Deutsche Tageszeitung - US-Forscher: Meereisfläche in der Antarktis hat sich dieses Jahr etwas erholt

US-Forscher: Meereisfläche in der Antarktis hat sich dieses Jahr etwas erholt


US-Forscher: Meereisfläche in der Antarktis hat sich dieses Jahr etwas erholt
US-Forscher: Meereisfläche in der Antarktis hat sich dieses Jahr etwas erholt / Foto: © AFP/Archiv

Die Eisschicht auf dem Meer rund um den Südpol hat sich nach vier Jahren extremer Tiefststände etwas erholt: Wie Forscher des Nationalen Schnee- und Eisdatenzentrums der USA (NSIDC) am Montag mitteilten, wurde das jährliche Minimum der von Meereis bedeckten Fläche der Antarktis für 2026 mutmaßlich am 26. Februar erreicht und betrug 2,58 Millionen Quadratkilometer. Seit Beginn der Aufzeichnungen 1979 sei die gemessene Fläche lediglich 15 Mal kleiner gewesen als in diesem Jahr.

Textgröße ändern:

Im Vergleich zu den vorherigen Jahren mit Rekordtiefständen hat sich die Meereisbedeckung laut den NSIDC-Forschern 2026 zwar etwas erholt. Dennoch liege der diesjährige Wert rund 260.000 Quadratkilometer unter dem Durchschnittswert der Jahre 1981 bis 2010.

"Angesichts der großen jährlichen Schwankungen des antarktischen Meereises" sei die diesjährige Zahl jedoch "nicht unerwartet", erklärte der Forscher Walt Meier.

Das Meereis in der Antarktis schmilzt im Sommer der Südhalbkugel stark ab und baut sich im Winter wieder auf. Der Höchstwert wird meist im September erreicht, eine minimale Ausdehnung des Meereises im Februar. Die NSIDC-Forscher gehen daher davon aus, dass der Messwert vom 28. Februar nicht mehr unterschritten wird.

Das antarktische Meereis galt jahrzehntelang als relativ stabil und nahm - anders als das arktische Meereis - sogar leicht zu. Seit August 2016 war aber in fast allen Monaten ein starker Rückgang verzeichnet worden, erklärte das NSIDC. Den bisherigen Tiefstwert erreichte die gemessene Meereisbedeckung im Februar 2023.

Meereis ist gefrorenes Meereswasser, das auf der Oberfläche treibt. Der Rückgang des Meereises hat schwerwiegende Auswirkungen auf das Wetter, die Ökosysteme und die Menschheit. Während Schnee und Eis das Sonnenlicht reflektieren, wird es von der dunklen Meeresoberfläche absorbiert, was die Erderwärmung ankurbelt.

(P.Vasilyevsky--DTZ)

Empfohlen

Waldbrände in Südfrankreich: Macron beschwört bei Besuch Zusammenhalt

Angesichts der heftigen Waldbrände im Südwesten Frankreichs hat Präsident Emmanuel Macron bei einem Besuch in Bordeaux zum Zusammenhalt aufgerufen. "Wir stehen zusammen und kämpfen, um diese Schlacht überall zu gewinnen", sagte Macron am Montag im Krisenzentrum der Einsatzkräfte in Bordeaux. Er warnte zugleich: "Die kommenden Wochen werden hart." Es seien die heftigsten Waldbrände in Frankreich seit Ende des Zweiten Weltkriegs.

Nach Sichtungen in Ostsee: Wal taucht in Wismarer Hafen auf

Ein etwa acht Meter langer Wal ist am Montag im Überseehafen von Wismar in Mecklenburg-Vorpommern gesichtet worden. Das Tier wirke vital und tauche regelmäßig auf und wieder ab, teilte das Landesumweltministerium in Schwerin mit. Die Lage werde fortlaufend beobachtet und das weitere Vorgehen zwischen den zuständigen Behörden abgestimmt. Um welche Walart es sich handelte, könne noch nicht abschließend gesagt werden.

Waldbrände in Frankreich und Spanien zwingen Zehntausende zur Flucht

Die Waldbrände in Frankreich und Spanien haben am Freitag immer größere Gebiete erfasst und Zehntausende Menschen zur Flucht gezwungen. Nach Angaben von Innenminister Laurent Nuñez wurden im Südwesten Frankreichs seit Mittwoch rund 110.000 Menschen evakuiert, insbesondere in der Region um Bordeaux spitzte sich die Lage dramatisch zu. In Spanien wurden laut Innenministerium alleine im Raum Madrid 63.000 Menschen zur Evakuierung oder zum Verbleib in Gebäuden aufgefordert. Den Behörden zufolge war das Feuer dort "nicht zu löschen".

In Ostsee herumschwimmender Buckelwal nun in Flensburger gesichtet

Ein Buckelwal schwimmt weiterhin vor der deutschen Ostseeküste herum. Nach der Sichtung eines Wales vor einigen Tagen in der Kieler Börde tauchte nun vermutlich dasselbe Tier am Freitagmorgen in der Flensburger Börde auf, wie das Umweltministerium von Schleswig-Holstein in Kiel mitteilte. Der Buckelwal schwamm demnach "zunächst in Richtung Innenstadt, kehrte dann aber um".

Textgröße ändern: