Deutsche Tageszeitung - Umweltminister Schneider sieht Deutschland in Führungsrolle bei Klimaschutz

Umweltminister Schneider sieht Deutschland in Führungsrolle bei Klimaschutz


Umweltminister Schneider sieht Deutschland in Führungsrolle bei Klimaschutz
Umweltminister Schneider sieht Deutschland in Führungsrolle bei Klimaschutz / Foto: © AFP/Archiv

Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) sieht Deutschland beim Klimaschutz in einer europäischen Führungsrolle. Deutschland setze "alles daran, dass wir bis 2045 klimaneutral sind", sagte Schneider am Freitag im ARD-"Morgenmagazin". Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), der am Freitag zum internationalen Klimagipfel im brasilianischen Belém erwartet wird, habe ihn "die ganze Zeit unterstützt".

Textgröße ändern:

Auf die Frage, ob Klimaschutz zum "Luxusthema für bessere Zeiten" werde, antwortete Schneider: "Die Welt wartet nicht auf uns, die Natur auch nicht. Wir haben eine verdammt große Verantwortung." Er habe keine Zeit zur Verdrängung.

Die industrielle Basis in Deutschland solle erhalten bleiben und modernisiert werden, um sie auf Märkte vorzubereiten, "die weltweit im Entstehen sind, die klimaneutral sind und auf Clean Tech setzen", führte der Minister aus. Das sei "der neue Exportschlager". Er wolle die deutsche Ingenieursleistung und den Umweltschutz verbinden.

Zur UN-Klimakonferenz COP30, die am Montag beginnt, sagte Schneider: "Wir sind jetzt in der Phase der Umsetzung." Auf den letzten Konferenzen seien hoch ambitionierte Ziele festgelegt worden, "man muss aber auch liefern". Mit den USA sei ein großer Spieler ausgetreten. "Mir geht es jetzt darum, dass wir den Laden zusammenhalten." Er sei sich sicher, dass die USA wieder zurückkommen würden.

(N.Loginovsky--DTZ)

Empfohlen

Niedersachsen: Feuerwehr rettet entkräftetes Reh aus Pool

Einsatzkräfte der Feuerwehr haben im niedersächsischen Celle ein Reh aus einem Pool gerettet. Das Tier schaffte es am Samstagmorgen nicht aus eigener Kraft aus dem Wasserbecken, wie die Freiwillige Feuerwehr Celle am Montagabend berichtete.

Abholzung im Amazonas auf niedrigstem Stand seit einem Jahrzehnt

Die Abholzung im brasilianischen Amazonasgebiet ist auf den niedrigsten Stand seit einem Jahrzehnt gesunken. In der Periode von August 2025 bis Juli 2026 seien 2874 Quadratkilometer Wald zerstört worden, teilten die Behörden am Freitag unter Berufung auf Satellitendaten mit. Dies seien 37 Prozent weniger als in den zwölf Monaten davor - und der niedrigste Stand seit der genauen Erfassung der Abholzung im Jahr 2016.

42,2 Grad: Allzeit-Hitzerekord in der Slowakei nach nur einem Tag gebrochen

In der Slowakei ist zum zweiten Mal binnen zwei Tagen ein neuer Allzeit-Hitzerekord aufgestellt worden. In der unweit der Grenze zu Ungarn gelegenen südslowakischen Ortschaft Dolne Plachtince stieg das Thermometer am Donnerstag auf 42,2 Grad, wie der nationale Wetterdienst erklärte. Das war die höchste Temperatur seit Beginn der Aufzeichnungen in dem Land.

RWE gibt Offshore-Windparkprojekte in den USA auf

Der deutsche Energiekonzern RWE gibt seine Pläne für Offshore-Windkraftprojekte in den USA auf. Das Unternehmen habe einen Vergleich mit dem US-Innenministerium geschlossen, "um Ansprüche gegen die US-Regierung beizulegen und ihre Offshore-Wind-Pachten vor den Küsten von New York, Kalifornien und Louisiana zurückzugeben", erklärte der Konzern mit Sitz in Essen am Donnerstag. Für diese Projekte sei "in den USA auf absehbare Zeit keine Genehmigungsfähigkeit gegeben".

Textgröße ändern: