Deutsche Tageszeitung - Zoologenverband trauert um Primatenforscherin Jane Goodall

Zoologenverband trauert um Primatenforscherin Jane Goodall


Zoologenverband trauert um Primatenforscherin Jane Goodall
Zoologenverband trauert um Primatenforscherin Jane Goodall / Foto: © AFP/Archiv

Der Verband der Zoologischen Gärten (VdZ) trauert um die britische Primatenforscherin und Umweltaktivistin Jane Goodall. Mit ihr verliere die Welt eine der bedeutendsten Forscherinnen und Aktivistinnen für den Natur- und Tierschutz, teilte der VdZ am Donnerstag in Berlin mit. Ihr Wirken habe Generationen inspiriert, Verantwortung für die Zukunft des Planeten zu übernehmen.

Textgröße ändern:

"Mit Jane Goodall hat die Welt ein Stück Zuversicht verloren", erklärte der VdZ-Vorsitzende Dag Encke. Goodalls Erkenntnisse über das Sozialleben, das Denken und die Fähigkeiten der Schimpansen seien leitend für Zoos bei allen neu entstehenden Menschenaffenhäusern gewesen. Das Bild von guter Tierhaltung habe sie maßgeblich beeinflusst.

Sie habe die Zoogemeinschaft stets ermutigt, sich am Tierwohl zu messen. "Ihre Wertschätzung für Tiere und ihre Einladung an uns alle, mit offenen Augen und Herzen hinzusehen, bleibt unser Maßstab", erklärte VdZ-Geschäftsführer Volker Homes. In den Begegnungen zwischen Mensch und Tier in den Zoos lebe ihr Vermächtnis fort.

Jane Goodall starb am Mittwoch im Alter von 91 Jahren im US-Bundesstaat Kalifornien. Sie befand sich auf einer Vortragsreise durch die USA. Ihrem Institut zufolge starb sie im Schlaf. Im Alter von 26 Jahren hatte sie mit der Erforschung von Schimpansen begonnen. Jahrelang lebte sie bei den Menschenaffen im Gombe-Park im Westen Tansanias.

(P.Hansen--DTZ)

Empfohlen

Prognose für Wal vor Wismar laut Experte "deutlich verschlechtert"

Die Rettungsaussichten für den bei Wismar in der Ostsee gestrandeten Buckelwal haben sich "deutlich verschlechtert". "Die Prognose sieht insgesamt nicht gut aus", sagte der Meeresforscher Burkard Baschek am Sonntag in Wismar nach einer Begutachtung vor Ort. Dem Wal solle nun Ruhe gegeben werden, damit er sich womöglich doch noch selbst freischwimmt.

Neue Rettungsaktion für Buckelwal: Tier soll sich wieder freischwimmmen

Im Drama um den seit Tagen in der Ostsee umherirrenden Buckelwal planen die Einsatzkräfte einen neuen Versuch, das Tier zu retten. Greenpeace-Experte Thilo Maack sagte am Sonntag auf AFP-Anfrage, "der Plan ist, dass wir ihn vorsichtig versuchen zu animieren, sich freizuschwimmen, so dass er den Weg in die Ostsee findet." Damit solle zeitnah begonnen werden.

"Bild": Vor Wismar gestrandeter Wal ist wieder frei

Der seit mehreren Tagen in der Ostsee gestrandete Buckelwal hat es Medienberichten zufolge zum zweiten Mal geschafft, sich zu befreien. In der Nacht zum Sonntag sei es dem 12 bis 15 Meter langen Meeressäuger mit steigendem Wasserstand gelungen, sich aus eigener Kraft von einer Sandbank in der Wismarer Bucht freizuschwimmen, meldete die Zeitung "Bild" unter Berufung auf einen Sprecher des Umweltministeriums von Mecklenburg-Vorpommern. Die Wasserschutzpolizei habe die Verfolgung aufgenommen und werde das Tier weiter im Blick behalten.

"Wir machen's aus": Earth Hour soll für Klimaschutz werben

Zum 20. Mal rufen Umwelt- und Klimaschutzorganisationen am Samstag zur sogenannten Earth Hour auf. Rund um den Globus sind Millionen Menschen aufgefordert, jeweils um 20.30 Uhr Ortszeit für eine Stunde das Licht auszuschalten, um ein Zeichen für Klima- und Umweltschutz zu setzen. Auch berühmte Bauwerke wie das Brandenburger Tor in Berlin sind dann in Dunkelheit gehüllt.

Textgröße ändern: