Deutsche Tageszeitung - Karibikinsel Guadeloupe muss ikonische Kokospalmen fällen

Karibikinsel Guadeloupe muss ikonische Kokospalmen fällen


Karibikinsel Guadeloupe muss ikonische Kokospalmen fällen
Karibikinsel Guadeloupe muss ikonische Kokospalmen fällen / Foto: © AFP/Archiv

Schmerzhafter Eingriff ins Postkartenidyll: Die für ihre Traumstrände bekannte Karibikinsel Guadeloupe muss zum Schutz der Küsten vor Erosionen einige ihrer ikonischen Kokospalmen fällen. Für den Bilderbuchstrand von La Perle etwa haben die Behörden einen Zweijahresplan entwickelt, um einige der Bäume zu entfernen und durch einheimische Arten zu ersetzen. Deren Wurzeln können nicht nur eine Erosion des Bodens besser aufhalten, sie sind auch robuster gegen den Befall einer Krankheit, die schon jetzt zahlreiche Palmen auf der Insel befallen hat.

Textgröße ändern:

Obwohl die Kokospalmen von den Stränden und dem türkisblauen Wasser von Guadeloupe nicht wegzudenken sind, sind sie auf der Karibikinsel nicht beheimatet. Anders als einheimische Baumarten können sie ihre Wurzeln nicht so tief im Boden verankern, was dazu führt, dass der Sand laut der örtlichen Umweltbehörde leicht von starken Wellen weggespült werden kann.

"Das Fehlen der Kokospalmen schmälert ein wenig unser Postkartenbild, aber es gibt immer noch den Sand und das warme Meer", kommentierte das Urlauberehepaar Liliane und Gary die Pläne der Behörden. Am Strand vor dem Hotel der Urlauber sind bereits zahlreiche Palmen von einer verheerenden Krankheit betroffen, die zur Vergilbung der Gewächse führt. 50 Bäumen mussten notgefällt werden.

Auch in anderen Ländern sind Kokospalmen durch die durch kleine Insekten übertragene hochansteckende Krankheit dezimiert worden, so etwa auf der Karibikinsel Jamaika in den 1980er Jahren.

(U.Kabuchyn--DTZ)

Empfohlen

Beispielloser El Niño: Eindringlicher UN-Appell für gemeinsame Schutzvorkehrungen

Wegen einer beispiellosen Intensität des gegenwärtigen Klimaphänomens El Niño haben die Vereinten Nationen eindringlich zu gemeinsamen Schutzvorkehrungen für die am stärksten betroffenen Menschen aufgerufen. "Heute richten wir einen gemeinsamen Appell an die internationale Gemeinschaft, dringend und koordiniert vorausschauend zu handeln", erklärte die Generalsekretärin der Weltmeteorologie-Organisation (WMO), Celeste Saulo, am Mittwoch in Genf. Die Stärke des gegenwärtigen El Niño wird demnach voraussichtlich die bisherigen Messskalen überschreiten.

Britische Regierung genehmigt umstrittene Förderung in Nordsee-Gasfeld

Die britische Regierung hat ein umstrittenes Gasprojekt in der Nordsee genehmigt. Die Ausbeutung des Gasfelds Jackdaw etwa 240 Kilometer östlich der schottischen Stadt Aberdeen werde "hunderte Arbeitsplätze schützen und dabei helfen, dass Millionen von Haushalten in diesem Winter warm bleiben", erklärte der britische Premier Andy Burnham von der Labour-Partei am Mittwoch. Während die Industrie die Erlaubnis begrüßte, kritisierten Umweltschützer, dass die Förderung den CO2-Ausstoß erhöhe.

Mehr Eisbrecher und Unterseekabel: EU stellt neue Arktisstrategie vor

Die EU hat eine neue Arktisstrategie vorgestellt, um ihre Präsenz in der geopolitisch wichtigen Region zu stärken. Souveränität, territoriale Integrität und die der Stabilität in der Region zugrundeliegenden Regeln könnten "nicht länger als selbstverständlich gelten", sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bei der Vorstellung der Strategie am Dienstag in Straßburg. Daher "müssen wir handeln und unsere strategische Haltung ändern", fügte sie hinzu.

Biologin warnt vor technischen Eingriffen in komplexe Ökosysteme

Die Biologin und Gärtnerin Anne-Christine Schmidt bewertet gentechnische Ansätze im Naturschutz kritisch. Sie fordert, ökologische Zusammenhänge und mögliche Folgewirkungen stärker zu berücksichtigen.

Textgröße ändern: