Deutsche Tageszeitung - Zweite und entscheidende Verhandlungsrunde bei Weltklimakonferenz in Belém

Zweite und entscheidende Verhandlungsrunde bei Weltklimakonferenz in Belém


Zweite und entscheidende Verhandlungsrunde bei Weltklimakonferenz in Belém
Zweite und entscheidende Verhandlungsrunde bei Weltklimakonferenz in Belém / Foto: © AFP

Bei der Weltklimakonferenz im brasilianischen Belém (COP30) beginnt am Montag die zweite und entscheidende Verhandlungswoche. Nach den technischen Vorarbeiten der Delegationen aus mehr als 190 Ländern werden die Verhandlungen auf Ministerebene fortgesetzt, auch Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) ist dazu nach Belém gereist. Sein Staatssekretär Jochen Flasbarth wurde von der brasilianischen COP-Präsidentschaft zusammen mit der gambischen Klimaministerin Rohey John Manjang als Vermittler bei dem wichtigen Verhandlungsthema Klimaanpassung eingesetzt.

Textgröße ändern:

Solche Verhandlungstandems wurden für insgesamt sieben zentrale Verhandlungsthemen ernannt. Besonders hart gerungen wird um die Klimafinanzierung für ärmere Staaten. Außerdem stehen die Verhandler unter Druck, auf den viel zu hohen globalen Treibhausgas-Ausstoß zu reagieren, durch den die Ziele des Pariser Klimaabkommens außer Reichweite geraten. Offiziell endet die COP30 am Freitag, in den vergangenen Jahren wurden die UN-Klimakonferenz aber immer mindestens bis Samstag überzogen.

(W.Novokshonov--DTZ)

Empfohlen

Zehntausende Menschen nehmen an Klimamarsch in Brüssel teil

Gut vier Wochen vor Beginn der UN-Klimakonferenz in Antalya haben in Brüssel zehntausende Menschen an einer Demonstration für mehr Klimaschutz teilgenommen. An dem Protestmarsch, zu dem rund hundert Organisationen und Gewerkschaften aufgerufen hatten, beteiligten sich nach Angaben der belgischen Polizei rund 45.000 Demonstrantinnen und Demonstranten. Sie zogen zum Europaviertel, wo die EU-Institutionen ihren Sitz haben.

Stachelschweine in Thüringen ausgebrochen

Die Polizei in Thüringen fahndet nach zwei Stachelschweinen: Wie die Polizei am Samstag berichtete, waren die Tiere aus dem Tierheim in Sonneberg ausgebrochen. Versuche, sie einzufangen, sollten nach Polizeiangaben jedoch unterbleiben, da die Stacheln für unkundige Menschen gefährlich sein könnten.

An Baumspitzen geklammert: Orang-Utans vor Waldbränden in Indonesien gerettet

Neue dramatische Rettungsaktionen für Orang-Utans in den Waldbrandgebieten in Indonesien: Auf der Insel Borneo haben Tierschützer am Donnerstag ein Affenmännchen gerettet, das sich inmitten dichter Rauchschwaden an die Spitze eines schon fast kahlen Baumes klammerte. Das Bara getaufte Tier sei "relativ gesund" und habe nur leichte Verbrennungen erlitten, sagte Handi Nasoka von der Naturschutzbehörde in der Provinz Zentral-Kalimantan am Freitag der Nachrichtenagentur AFP.

WWF: Wildtierpopulation weltweit seit 1970 um fast drei Viertel geschrumpft

Wenige Tage vor der UN-Konferenz COP17 zur Biodiversität hat die Umweltschutzorganisation WWF auf den dramatischen Schwund von Wildtieren hingewiesen. Zwischen 1970 und 2022 seien die weltweit erfassten Populationsgrößen von Säugetieren, Amphibien, Reptilien, Vögeln und Fischen im Durchschnitt um 73 Prozent geschrumpft, erklärte der WWF am Donnerstag anlässlich der Veröffentlichung seines jüngsten Berichts "Living Planet Report".

Textgröße ändern: