Deutsche Tageszeitung - In Ostsee gestrandeter Buckelwal über Nacht verschwunden

In Ostsee gestrandeter Buckelwal über Nacht verschwunden


In Ostsee gestrandeter Buckelwal über Nacht verschwunden
In Ostsee gestrandeter Buckelwal über Nacht verschwunden / Foto: © SEA SHEPHERD/AFP/Archiv

Der Buckelwal, der mehrere Tage vor der Ostseeküste bei Wismar in Mecklenburg-Vorpommern lag, ist verschwunden. Das Tier habe die Dunkelheit offenbar genutzt, sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei Wismar der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag. Der Wal scheine aus der Umgebung von Wismar raus zu sein. Eine Sichtung habe es bislang aber noch nicht gegeben. Derzeit werde die Bucht abgesucht.

Textgröße ändern:

Am Montagabend war es dem Wal gelungen sich freizuschwimmen. Mit einem Schlauchboot war zuvor versucht worden, das Tier zu motivieren, sich in Bewegung zu setzen. "Die Ruhe, die wir dem Wal gegeben haben, hat sich ausgezahlt", erklärte Umweltminister Till Backhaus (SPD). Leider sei er allerdings zunächst in die falsche Richtung in Richtung Hafen geschwommen. Ob er die richtige Richtung nun gefunden hat, blieb unklar.

Der Buckelwal irrt nach Behördenangaben seit rund vier Wochen durch die Ostsee, am Montag vergangener Woche strandete er zunächst vor der schleswig-holsteinischen Küste auf einer Sandbank. Dort konnte er sich nach mehreren Tagen und einer aufwändigen Rettungsaktion mit Baggern befreien, strandete aber Samstag erneut in der Wismarer Bucht.

(S.A.Dudajev--DTZ)

Empfohlen

Umweltorganisationen erringen Teilerfolg im Klimaprozess gegen TotalEnergies

Mehrere Umweltorganisationen haben in einem Klimaprozess gegen den Energiekonzern TotalEnergies einen Teilerfolg errungen. Ein Pariser Gericht verpflichtete das Unternehmen am Donnerstag, künftig auch die indirekten CO2-Emissionen in seinen Pflichtbericht zu Umwelt- und Gesundheitsrisiken aufzunehmen. Die Richter verzichteten jedoch darauf, dem Konzern konkrete Maßnahmen zur Reduzierung seines Öl- und Gasgeschäftes aufzuerlegen, wie die Kläger es gefordert hatten.

Hitzewelle in Frankreich: Drei Atomreaktoren abgeschaltet

Wegen der massiven Hitzewelle in Frankreich sind inzwischen drei Atomreaktoren abgeschaltet. Betroffen sind die Atomkraftwerke Bugey nahe Lyon an der Rhône, Nogent-sur-Seine westlich von Paris und Golfech im Süden des Landes. Grund seien "Umweltbedingungen", teilte der Kraftwerkbetreiber EDF am Donnerstag mit. Konkret geht es darum, die Temperatur der durch die Hitzewelle bereits aufgewärmten Flüsse durch das Kühlwasser der Reaktoren nicht noch weiter zu erhöhen.

Bundestag stimmt über "Recht auf Reparatur" auf

Der Bundestag entscheidet am Donnerstag (ab 21.25 Uhr) über ein "Recht auf Reparatur" bei Geräten wie Smartphones, Waschmaschinen und Kühlschränken. Mit dem Gesetzentwurf zur Umsetzung einer EU-Richtlinie "zur Förderung der Reparatur von Waren" will die Bundesregierung erreichen, dass bestimmte Produkte häufiger und einfacher repariert werden. Der Entwurf sieht vor, dass Hersteller künftig verpflichtet werden, bestimmte Produkte mehrere Jahre zu einem angemessenen Preis zu reparieren.

„Effektive Lösungen für den Hitzeschutz müssen nur abgerufen werden!“

Aktueller DUH-Hitze-Check.

Textgröße ändern: