Deutsche Tageszeitung - SPERRFRIST 08.00 UHR: Brasiliens Präsident vor COP30: Reiche Länder müssen Klimaschulden begleichen

SPERRFRIST 08.00 UHR: Brasiliens Präsident vor COP30: Reiche Länder müssen Klimaschulden begleichen


SPERRFRIST 08.00 UHR: Brasiliens Präsident vor COP30: Reiche Länder müssen Klimaschulden begleichen
SPERRFRIST 08.00 UHR: Brasiliens Präsident vor COP30: Reiche Länder müssen Klimaschulden begleichen / Foto: © AFP

Vor der am Montag in Brasilien beginnenden 30. UN-Weltklimakonferenz (COP30) hat der brasilianische Staatschef Luiz Inácio Lula da Silva an die reichen Länder appelliert, ihre finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen. "Die reichen Länder haben am meisten von der kohlenstoffbasierten Wirtschaft profitiert. Sie müssen sich nun ihrer Verantwortung stellen, nicht nur, indem sie Verpflichtungen eingehen, sondern auch durch die Begleichung ihrer Schulden", schrieb Lula in einem Gastbeitrag in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Donnerstag).

Textgröße ändern:

"Wir müssen anerkennen, dass das Prinzip der gemeinsamen, aber unterschiedlichen Verantwortlichkeiten nach wie vor die unverhandelbare Grundlage jedes Klimapakts ist", schrieb Lula. Um der Klimakrise gemeinsam zu begegnen, seien Ressourcen erforderlich. Deshalb fordere der Globale Süden einen besseren Zugang zu Ressourcen – "nicht als Wohltätigkeit, sondern aus Gerechtigkeit", betonte der brasilianische Präsident.

Lula reagierte damit auch auf Rückzugstendenzen beim Thema Klima in den Industriestaaten. So hatten etwa die USA angekündigt, keine Delegation zur Konferenz in Brasilien zu entsenden. Die COP30 beginnt am Montag in der Amazonas-Stadt Belém. Zu den zweiwöchigen Verhandlungen werden etwa 50.000 Teilnehmer erwartet. Zuvor empfängt Lula dort am Donnerstag und Freitag bereits etwa 50 internationale Staats- und Regierungschefs zu Klimaberatungen.

(W.Budayev--DTZ)

Empfohlen

Zehntausende Menschen nehmen an Klimamarsch in Brüssel teil

Gut vier Wochen vor Beginn der UN-Klimakonferenz in Antalya haben in Brüssel zehntausende Menschen an einer Demonstration für mehr Klimaschutz teilgenommen. An dem Protestmarsch, zu dem rund hundert Organisationen und Gewerkschaften aufgerufen hatten, beteiligten sich nach Angaben der belgischen Polizei rund 45.000 Demonstrantinnen und Demonstranten. Sie zogen zum Europaviertel, wo die EU-Institutionen ihren Sitz haben.

Stachelschweine in Thüringen ausgebrochen

Die Polizei in Thüringen fahndet nach zwei Stachelschweinen: Wie die Polizei am Samstag berichtete, waren die Tiere aus dem Tierheim in Sonneberg ausgebrochen. Versuche, sie einzufangen, sollten nach Polizeiangaben jedoch unterbleiben, da die Stacheln für unkundige Menschen gefährlich sein könnten.

An Baumspitzen geklammert: Orang-Utans vor Waldbränden in Indonesien gerettet

Neue dramatische Rettungsaktionen für Orang-Utans in den Waldbrandgebieten in Indonesien: Auf der Insel Borneo haben Tierschützer am Donnerstag ein Affenmännchen gerettet, das sich inmitten dichter Rauchschwaden an die Spitze eines schon fast kahlen Baumes klammerte. Das Bara getaufte Tier sei "relativ gesund" und habe nur leichte Verbrennungen erlitten, sagte Handi Nasoka von der Naturschutzbehörde in der Provinz Zentral-Kalimantan am Freitag der Nachrichtenagentur AFP.

WWF: Wildtierpopulation weltweit seit 1970 um fast drei Viertel geschrumpft

Wenige Tage vor der UN-Konferenz COP17 zur Biodiversität hat die Umweltschutzorganisation WWF auf den dramatischen Schwund von Wildtieren hingewiesen. Zwischen 1970 und 2022 seien die weltweit erfassten Populationsgrößen von Säugetieren, Amphibien, Reptilien, Vögeln und Fischen im Durchschnitt um 73 Prozent geschrumpft, erklärte der WWF am Donnerstag anlässlich der Veröffentlichung seines jüngsten Berichts "Living Planet Report".

Textgröße ändern: