Deutsche Tageszeitung - Waldbrände: Dritter Toter in Spanien - Griechische Feuerwehr dämmt Flammen ein

Waldbrände: Dritter Toter in Spanien - Griechische Feuerwehr dämmt Flammen ein


Waldbrände: Dritter Toter in Spanien - Griechische Feuerwehr dämmt Flammen ein
Waldbrände: Dritter Toter in Spanien - Griechische Feuerwehr dämmt Flammen ein / Foto: © AFP

Die Waldbrände in zahlreichen Ländern Südeuropas lassen den Einsatzkräften keine Atempause: In Spanien, Portugal, Griechenland und auf dem Balkan wüten die Flammen weiter. Bei Löscharbeiten in Spanien starb am Donnerstag ein Mensch, es war der dritte Todesfall im Zusammenhang mit den Waldbränden in dem Land. In Griechenland dämmte die Feuerwehr die Flammen vor der drittgrößten Stadt Patras derweil ein.

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"Heute trauern wir um einen weiteren Menschen, der an den Löscharbeiten in der Provinz León, genauer gesagt in der Region Valderia, beteiligt war", teilte der Präfekt der spanischen Region Kastilien und León im Onlinedienst X mit. Regierungschef Pedro Sanchez warnte, die Bedrohung durch die Waldbrände bleibe "extrem" hoch.

Seine Regierung bat die Europäische Union (EU) um Hilfe im Kampf gegen die Flammen, Frankreich schickte daraufhin zwei Löschflugzeuge ins Nachbarland. In Spanien gilt seit mittlerweile zwölf Tagen eine Hitzewarnung, die hohen Temperaturen dürften Vorhersagen zufolge mindestens bis Sonntag anhalten.

Seit Beginn der diesjährigen Waldbrandsaison mussten rund 10.700 Menschen ihre Häuser verlassen. Am stärksten betroffen sind die Regionen Kastilien und León sowie die Regionen Galicien im Nordwesten, Valencia im Osten sowie Extremadura an der Grenze zu Portugal betroffen. Seit Jahresbeginn sind nach Angaben des Europäischen Waldbrand-Informationssystems (EFFIS) im ganzen Land mehr als 148.000 Hektar verbrannt.

Die spanischen Behörden nahmen am Donnerstag vier Menschen wegen mutmaßlicher Brandstiftung fest. Einer von ihnen soll einen Waldbrand verursacht haben, der insgesamt 2200 Hektar zerstört hatte. Insgesamt sind in diesem Sommer in Spanien damit bereits mindestens 29 Menschen wegen des Verdachts festgenommen worden, Waldbrände vorsätzlich verursacht zu haben.

Im Nachbarstaat Portugal waren mehr als ein Dutzend Löschflugzeuge gegen vier große Brände im Norden und im Zentrum des Landes im Einsatz. Mehr als 800 Feuerwehrleute kämpften gegen einen Brand nahe der Stadt Arganil, rund 40 Kilometer östlich der Stadt Coimbra. Ein weiteres Feuer bei Trancoso weiter im Norden Portugals breitete sich am Donnerstag weiter aus.

Die griechische Feuerwehr machte nach eigenen Angaben Fortschritte bei der Bekämpfung der Brände vor der drittgrößten Stadt Patras. Nach nächtlichen Löscharbeiten habe sich die Situation nahe der Hafenstadt sehr verbessert, sagte ein Feuerwehrsprecher am Donnerstag. Auf den Inseln Zakynthos und Chios sowie nahe der Stadt Preveza im Westen des Landes brannte es weiter, im ganzen Land waren 600 Einsatzkräfte und fast 30 Löschflugzeuge im Einsatz.

Auf dem Balkan sind seit Beginn der Waldbrände mindestens zwei Menschen gestorben, tausende Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Die Feuerwehrleute in Albanien kämpften am Donnerstag weiter gegen die Flammen. Im Nachbarland Montenegro halfen günstige Wetterbedingungen und der Einsatz von Löschflugzeugen, die größten Brandherde unter Kontrolle zu bringen.

Angesichts der zahlreichen Waldbrände ist in dieser Waldbrandsaison bereits 16 Mal der Katastrophenschutzmechanismus der EU zur Koordinierung von Hilfen der Länder untereinander aktiviert worden - so oft wie in der gesamten Saison des vergangenen Jahres. Neben Spanien haben nach Angaben aus Brüssel bereits Griechenland, Bulgarien, Albanien und Montenegro um Unterstützung gebeten. Unter anderem Frankreich, Schweden, Tschechien und die Slowakei stellten Hubschrauber und Flugzeuge bereit.

(A.Stefanowych--DTZ)

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