Deutsche Tageszeitung - Riesiger Waldbrand in Südfrankreich unter Kontrolle - aber noch lange nicht gelöscht

Riesiger Waldbrand in Südfrankreich unter Kontrolle - aber noch lange nicht gelöscht


Riesiger Waldbrand in Südfrankreich unter Kontrolle - aber noch lange nicht gelöscht
Riesiger Waldbrand in Südfrankreich unter Kontrolle - aber noch lange nicht gelöscht / Foto: © Sécurité civile/AFP

Die Feuerwehr hat den großen Waldbrand im Süden Frankreichs unter Kontrolle gebracht - gelöscht ist er aber noch lange nicht. Der Einsatz in der Nähe von Narbonne werde unvermindert fortgesetzt, erklärte am Freitag der örtliche Präfekt. Das Feuer werde erst in einigen Tagen endgültig gelöscht sein. Es ist der größte Waldbrand im französischen Mittelmeerraum seit mindestens 50 Jahren.

Textgröße ändern:

Es sei "noch viel Arbeit" zu tun, sagte Präfekt Christian Pouget. Die Feuerwehr werde in den kommenden Tagen im Brandgebiet unweit des Mittelmeers weiter intensiv vor Ort im Einsatz sein. Mehr als 2000 Feuerwehrleute seien im Einsatz, sie würden von mehr als 200 Gendarmen unterstützt.

Am Donnerstagabend hatte die Feuerwehr den Waldbrand - der größte im französischen Mittelmeerraum seit mindestens 50 Jahren - unter Kontrolle bringen können. Das am Dienstag im Département Aude ausgebrochene Feuer hat bereits mehr als 17.000 Hektar Vegetation zerstört.

In den Flammen kam eine Frau ums Leben, mehr als ein Dutzend Menschen wurden verletzt. Nach Angaben des örtlichen Präfekten konnten bis Freitag rund 2000 evakuierte Menschen noch nicht in ihre Häuser zurückkehren. Er schätzte zudem, dass 800 bis 900 Hektar Weinberge verloren gegangen seien.

(Y.Ignatiev--DTZ)

Empfohlen

Städtetag fordert Aufwertung des Hitzeschutzes in Kommunen

Angesichts der anhaltend hohen Temperaturen fordert der Deutsche Städtetag eine Aufwertung des Hitzeschutzes in den Kommunen. Derzeit seien dies lediglich freiwillige Aufgaben, die "nur aus den Geldern bezahlt werden, die am Ende überhaupt noch übrig bleiben", sagte der Städtetags-Vizepräsident und Saarbrücker Oberbürgermeister Uwe Conradt (CDU) am Freitag dem RBB-Inforadio. Er warb dafür, den Hitzeschutz zu einer kommunalen Pflichtaufgabe zu machen.

Umweltorganisationen erringen Teilerfolg im Klimaprozess gegen TotalEnergies

Mehrere Umweltorganisationen haben in einem Klimaprozess gegen den Energiekonzern TotalEnergies einen Teilerfolg errungen. Ein Pariser Gericht verpflichtete das Unternehmen am Donnerstag, künftig auch die indirekten CO2-Emissionen in seinen Pflichtbericht zu Umwelt- und Gesundheitsrisiken aufzunehmen. Die Richter verzichteten jedoch darauf, dem Konzern konkrete Maßnahmen zur Reduzierung seines Öl- und Gasgeschäftes aufzuerlegen, wie die Kläger es gefordert hatten.

Hitzewelle in Frankreich: Drei Atomreaktoren abgeschaltet

Wegen der massiven Hitzewelle in Frankreich sind inzwischen drei Atomreaktoren abgeschaltet. Betroffen sind die Atomkraftwerke Bugey nahe Lyon an der Rhône, Nogent-sur-Seine westlich von Paris und Golfech im Süden des Landes. Grund seien "Umweltbedingungen", teilte der Kraftwerkbetreiber EDF am Donnerstag mit. Konkret geht es darum, die Temperatur der durch die Hitzewelle bereits aufgewärmten Flüsse durch das Kühlwasser der Reaktoren nicht noch weiter zu erhöhen.

Bundestag stimmt über "Recht auf Reparatur" auf

Der Bundestag entscheidet am Donnerstag (ab 21.25 Uhr) über ein "Recht auf Reparatur" bei Geräten wie Smartphones, Waschmaschinen und Kühlschränken. Mit dem Gesetzentwurf zur Umsetzung einer EU-Richtlinie "zur Förderung der Reparatur von Waren" will die Bundesregierung erreichen, dass bestimmte Produkte häufiger und einfacher repariert werden. Der Entwurf sieht vor, dass Hersteller künftig verpflichtet werden, bestimmte Produkte mehrere Jahre zu einem angemessenen Preis zu reparieren.

Textgröße ändern: