Deutsche Tageszeitung - Newsom: USA werden unter demokratischem Präsidenten Klimaabkommen wieder beitreten

Newsom: USA werden unter demokratischem Präsidenten Klimaabkommen wieder beitreten


Newsom: USA werden unter demokratischem Präsidenten Klimaabkommen wieder beitreten
Newsom: USA werden unter demokratischem Präsidenten Klimaabkommen wieder beitreten / Foto: © AFP

Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom hat für den Fall eines Sieges seiner Demokratischen Partei bei der nächsten US-Präsidentschaftswahl eine unverzügliche Rückkehr der Vereinigten Staaten zum Pariser Klimaschutzabkommen angekündigt. Ein künftiger Präsident von den Demokraten würde dem Abkommen "ohne Zögern" wieder beitreten, sagte Newsom am Dienstag am Rande der UN-Klimakonferenz COP30 im brasilianischen Belém der Nachrichtenagentur AFP.

Textgröße ändern:

Newsom bezeichnete es als "Abscheulichkeit", dass US-Präsident Donald Trump nach Beginn seiner zweiten Amtszeit im Januar den erneuten Ausstieg der USA aus dem globalen Abkommen zur Eindämmung der Klimaerwärmung verfügt hatte. Schon während der ersten Amtszeit des rechtspopulistischen Republikaners (2017-21) waren die Vereinigten Staaten aus dem Abkommen ausgestiegen, unter dem demokratischen Präsidenten Joe Biden traten die USA dem Klimaabkommen dann zwischenzeitlich wieder bei.

Trump "beharrt auf seiner Dummheit", sagte Newsom zum Nein des Präsidenten zu der Pariser Vereinbarung. Es sei eine "moralische Verpflichtung" und eine "wirtschaftliche Notwendigkeit", dass die USA dem Pariser Abkommen beiträten, sagte der kalifornische Gouverneur.

Newsom setzt sich seit Monaten als Anti-Trump in Szene und gilt als möglicher Anwärter auf die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten im Jahr 2028. Auch in der Klimapolitik setzt sich Newsom scharf von Trump ab: Kalifornien - der bevölkerungsreichste Bundesstaat der USA - soll bis zum Jahr 2045 klimaneutral werden, also nicht mehr Treibhausgase ausstoßen, als es kompensieren kann.

Trump hatte hingegen in seiner Rede vor der UN-Vollversammlung in New York im September den menschengemachten Klimawandel entgegen aller wissenschaftlichen Fakten vehement bestritten und als "weltweit größten Betrug aller Zeiten" bezeichnet. Der Klimakonferenz COP30 in Belém bleibt der US-Präsident fern, zudem hat er nicht einmal eine hochrangige Delegation entsandt. Statt auf den Ausbau erneuerbarer Energien setzt Trump wieder auf die Förderung der klimaschädlichen fossilen Brennstoffe wie Öl und Gas.

(N.Loginovsky--DTZ)

Empfohlen

Zehntausende Menschen nehmen an Klimamarsch in Brüssel teil

Gut vier Wochen vor Beginn der UN-Klimakonferenz in Antalya haben in Brüssel zehntausende Menschen an einer Demonstration für mehr Klimaschutz teilgenommen. An dem Protestmarsch, zu dem rund hundert Organisationen und Gewerkschaften aufgerufen hatten, beteiligten sich nach Angaben der belgischen Polizei rund 45.000 Demonstrantinnen und Demonstranten. Sie zogen zum Europaviertel, wo die EU-Institutionen ihren Sitz haben.

Stachelschweine in Thüringen ausgebrochen

Die Polizei in Thüringen fahndet nach zwei Stachelschweinen: Wie die Polizei am Samstag berichtete, waren die Tiere aus dem Tierheim in Sonneberg ausgebrochen. Versuche, sie einzufangen, sollten nach Polizeiangaben jedoch unterbleiben, da die Stacheln für unkundige Menschen gefährlich sein könnten.

An Baumspitzen geklammert: Orang-Utans vor Waldbränden in Indonesien gerettet

Neue dramatische Rettungsaktionen für Orang-Utans in den Waldbrandgebieten in Indonesien: Auf der Insel Borneo haben Tierschützer am Donnerstag ein Affenmännchen gerettet, das sich inmitten dichter Rauchschwaden an die Spitze eines schon fast kahlen Baumes klammerte. Das Bara getaufte Tier sei "relativ gesund" und habe nur leichte Verbrennungen erlitten, sagte Handi Nasoka von der Naturschutzbehörde in der Provinz Zentral-Kalimantan am Freitag der Nachrichtenagentur AFP.

WWF: Wildtierpopulation weltweit seit 1970 um fast drei Viertel geschrumpft

Wenige Tage vor der UN-Konferenz COP17 zur Biodiversität hat die Umweltschutzorganisation WWF auf den dramatischen Schwund von Wildtieren hingewiesen. Zwischen 1970 und 2022 seien die weltweit erfassten Populationsgrößen von Säugetieren, Amphibien, Reptilien, Vögeln und Fischen im Durchschnitt um 73 Prozent geschrumpft, erklärte der WWF am Donnerstag anlässlich der Veröffentlichung seines jüngsten Berichts "Living Planet Report".

Textgröße ändern: