Deutsche Tageszeitung - Wiederansiedlungsprojekt: Przewalski-Pferde aus Berlin in Kasachstan eingetroffen

Wiederansiedlungsprojekt: Przewalski-Pferde aus Berlin in Kasachstan eingetroffen


Wiederansiedlungsprojekt: Przewalski-Pferde aus Berlin in Kasachstan eingetroffen
Wiederansiedlungsprojekt: Przewalski-Pferde aus Berlin in Kasachstan eingetroffen / Foto: © AFP/Archiv

Vier Przewalski-Pferde aus dem Berliner Tierpark sind zur Auswilderung im zentralasiatischen Kasachstan eingetroffen. Wie der Tierpark am Samstag mitteilte, wurden die Tiere zunächst in einem Akklimatisierungsgehege untergebracht, wo sie auf die Auswilderung in der kasachischen Steppe vorbereitet werden sollen. Sie befänden sich in gutem gesundheitlichem Zustand.

Textgröße ändern:

Die vier Stuten waren in speziell entwickelten Transportkisten an Bord eines Militärflugzeugs der tschechischen Armee von Berlin nach Kasachstan gebracht worden. Dort waren zuvor bereits vier Przewalski-Hengste aus dem Zoo Prag eingetroffen. Sie sollen ebenso wie die Stuten in der Altyn-Dala-Steppe freigelassen werden. Die Transporte wurden von Tierärzten, Tierpflegern und Biologen begleitet.

Die Tiere, die in der Wildnis einst ausstarben, sollen dort dauerhaft wieder angesiedelt werden. Ihre Ansiedlung in der Altyn-Dala-Steppe, dem historischen Verbreitungsgebiet der Przewalski-Pferde, ist Teil eines internationalen Erhaltungszuchtprogramms unter Federführung des Prager Zoos.

2024 waren erstmals Tiere aus dem Tierpark Berlin nach Kasachstan gebracht worden. Das Programm "Return of the Wild Horses" soll so lange fortgesetzt werden, bis in der Steppe wieder eine stabile Grundlage für eine lebensfähige Population geschaffen ist.

Das Przewalski-Pferd gilt als letztes echtes Wildpferd der Erde. Nach seinem Aussterben in der Wildnis in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts überlebte die Art ausschließlich in menschlicher Obhut. Nach ersten Projekten in den 90er Jahren gibt es inzwischen wieder stabile Populationen in der Mongolei und in China.

Die kasachische Altyn-Dala-Steppe mit ihren riesigen Graslandschaften, Halbwüsten und Feuchtgebieten bietet ideale Lebensbedingungen für eine Vielzahl von Wildtieren. Die grasfressenden Przewalski-Pferde leisten einen wichtigen Beitrag zur Biodiversität und Widerstandsfähigkeit des Ökosystems.

(L.Barsayjeva--DTZ)

Empfohlen

Albanien: Neue Proteste gegen Bauprojekt von Trump-Schwiegersohn in Naturschutzgebiet

In einem Naturschutzgebiet an der albanischen Küste haben am Samstag erneut hunderte Menschen gegen Pläne für ein Luxus-Ferienresort protestiert, das mit dem Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump in Verbindung steht. Umweltschützer aus dem ganzen Land und Anwohner folgten einem Aufruf von Umweltschutzorganisationen und versammelten sich in der Lagune Vjosa-Narta rund 150 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Tirana, wie eine Journalistin der Nachrichtenagentur AFP beobachtete.

Wolf von Altona ist mutmaßlich tot

Der Wolf, der in Hamburg-Altona Ende März in einem Einkaufszentrum aufgetaucht war, ist vermutlich tot. Die automatisierten Sendedaten seines Ortungshalsbandes seien Ende Mai plötzlich abrupt abgerissen, teilte das Hamburger Landesumweltamt am Samstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP mit. Bei einer Suchaktion seien daraufhin weder das Tier noch der Sender aufgefunden worden.

25 Mutterschafe von Weide gestohlen - Lämmer zurückgelassen

In Brunsbüttel in Schleswig-Holstein haben Unbekannte 25 Mutterschafe von einer Weide gestohlen. Die dazugehörigen Lämmer ließen sie zurück, wie die Polizei am Donnerstag in Itzehoe mitteilte.

Rohstoffe: Regierung will Land mit Aktionsplan für Kreislaufwirtschaft unabhängiger machen

Ob Stahlschrott für Bahnschienen, alte Akkus für neue Batterien oder das Recycling von Baustoffen: Die Bundesregierung will mit einem Aktionsprogramm die Kreislaufwirtschaft stärken und Deutschland unabhängiger machen. Das Programm sei "gut für die Umwelt, aber auch für die Wirtschaft und macht uns unabhängiger und krisenfester", sagte Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) am Mittwoch. Für viele Wirtschaftsverbände allerdings bleibt der Plan hinter den Erwartungen zurück.

Textgröße ändern: