Deutsche Tageszeitung - Schwere Waldbrände in Griechenland und in der Türkei - Mehrere Tote

Schwere Waldbrände in Griechenland und in der Türkei - Mehrere Tote


Schwere Waldbrände in Griechenland und in der Türkei - Mehrere Tote
Schwere Waldbrände in Griechenland und in der Türkei - Mehrere Tote / Foto: © AFP

Nach Frankreich und Spanien sind auch Griechenland und die Türkei von schweren Waldbränden getroffen worden. Auf der griechischen Mittelmeerinsel Kreta starben am Mittwoch zwei Feuerwehrleute beim Kampf gegen die Flammen, wie die Feuerwehr mitteilte. Ein weiterer Feuerwehrmann wurde in der Nähe des Hafens Gytheio auf der Halbinsel Peloponnes leblos aufgefunden, die genaue Todesursache war zunächst aber unklar.

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In mehreren Gegenden des Landes brachen weitere Feuer aus. Ein örtlicher Gemeindevertreter sagte dem Sender ERT, das Feuer auf der Urlaubsinsel Kreta sei "außer Kontrolle" und bereits mehr als 15 Kilometer lang. Die beiden Feuerwehrleute seien am Rande eines Berges nahe der Stadt Rethymno im Westen von Kreta in ihrem Löschfahrzeug von den Flammen eingeschlossen worden, berichtete der Sender.

Die Feuerwehr auf Kreta entsandte nach eigenen Angaben mehr als 150 Feuerwehrleute und acht Löschflugzeuge zur Bekämpfung der Flammen. "Der Wind ändert ständig die Richtung, man wird sehr schnell eingeschlossen", sagte der Bürgermeister des Dorfs Agios Vasileios, Yiannis Tatarakis, der Nachrichtenagentur AFP.

Bei Windgeschwindigkeiten von bis zu 74 Stundenkilometern wüteten weitere Brände auf den Inseln Paros und Lesbos sowie in den Bezirken Messenien und Lakonien auf der Halbinsel Peloponnes. Den örtlichen Behörden zufolge wurden rund zehn Dörfer auf Paros vorsorglich evakuiert. Auf Lesbos kämpften 50 Feuerwehrleute und sechs Löschflugzeuge gegen die Flammen in der Nähe einer Mülldeponie.

Das Ministerium für Katastrophenschutz gab für Donnerstag die fast höchste Feuerwarnung für mehrere Gebiete aus, darunter Kreta, den Großraum Athen, den Osten der Peloponnes und die meisten Inseln in der Ägäis.

Waldbrände wüteten auch in mehreren Urlaubsregionen im Nachbarland Türkei, angefacht wurden sie von heftigen Winden. Staatschef Recep Tayyip Erdogan sprach am Mittwoch von 90 neuen Brandherden, von denen die meisten aber unter Kontrolle gebracht worden seien.

Nach seinen Angaben kämpften 3000 Einsatzkräfte in den Provinzen Mugla, Balikkesir, Antalya und Çanakkale im Süden und Westen des Landes gegen die Brände. Zum Einsatz kamen dabei rund 20 Löschflugzeuge, 58 Hubschrauber und 420 Feuerwehrlastwagen.

An einem Brandherd in der Provinz Mugla an der Südwestägäis waren fünf Flugzeuge und 18 Hubschrauber, mehr als 90 Fahrzeuge sowie hunderte Einsatzkräfte im Einsatz, wie das Ministerium für Land- und Forstwirtschaft im Onlinedienst X mitteilte.

"Mit den Löschmaßnahmen unserer Teams aus der Luft und am Boden arbeiten wir unermüdlich daran, das Feuer vollständig unter Kontrolle zu bringen", erklärte das Ministerium. Der Beitrag war mit einem Foto versehen, das einen Hubschrauber vor einem durch Rauch gelb gefärbten Himmel zeigt.

Medienberichten zufolge war die Autobahn zwischen den bei Urlaubern beliebten Städten Antalya und Fethiye wegen des Rauchs für den Verkehr gesperrt. Der private Sender NTV berichtete zudem, dass die antike Stätte von Olympos für Besucher nicht mehr zugänglich war.

In Mugla entstand der Brand nach Angaben der Präfektur in einer landwirtschaftlichen Gegend und breitete sich dann in ein Waldgebiet aus. Den Angaben zufolge wurden 202 Menschen sowie die Bewohner eines Krankenhauses in Sicherheit gebracht.

Ein weiterer Brand loderte am Mittwoch in einem bewaldeten Gebiet in der Region Balikkesir entlang der Straße, welche die Ägäismetropole Izmir mit der Meerenge der Dardanellen verbindet.

Die Türkei hatte wegen der Waldbrände in Südeuropa je zwei Löschflugzeuge nach Frankreich und nach Spanien entsandt.

(U.Beriyev--DTZ)

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