicht gut aus", sagte der Meeresforscher Burkard Baschek am Sonntag in Wismar nach einer Begutachtung vor Ort. Nach dem groß angelegten Rettungseinsatz mit Hilfe von Baggern am Timmendorfer Strand ist in Wismar keine weitere Rettungsaktion für den Meeressäuger mehr geplant. Ein Einschläfern des geschwächten Tieres schloss Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) allerdings aus.

Prognose für Wal vor Wismar laut Experte "deutlich verschlechtert"

Die Rettungsaussichten für den bei Wismar in der Ostsee gestrandeten Buckelwal haben sich "deutlich verschlechtert". "Die Prognose sieht insgesamt nicht gut aus", sagte der Meeresforscher Burkard Baschek am Sonntag in Wismar nach einer Begutachtung vor Ort. Dem Wal solle nun Ruhe gegeben werden, damit er sich womöglich doch noch selbst freischwimmt.

Neue Rettungsaktion für Buckelwal: Tier soll sich wieder freischwimmmen

Im Drama um den seit Tagen in der Ostsee umherirrenden Buckelwal planen die Einsatzkräfte einen neuen Versuch, das Tier zu retten. Greenpeace-Experte Thilo Maack sagte am Sonntag auf AFP-Anfrage, "der Plan ist, dass wir ihn vorsichtig versuchen zu animieren, sich freizuschwimmen, so dass er den Weg in die Ostsee findet." Damit solle zeitnah begonnen werden.

"Bild": Vor Wismar gestrandeter Wal ist wieder frei

Der seit mehreren Tagen in der Ostsee gestrandete Buckelwal hat es Medienberichten zufolge zum zweiten Mal geschafft, sich zu befreien. In der Nacht zum Sonntag sei es dem 12 bis 15 Meter langen Meeressäuger mit steigendem Wasserstand gelungen, sich aus eigener Kraft von einer Sandbank in der Wismarer Bucht freizuschwimmen, meldete die Zeitung "Bild" unter Berufung auf einen Sprecher des Umweltministeriums von Mecklenburg-Vorpommern. Die Wasserschutzpolizei habe die Verfolgung aufgenommen und werde das Tier weiter im Blick behalten.

Textgröße ändern: