Deutsche Tageszeitung - Dunkler Wiesenknopf-Ameisenbläuling ist Schmetterling des Jahres 2026

Dunkler Wiesenknopf-Ameisenbläuling ist Schmetterling des Jahres 2026


Dunkler Wiesenknopf-Ameisenbläuling ist Schmetterling des Jahres 2026
Dunkler Wiesenknopf-Ameisenbläuling ist Schmetterling des Jahres 2026 / Foto: © AFP/Archiv

Der Dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläuling ist der Schmetterling des Jahres 2026. Der zimtbraune Tagfalter wurde vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und der BUND-NRW-Naturschutzstiftung ausgewählt, wie beide am Donnerstag mitteilten. Er ist für seinen Lebenszyklus auf zwei andere Arten angewiesen. Während seiner Flugzeit von Juli bis August nutzt er die Blüten des Großen Wiesenknopfs als Nahrungsquelle und Eiablageort.

Textgröße ändern:

Die jungen Larven ernähren sich von den Blüten, bevor sie von Knotenameisen in deren Nester getragen werden. Dort leben die Raupen von der Ameisenbrut, bevor sie sich verpuppen und im folgenden Sommer als Falter schlüpfen. "Dieses komplexe Zusammenspiel von Pflanze, Falter und Ameise ist faszinierend – und zugleich extrem störanfällig", erklärte Jochen Behrmann von der BUND-NRW-Naturschutzstiftung.

Die Bestände des Großen Wiesenknopfs seien durch intensivere Grünlandnutzung und verstärkte Düngung zurückgegangen, Auch die Knotenameise werde seltener, weil Böden durch den Klimawandel heißer und trockener würden. Dadurch verschwänden immer mehr Lebensräume für den nach EU-Recht streng geschützten Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläuling.

(T.W.Lukyanenko--DTZ)

Empfohlen

Umweltorganisationen erringen Teilerfolg im Klimaprozess gegen TotalEnergies

Mehrere Umweltorganisationen haben in einem Klimaprozess gegen den Energiekonzern TotalEnergies einen Teilerfolg errungen. Ein Pariser Gericht verpflichtete das Unternehmen am Donnerstag, künftig auch die indirekten CO2-Emissionen in seinen Pflichtbericht zu Umwelt- und Gesundheitsrisiken aufzunehmen. Die Richter verzichteten jedoch darauf, dem Konzern konkrete Maßnahmen zur Reduzierung seines Öl- und Gasgeschäftes aufzuerlegen, wie die Kläger es gefordert hatten.

Hitzewelle in Frankreich: Drei Atomreaktoren abgeschaltet

Wegen der massiven Hitzewelle in Frankreich sind inzwischen drei Atomreaktoren abgeschaltet. Betroffen sind die Atomkraftwerke Bugey nahe Lyon an der Rhône, Nogent-sur-Seine westlich von Paris und Golfech im Süden des Landes. Grund seien "Umweltbedingungen", teilte der Kraftwerkbetreiber EDF am Donnerstag mit. Konkret geht es darum, die Temperatur der durch die Hitzewelle bereits aufgewärmten Flüsse durch das Kühlwasser der Reaktoren nicht noch weiter zu erhöhen.

Bundestag stimmt über "Recht auf Reparatur" auf

Der Bundestag entscheidet am Donnerstag (ab 21.25 Uhr) über ein "Recht auf Reparatur" bei Geräten wie Smartphones, Waschmaschinen und Kühlschränken. Mit dem Gesetzentwurf zur Umsetzung einer EU-Richtlinie "zur Förderung der Reparatur von Waren" will die Bundesregierung erreichen, dass bestimmte Produkte häufiger und einfacher repariert werden. Der Entwurf sieht vor, dass Hersteller künftig verpflichtet werden, bestimmte Produkte mehrere Jahre zu einem angemessenen Preis zu reparieren.

„Effektive Lösungen für den Hitzeschutz müssen nur abgerufen werden!“

Aktueller DUH-Hitze-Check.

Textgröße ändern: